Naturnaher Waldbau

Der Naturnahe Waldbau orientiert sich an den natürlichen Grundlagen wie Böden, Klima und Waldgesellschaften und nutzt natürliche Abläufe wie Naturverjüngung und Selbstdifferenzierung. Je weniger in natürliche Prozesse eingegriffen wird, desto tiefer sind Aufwand und Risiken, um bestimmte waldbauliche Ziele zu erreichen. Der unberührte Waldboden ist die Produktionsgrundlage, welche es zu erhalten gilt. Plantagen, Pestizide und Gentechnik sind nicht erlaubt.

Symbolbild eines Waldes
Nutzung natürlicher Abläufe: Die vitalsten Bäume gewinnen den Konkurrenzkampf, haben eine gute Qualität dank hoher Bestandesdichte, und die Stammzahlen nehmen ab - alles ohne Eingriffe. (© Kanton Aargau)

Der Aargau setzt verbindliche Mindestanforderungen

Der Aargau hat die Umsetzung des naturnahen Waldbaus definiert und in wichtigen Bereichen verbindliche Mindestanforderungen gesetzt, welche die Forstbetriebe erfüllen müssen. Beispielsweise sind je nach Waldstandort minimale Laubholzanteile erforderlich und ein minimaler Totholzanteil von 10 Kubikmeter pro Hektare zugunsten der Artenvielfalt gilt auf der ganzen Waldfläche.

Umsetzung des naturnahen Waldbaus (PDF, 8 Seiten, 187 KB)