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Landwirtschaftlicher Bodenschutz

Die zunehmend intensive landwirtschaftliche Bodennutzung setzt einen angepassten und nachhaltigen Bodenschutz voraus.

Streifenfrässsaat
@ Kanton Aargau

Bodenschonende Anbauverfahren

Forschungsresultate und langjährige Erfahrungen von Praxisbetrieben zeigen, dass die Anbauverfahren Mulch-, Streifen- und Direktsaat schonender als die konventionelle Bodenbearbeitung sind, weil Erosionserscheinungen, Nitratauswaschung und die Gefahr von Bodenverdichtungen reduziert werden. Ein Grund dafür ist, dass das natürliche Bodengefüge weniger beansprucht wird. Darum werden die Direktsaat, die Mais-Streifenfrässaat und das Strip Till-Verfahren bei Mais in den Aargauer Nitratprojekten und im Spezialgebiet Hallwilersee-Sanierung durch kantonale Beiträge zusätzlich zu den Ressourceneffizienzbeiträgen (REB) gefördert.

Die Schweizerische Gesellschaft für bodenschonende Landwirtschaft (öffnet in einem neuen Fenster) listet Lohnunternehmen auf, die Direktsaaten als auch Streifenfrässaaten anbieten.

Bewirtschaftungsvereinbarungen 2021/22

Erosion betrifft Parzellen mit Ackerbau häufiger als solche mit Wiesland

Für eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion muss die Bodenfruchtbarkeit erhalten und Bodenerosion möglichst vermieden werden. Bodenerosion ist oftmals eine Folge von Bodenverdichtungen. Erosion ist auf Ackerbauparzellen häufiger zu beobachten als auf Wiesland. Wiesland ist durch den dauernden Bewuchs, die gute Durchwurzelung und das Ausbleiben von Bodenbearbeitungsmassnahmen besser geschützt.

Ursachen der Bodenerosion

Die intensive Nutzung kann landwirtschaftliche Böden belasten. Die Belastung kann bei Baustellen vorübergehend und punktuell sein. Sie kann sich aber durch die intensive landwirtschaftliche Bodenbewirtschaftung auch grossflächig bemerkbar machen. Im Acker- und im Futterbau wird aus Gründen der rationellen Bewirtschaftung und des wirtschaftlichen Drucks vermehrt schwere und schlagkräftige Landtechnik eingesetzt.

Bodenverdichtung führt zu Oberflächenabfluss

In Kombination mit einem hohen Spuranteil und mehrmaliger Ernte pro Jahr können Böden verdichtet werden. Das Wasseraufnahmevermögen sinkt dadurch merkbar. Sehr grosse Niederschlagsmengen versickern nicht mehr schnell genug und das Wasser fliesst oberflächlich weg. Im schlimmsten Fall kann dies zu Erosion und Hochwasser führen.

Landwirtschaftlicher Bodenschutz sichert Erträge

Sorgfältig und nachhaltig wirtschaftende Betriebe versuchen, ihre Böden schonend zu befahren, denn nur intakte Böden verfügen über ein Ertragspotential, das den Erwartungen entspricht. Gesunde Böden bestehen nur rund zur Hälfte aus festen Bestandteilen. Die andere Hälfte sind Hohlräume, gefüllt mit Wasser und Luft.