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Editorial

Global denken – lokal handeln

Die Welt ist vernetzt. Nicht nur über das Internet und Transportmittel, sondern auch über unsere Atmosphäre und Ökosysteme. Sie, geschätzte Landwirtinnen und Landwirte, arbeiten täglich mit diesem Bewusstsein. Denn die Land- und Ernährungswirtschaft arbeitet in und mit der Natur und steht im globalen Wettbewerb. So war auch das Landwirtschaftsjahr 2019 geprägt von globalem Denken und lokalem Handeln.

Lokal Handeln: Das Landwirtschaftsjahr 2019

Gute landwirtschaftliche Produkte entstehen durch professionelles Handeln der Produzentinnen und Produzenten, gute Wetterbedingungen und etwas Glück. Je nach Betriebsausrichtung blicken die Aargauer Bäuerinnen und Bauern unterschiedlich auf die Vegetationsperiode 2019 zurück. Die Getreideernte verzeichnete einen deutlichen Zuwachs gegenüber dem durch Trockenheit geprägten Vorjahr. Besonders erfreulich ist, dass sich die Raufuttervorräte nach dem schwierigen letzten Jahr wieder erholen konnten. Im Weinbau wurde im Kanton Aargau rund 13 % weniger geerntet als im Rekordjahr 2018. Trotz der geringeren Erntemenge ist mit einem guten Jahrgang 2019 zu rechnen. Die tierische Produktion entwickelt sich verhalten positiv: Zwar stagniert der Milch- und Rindviehmarkt, jedoch hat sich der Durchschnittspreis für Schweine dank dem Rückgang der Schlachtungen erholt. In der Geflügel- und Eierproduktion ist weiterhin eine Zunahme feststellbar.

Global Denken: Der Klimawandel

Wir blicken auf den drittheissesten Sommer seit Messbeginn zurück. Er ist in guter Gesellschaft mit den letzten ähnlich heissen Sommern 2018, 2017 und 2015. Die Land- und Ernährungswirtschaft ist sowohl Akteurin als auch Betroffene des Klimawandels. Einerseits nimmt sie durch die Freisetzung von Treibhausgasen beziehungsweise der Speicherung von Kohlenstoff direkt Einfluss auf die Entwicklung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre. Andererseits beeinflussen Klimaänderungen die Produktionsbedingungen auf Ihrem Betrieb direkt. Für die Land- und Ernährungswirtschaft sind die grössten direkten Herausforderungen des Klimawandels die Zunahme von Extremereignissen wie Hitzewellen, Trockenperioden und Starkniederschlägen, neue invasive Organismen (zum Beispiel Japankäfer und das einjährige und kanadische Berufskraut) und Krankheitsdruck.

Landwirtschaftsdirektor on tour

Regierungsrat und Landwirtschaftsdirektor Dr. Markus Dieth nahm sich auch 2019 viel Zeit für Ihre Anliegen und war sehr präsent an landwirtschaftlichen Veranstaltungen im Kanton Aargau. Zudem brachte er die Änderung der Weinbauverordnung per. 1. November 2019 problemlos durch die Regierung. Auch nächstes Jahr stehen mit der AP 22+ und diversen Initiativen intensive Debatten auf politischer Ebene an. Ich freue mich, mit unserem Landwirtschaftsdirektor das bestmögliche für die Aargauer Land- und Ernährungswirtschaft herauszuholen. Für eine kleine Auszeit kann ich Ihnen den Marché-Concours national de chevaux vom 7.-9. August 2020 empfehlen: Am berühmten Pferdefest im jurassischen Saignelégier mit spannenden Rennen, faszinierenden Quadrillen und dem wunderbaren folkloristischen Umzug ist der Kanton Aargau Ehrengast.

Ich danke Ihnen herzlich für den täglich harten Einsatz auf Feld und im Stall! Das ist lokales Handeln. Nehmen Sie sich in einer ruhigen Minute Zeit, um Ihr tägliches Handeln zu reflektieren – denken Sie global. Ich wünsche Ihnen gesegnete Weihnachtstage mit Ihren Lieben und im Jahr 2020 viel Gelingen und Gesundheit.

Herzliche Grüsse
Matthias Müller