Waldinventur

Die Waldfläche im Aargau ist seit Jahrzehnten konstant. Natürliche Laub- und Mischwälder dominieren das Waldbild. Die Zusammensetzung der Baumarten ist vielfältig und insgesamt naturnah.

Zweite Aargauer Waldinventur (2016)

Dank den Ergebnissen der zweiten Aargauer Waldinventur (AWI2) sind verlässliche Aussagen zum Zustand und zur Entwicklung des Aargauer Waldes möglich. Die Ergebnisse sind im Bericht "Zustand und Entwicklung des Aargauer Waldes – Ergebnisse der 2. Aargauer Waldinventur 2016" aufbereitet.

Zustand des Aargauer Waldes 2016

Der Wald nimmt im Aargau eine Fläche von rund 49'000 Hektaren oder 35 Prozent der Kantonsfläche ein. Er gehört zu rund 80 Prozent öffentlichen Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern. Insgesamt stehen rund 16,2 Millionen Bäume im Aargauer Wald. Dies entspricht rund 15,7 Millionen Kubikmeter Holz oder 314'000 Bahnwagen mit einer Gesamtlänge von 6'250 Kilometer (Luftlinie Aarau–New York). Die Buche ist die häufigste Aargauer Baumart (107 Kubikmeter pro Hektare), gefolgt von der Fichte (85 Kubikmeter pro Hektare). Der bewirtschaftete Wald ist weitgehend ausgeglichen aufgebaut. Der Privatwald zeichnet sich gegenüber dem öffentlichen Wald durch einen grösseren Laubholzanteil sowie höhere Holzvorräte aus. Im Aargauer Wald ist das für die Artenvielfalt wichtige Totholz im Umfang von 16 Kubikmeter pro Hektare vorhanden. In den vertraglich gesicherten Naturwaldreservaten und Altholzinseln liegt das Totholzvolumen dreimal höher.

Entwicklung des Aargauer Waldes seit 2005

Dank der zweiten Inventur kann erstmals die Entwicklung des Aargauer Waldes aufgezeigt werden. Der durchschnittliche Holzvorrat im Aargauer Wald hat sich seit 2005 nicht stark verändert und liegt bei 332 Kubikmeter Holz pro Hektare. Im Aargauer Wald wachsen jährlich 522'000 Kubikmeter Holz nach, was pro Sekunde einem Holzwürfel mit der Kantenlänge von 25 Zentimeter entspricht. Umgerechnet auf eine Hektare beträgt der jährliche Holzzuwachs 11,5 Kubikmeter. Damit wächst in etwa die gleiche Holzmenge zu, wie genutzt wird beziehungsweise auf natürlichem Weg abstirbt. Bei der Waldverjüngung ist ein deutlicher Trend zur Naturverjüngung feststellbar.