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Kantonale Vergleiche

Im folgenden interkantonalen Vergleich werden die Ausgaben und Erträge des Kantons Aargau mit denjenigen anderer Kantone verglichen. Die zur Verfügung stehenden Daten stammen von der Eidgenössischen Finanzverwaltung. Die aktuellsten Daten beziehen sich auf das Jahr 2018.

Pro-Kopf-Aufwände 2018 im interkantonalen Vergleich

Aufwände 2018 pro Kopf der Kantone und ihrer Gemeinden Bild vergrössern
Aufwände 2018 pro Kopf der Kantone und ihrer Gemeinden (Stand: 8. September 2020, EFV). © Kanton Aargau

Der Pro-Kopf-Aufwände des Kantons Aargau und seiner Gemeinden sind im interkantonalen Vergleich seit Jahren relativ tief. Im Jahr 2018 betrugen sie 10'959 Franken pro Einwohnerin bzw. pro Einwohner (2017: 10'503), während das Schweizer Mittel bei 14'963 Franken lag und sich die Aufwände des Kantons Basel-Stadt beinahe auf das Zweieinhalbfache des Kantons Aargau beliefen.

Pro-Kopf-Erträge 2018 im interkantonalen Vergleich

Erträge 2018 pro Kopf je Kanton und seine Gemeinden Bild vergrössern
Erträge 2018 pro Kopf je Kanton und seine Gemeinden (Stand: 8. September. 2020, EFV). © Kanton Aargau

Die Pro-Kopf-Erträge des Kantons Aargau und seiner Gemeinden – die Gesamteinnahmen abzüglich der Investitionseinnahmen pro Kopf – sind im interkantonalen Vergleich ebenfalls tief. So betrugen sie 2018 11'460 Franken (2017: 10'742), während der Schweizer Durchschnitt bei 15'360 Franken lag. Mit 27'088 Franken erreichte der Kanton Basel-Stadt 2018 die höchsten Pro-Kopf-Erträge.

Pro-Kopf-Fiskalerträge 2018 im interkantonalen Vergleich

Fiskalerträge 2018 pro Kopf je Kanton und seine Gemeinden Bild vergrössern
Fiskalerträge 2018 pro Kopf je Kanton und seine Gemeinden (Stand: 8. September. 2020, EFV). © Kanton Aargau

Der Kanton Aargau und seine Gemeinden verfügen im interkantonalen Vergleich auch über tiefe Pro- Kopf-Fiskalerträge bzw. -Steuereinnahmen. Sie verzeichneten im Jahr 2018 pro Kopf 6'426 Franken an Steuereinnahmen. Der Schweizer Durchschnitt lag bei 9'120 Franken, während der Kanton Genf und seine Gemeinden im Vergleich dazu mit 17'658 Franken fast doppelt so viel, der Kanton Uri und seine Gemeinden mit 4'730 Franken rund halb so viel einnahmen.

Fiskalerträge natürliche und juristische Personen im interkantonalen Vergleich

Die folgenden zwei Grafiken bilden die Fiskalerträge von natürlichen und juristischen Personen pro Einwohnerin und Einwohner ab. Der Kanton Aargau verfügt im Vergleich zu den übrigen Kantonen sowohl bei den natürlichen als auch bei den juristischen Personen über unterdurchschnittliche Pro-Kopf-Erträge.

Direkte Steuern natürliche Personen 2018 pro Kopf je Kanton und seine Gemeinden Bild vergrössern
Direkte Steuern natürliche Personen 2018 pro Kopf je Kanton und seine Gemeinden (Stand: 8. September. 2020, EFV). © Kanton Aargau

Im Jahr 2018 nahmen der Kanton Aargau und seine Gemeinden pro Einwohnerin und Einwohner 5'142 Franken direkte Steuern natürlicher Personen ein. Der Durchschnitt aller Kantone lag bei 6'593 Franken. Mit 11'176 Franken pro Kopf nahmen der Kanton Genf und seine Gemeinden am meisten direkte Steuern natürlicher Personen ein.

Direkte Steuern juristische Personen 2018 pro Kopf je Kanton und seine Gemeinden Bild vergrössern
Direkte Steuern juristische Personen 2018 pro Kopf je Kanton und seine Gemeinden (Stand: 8. September. 2020, EFV). © Kanton Aargau

Pro Kopf der Bevölkerung resultierten im Kanton Aargau im Jahr 2018 851 Franken direkte Steuern von juristischen Personen. Im Vergleich zum Durchschnitt der Schweiz, der bei 1'503 Franken liegt, sind dies 652 Franken weniger. An der Spitze stand der Kanton Genf mit Pro-Kopf-Einnahmen von 4'790 Franken.

Nationaler Finanzausgleich: Entwicklung Ressourcenindex

Ressourcenindex des Kantons Aargau in Indexpunkten 2008–2021 Bild vergrössern
Ressourcenindex des Kantons Aargau in Indexpunkten 2008–2021. © Kanton Aargau

Mit dem Nationalen Finanzausgleich sollen die Unterschiede in der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kantone gemildert werden. Kernelemente des Finanzausgleichs sind der Ressourcen- und der Lastenausgleich. Als finanzschwacher Kanton erhält der Aargau vom Bund und den finanzstarken Kantonen Beiträge aus dem Ressourcenausgleich. Hingegen ist er beim Lastenausgleich nicht beitragsberechtigt, weil er in den massgebenden Bereichen keine Sonderlasten aufweist.

Nach Einführung des nationalen Finanzausgleichs (NFA) im Jahr 2008 sank die Ressourcenstärke des Kantons Aargau zunächst, stieg in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts aber bis auf 89,2 Indexpunkte an. Seither geht die relative Ressourcenstärke wieder zurück. Im Jahr 2021 wird der Index bei 81,3 Punkten liegen, womit der Kanton Aargau im Kantonsvergleich an 16. Stelle stehen wird.

Nationaler Finanzausgleich: Vergleich Ressourcenindex Jahr 2021

Vergleich Ressourcenindex aller Kantone im Jahr 2021 Bild vergrössern
Vergleich Ressourcenindex aller Kantone im Jahr 2021. © Kanton Aargau

Die Ausgleichszahlungen des Ressourcenausgleichs belaufen sich mit einem Ressourcenindex von 81,3 Prozentpunkten auf rund 500 Millionen Franken.

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