Leitungsbauten

Kleinkalibrige Leitungen

Bodenschonendes Einpflügen einer Leitung Bild vergrössern
Bodenschonendes Einpflügen einer Leitung (© Kanton Aargau)

Im Unterschied zu grosskalibrigen Leitungen können Leitungen mit einem Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern eingepflügt oder eingefräst werden. Mit Bauverfahren, die nur minimale Eingriffe in den Boden verursachen, kann dem Bodenschutz am besten Rechnung getragen werden. Bei unsachgemässem Vorgehen kann viel zerstört werden, so dass es Jahrzehnte dauert, bis sich der Boden wieder regeneriert hat.

Wie solche Leitungsbauten bodenschonend ausgeführt werden, können sie dem folgenden Merkblatt aus dem Kapitel 3.15 des Ordners Siedlungsentwässerung (öffnet in einem neuen Fenster) der Abteilung für Umwelt entnehmen:

Merkblatt für den bodenschonenden Bau (PDF, PDF, 5 Seiten, 471 KB)

Grosskalibrgie Leitungen

Für die Verlegung einer Gasleitung sind grosse Bodeneingriffe notwendig.
Verlegung einer Gasleitung (© Kanton Aargau)

In den letzten Jahren wurden im Aargau mehrere Gasleitungen mit einem Durchmesser von circa 100 Zentimetern gebaut. Bereits beim Bau der Leitung Wallbach-Däniken kamen die Richtlinien zum Schutze des Bodens bei unterirdisch verlegten Rohrleitungen (Bodenschutzrichtlinien) (PDF, 27 Seiten, 1.90 MB) (öffnet in einem neuen Fenster) zum Zuge. Probleme wie Verdichtung auf Transportpisten, Vermischung der Horizonte im Grabenbereich und andere Strukturstörungen treten nicht nur beim Gasleitungsbau auf, sondern auch beim Bau grosskalibriger Abwasserleitungen, von Fangkanälen, Wasserreservoiren und so weiter.

Bei der Verlegung von Leitungen im klassischen Grabenbauverfahren muss der Boden getrennt nach Horizonten (Oberboden, Unterboden und Ausgangsgestein) ausgehoben, zwischengelagert und wieder eingebaut werden. Der Eingriff ist so gering wie möglich zu halten und es darf nur im Grabenbereich abhumusiert werden.