Altholzinseln

Altholzinseln bilden die Vernetzungstrittsteine zwischen den grossen Naturwaldreservaten. Auf diesen mindestens zwei Hektaren grossen Flächen sollen die Bäume ihr wirtschaftlich optimales Alter überschreiten und wirklich alt werden dürfen.

Viele alt- und totholzbewohnende Tiere sind wenig mobil. Isolierte Naturwaldreservate wären daher als Lebensräume für sie ungenügend. Tierpopulationen brauchen eine Möglichkeit zum Austausch untereinander. Die Altholzinseln sollen die Vernetzung zwischen den grösseren Naturwaldreservaten gewährleisten. Je näher die nächstgelegene Nutzungsverzichtsfläche liegt, desto höher ist die Chance, dass sich die Tierarten ausbreiten und auch neue Lebensräume besiedeln können.

Blick in eine Altholzinsel mit liegendem Buchenstamm
Liegende Baumstämme bereichern das Lebensraumangebot für Pilze, Insekten und Amphibien in einer Altholzinsel. (© Kanton Aargau)

Den Altholzinseln liegen dieselben Nutzungsverzichtsverträge zugrunde wie den Naturwaldreservaten. Der Unterschied liegt allein in der geringeren Flächengrösse. Können nahe beieinander liegende Altholzinseln durch neue Vertragsabschlüsse zu einer Nutzungsverzichtsfläche über zwanzig Hektaren arrondiert werden, entsteht ein neues Naturwaldreservat.