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Vertragstypen

Für die Umsetzung der Bewirtschaftungsverträge im Labiola-Teilbereich Biodiversität stehen drei Vertragstypen zur Auswahl: Gesamtbetriebsvertrag, Einzelflächenvertrag und Pflegevertrag.

Campanula glomerata

In die Bewirtschaftungsverträge werden nur Flächen aufgenommen, die sich im Eigentum der Bewirtschafterin beziehungsweise des Bewirtschafters befinden oder für welche ein Pachtvertrag besteht. Die Selbstbewirtschaftung wird grundsätzlich vorausgesetzt.

Gesamtbetriebsvertrag (GBV)

Gesamtbetriebsverträge sind das Kerninstrument für die Umsetzung von Vernetzungsprojekten. Unter der Berücksichtigung der betrieblichen Voraussetzungen wird eine Optimierung der Biodiversitätsförderflächen angestrebt. Für einen Gesamtbetriebsbetrag müssen neben den grundlegenden Bedingungen folgende gesamtbetrieblichen Anforderungen erfüllt werden:

  • Vertragsflächen des GBV umfassen mindestens 7 Prozent der massgeblichen LN
  • Strukturelemente des GBV machen mindestens 1 Prozent der massgeblichen LN aus
  • GBV schliesst mindestens 3 Kleinstrukturen ein

Einzelflächenvertrag (EV)

In Einzelflächenverträgen werden Flächen in naturschutzbiologisch sehr wertvollen Biotopen aufgenommen, mit dem Ziel, diese zu erhalten. Sehr wertvolle Biotope sind hauptsächlich Naturschutzgebiete von kantonaler Bedeutung. EV werden mit Landwirtinnen und Landwirten abgeschlossen, die keine betriebliche Optimierung der Biodiversitätsförderfläche anstreben. Für diesen Vertragstyp steht nur eine eingeschränkte Auswahl von Objekttypen zur Verfügung.

Pflegevertrag (PV)

Pflegeverträge werden mit Bewirtschaftenden abgeschlossen, die gemäss Direktzahlungsverordnung DZV (SR 910.13) nicht beitragsberechtigt sind, aber naturschutzbiologisch sehr wertvolle Flächen bewirtschaften. Bei diesem Vertragstyp stehen nur die qualitativ hochwertigsten Objekttypen zur Auswahl. Es gelten eigene Beitragsansätze. Gesamtbetriebliche Anforderungen werden keine gestellt.

Biodiversitätsförderflächen ohne Bewirtschaftungsvertrag

Die Deklaration von Biodiversitätsförderflächen der Qualitätsstufe I und II ist im Rahmen der Betriebststrukturdatenerhebung mittels Attestbescheinigung auch ohne Labiola-Bewirtschaftungsvertrag möglich. Für Vernetzungsbeiträge hingegen ist ein Bewirtschaftungsvertrag im Labiola-Teilbereich Biodiversität Voraussetzung.