Ausnahme-Bewilligung für Rodungen beantragen

Rodungen sind verboten. Wer Wald roden will, benötigt dazu eine Bewilligung.

Voraussetzungen

  • wichtige Gründe, die das Interesse an der Walderhaltung überwiegen (finanzielle Interessen gelten nicht als wichtige Gründe)
  • Standortgebundenheit des Vorhabens
  • keine überwiegenden, entgegenstehenden Interessen
  • raumplanerische Voraussetzungen sind gegeben
  • für die gerodete Fläche ist Rodungsersatz zu leisten
  • vollständiges Rodungsgesuch
  • schriftliches Einverständnis der durch Rodung oder Rodungsersatz betroffenen Grundeigentümer/-innen
  • öffentliche Auflage und Publikation im kantonalen Amtsblatt und lokalen Publikationsorgan

Ablauf

Über Rodungsgesuche wird koordiniert mit einem Leitverfahren entschieden. Das Leitverfahren kann ein Baubewilligungsverfahren, ein Nutzungsplanungsverfahren, ein Plangenehmigungsverfahren, ein kantonales Strassen- oder Gewässerbauverfahren oder ein anderes Verfahren sein. Gesuchseinreichung, öffentliche Auflage und Publikation erfolgen ebenfalls koordiniert. Wir empfehlen, bereits vor Gesuchseinreichung mit der Sektion Walderhaltung der Abteilung Wald oder mit dem zuständigen Kreisforstamt (PDF, 2 Seiten, 443 KB) Kontakt aufzunehmen.

Benötigte Unterlagen

  • 1 Exemplar Rodungsformular vollständig ausgefüllt und unterzeichnet
  • 5 Exemplare Landeskartenausschnitt 1:25'000 zur groben Lokalisierung von Rodung und Rodungsersatz
  • 5 Exemplare Rodungs- und Rodungsersatzpläne (bitte Erläuterungen beachten)
  • schriftliches Einverständnis der durch Rodung oder Rodungsersatz betroffenen Grundeigentümer/-innen
  • evt. weitere Unterlagen (Begründung, Berichte, Variantenstudium, Besprechungsnotizen, …)

Erläuterungen Rodungsgesuch (PDF, 2 Seiten, 23 KB)

Fristen & Termine

Rodungsgeschäfte sind in der Regel komplexe Vorhaben. Wir empfehlen, bereits vor Gesuchseinreichung mit der Sektion Walderhaltung der Abteilung Wald oder mit dem zuständigen Kreisforstamt (PDF, 2 Seiten, 443 KB) Kontakt aufzunehmen.

Kosten

Für die Behandlung eines Rodungsgesuchs wird eine Gebühr zwischen 150 und 5'000 Franken erhoben. Diese wird nach dem Aufwand bemessen und beträgt in der Regel 1 Franken pro Quadratmeter anbegehrter Rodungsfläche.

Entsteht durch eine Rodungsbewilligung ein erheblicher Vorteil, hat die Empfängerin oder der Empfänger der Rodungsbewilligung dem Kanton eine Ausgleichsabgabe von maximal 60 Prozent des Mehrwertes zu entrichten.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Erläuterungen Rodungsgesuch (PDF, 2 Seiten, 23 KB)

Das Rodungsgesuch können Sie auf der Seite des Bundes http://www.bafu.admin.ch/rodungen (öffnet in einem neuen Fenster) als PDF oder als Word-Datei herunterladen.

Rechtliche Grundlagen