Waldinventar

Die Waldfläche im Aargau ist seit Jahrzehnten konstant. Natürliche Laub- und Mischwälder dominieren das Waldbild. Die Zusammensetzung der Baumarten ist vielfältig und insgesamt naturnah, der Laubholzanteil ist zunehmend.

Erste Aargauer Waldinventur

Das Deckblatt des Berichts "Waldinventar Aargau" Bild vergrössern
Der Bericht "Waldinventar Aargau" (© Kanton Aargau)

Parallel zum 3. Landesforstinventar wurden 2005 im Kanton Aargau zusätzliche Probeflächen aufgenommen, um aussagekräftige Daten zu Zustand und Entwicklung des Aargauer Waldes zu bekommen. Die Resultate sind im folgenden Bericht zusammengefasst:

Die Printausgabe des Berichts kann bei der Abteilung Wald bezogen werden.

Zweite Aargauer Waldinventur

Der Regierungsrat hat im Oktober 2015 einen Verpflichtungskredit für die Durchführung der zweiten Aargauer Waldinventur genehmigt.

Nach der Erstaufnahme von 2005 kann im 2016 eine Folgeinventur realisiert werden, welche aktuelle Daten über den Zustand des Waldes liefert und erstmals die im Wald ablaufenden Entwicklungen dokumentiert. Die Inventurdaten werden als Grundlage für die Ziel-, Vollzugs- und Wirkungskontrolle der Aargauer Waldpolitik benötigt und stehen im Rahmen der forstlichen Betriebsplanung den Waldeigentümerinnen und -eigentümern zur Verfügung.

Die Feldaufnahmen werden im Verlaufe des Jahres 2016 erfolgen. Nach Abschluss der Inventur und Auswertung der Rohdaten werden die Resultate Ende 2017 zur Verfügung stehen. Die wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse werden 2018 in einem Bericht publiziert.

Aktuelle Trends aus dem Landesforstinventar 4 (LFI 4)

Seit 2009 laufen die kontinuierlichen Erhebungen zum vierten Schweizerischen Landesforstinventar (2009–2017). Die auf einem Netz von 1.4 km Maschenweite erhobenen Daten erlauben, grobe Trends zum Zustand sowie zu den im Aargauer Wald ablaufenden Entwicklungen zu erkennen. Die Resultate sind allerdings mit grossen Unsicherheiten behaftet und für regionale Aussagen nicht verwendbar.

Die Waldfläche ist im Aargau seit der ersten Aufnahme des Landesforstinventars 1985 konstant bei rund 49'000 Hektaren geblieben. Dies im Gegensatz zur Waldfläche der Schweiz, die vor allem imAlpenraum, im Jura und auf der Alpensüdseite markant zunahm.

Der Laubholzanteil hat seit 2005 weiter zugenommen und liegt nun bei 58% des Holzvorrates. Die Holznutzug der letzten Jahre liegt über dem jährlichen Zuwachs von rund 516'000 m3. Die Menge an totem Holz – ein wichtiges Lebensraumelement für Käfer, Pilze und Vögel – ist konstant geblieben (15 m3 / ha).

Die zweite Aargauer Waldinventur wird erlauben, die Trends gemäss LFI 4 auf regionaler Stufe zu differenzieren und zusätzliche Erkenntnisse für die kantonale Waldpolitik zu gewinnen.