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Gewässerraum

Der Kanton Aargau ist mit einer Gewässerlänge von rund 3000 Kilometern der Wasserkanton schlechthin. Damit die oberirdischen Gewässer ihre natürlichen Funktionen wie den Schutz vor Hochwasser und die Gewässernutzung gewährleisten können, müssen sie genügend Raum zur Verfügung haben.

Seit 2011 ist das revidierte Gewässerschutzgesetz des Bundes in Kraft. Gestützt darauf sind die Kantone verpflichtet, den Raumbedarf der Gewässer zu sichern und diesen bei der Richt- und Nutzungsplanung zu berücksichtigen. Der Gewässerraum dient der Gewährleistung der natürlichen Funktionen der Gewässer, dem Schutz vor Hochwasser sowie der Gewässernutzung. Innerhalb des Gewässerraums ist die landwirtschaftliche Nutzung mittels Bewirtschaftungsauflagen eingeschränkt. Diese Nutzungseinschränkungen betreffen den Kanton Aargau als Wasserkanton stark. Die Bewirtschaftungsauflagen umfassen ein Verbot für den Bodenumbruch und die Anwendung von Düngern und Pflanzenschutzmitteln. Die Bewirtschaftung des Gewässerraums ist nur als Uferwiese, extensive Wiese, Streuefläche, Hecke, Ufergehölz oder extensive Weide möglich.