Terrainveränderungen

Bauschutt und Aushub
Bauschutt und Aushub ist für Terrainveränderungen ungeeignet! (© Kanton Aargau)

Um die Bewirtschaftbarkeit des Bodens zu verbessern, werden in der Landwirtschaft feuchte Mulden und steile Böschungen aufgefüllt. Bei bäuerlichen Bauvorhaben wie Stallbauten oder Güllengruben fällt Bodenaushub und Aushubmaterial an, das verwertet oder entsorgt werden muss. Die Entsorgung ist oft mit Kosten verbunden, weshalb andere Verwertungsmöglichkeiten gesucht werden. Auch Bauunternehmer nützen die Landwirtschaft als Abnehmerin von "Abfällen".

Wird der Boden aus seiner natürlichen Lagerung gerissen, wird er in seiner Struktur gestört. Bei Terrainveränderungen wird fremdes Material eingebracht, das oft weder im richtigen Horizont eingebaut wird, noch übereinstimmende Eigenschaften mit dem ursprünglichen Boden besitzt. Die Folgen sind Verdichtungen, Vernässungen, Steine und Verschmutzungen mit Schadstoffen oder Fremdmaterialien.

Die Abteilung für Umwelt hat eine Erfolgskontrolle auf rund sechzig Terrainveränderungen durchführen lassen. Die Resultate bestätigen leider die Annahmen: Nur auf wenigen Flächen konnte die landwirtschaftliche Nutzungseignung verbessert werden. In begründeten Fällen und bei einer bodenkundlich korrekten Arbeitsausführung können Terrainveränderungen die Bewirtschaftung einer Fläche tatsächlich verbessern. Bewährt hat sich dafür der Einsatz einer bodenkundlichen Baubegleitung.

Rechtliche Grundlagen

Ab 100 m² oder 80 cm Höhendifferenz muss für eine Geländeveränderung gemäss der Bauverordnung (SAR 713.121) (öffnet in einem neuen Fenster), §49.i), ein Baugesuch eingereicht werden. Für Vorhaben ausserhalb der Bauzone muss das Gesuch durch die kantonalen Fachstellen geprüft werden. Auskünfte über die einzureichenden Unterlagen erhalten Sie bei der Abteilung für Umwelt oder im Merkblatt der Abteilung für Baubewilligungen (öffnet in einem neuen Fenster) über "Umgebungsgestaltungen und Terrainveränderungen (öffnet in einem neuen Fenster)".