Grundwasser

Als Grundlage zur Planung von Bauten und Nutzungen stehen die Grundwasserkarte, die Gewässerschutzkarte und erhobene Daten an bestehenden Fassungen zur Verfügung.

Grundwasserkarte

Ausschnitt aus der Grundwasserkarte
Grundwasserkarte (© Kanton Aargau)

Die Grundwasserkarte dient als wichtige Grundlage für Fragen der Grundwassernutzung und des Grundwasserschutzes. Sie beinhaltet die Ausdehnung der Grundwassergebiete, die nutzbare Grundwassermächtigkeit, die Grundwasseroberfläche bei mittlerem Wasserstand (Isohypsen) und die Fliessrichtung des Grundwassers.

Grundwasserkarte (öffnet in einem neuen Fenster)

Gewässerschutzkarte

Ausschnitt aus der Gewässerschutzkarte
Gewässerschutzkarte (© Kanton Aargau)

Die Gewässerschutzkarte ist das planerische Instrument für den praktischen Vollzug des Grundwasserschutzes. Dargestellt sind die Gewässerschutzbereiche sowie die Grundwasserschutzzonen und -areale. Die Gewässerschutzkarte zeigt, in welchem Gewässerschutzbereich sich eine Parzelle befindet (zum Beispiel Au = nutzbare unterirdische Gewässer; üB = übriger Bereich).

Gewässerschutzkarte (öffnet in einem neuen Fenster)

Grundwasserdaten

Ausschnitt aus den Grundwasserdaten Bild vergrössern
Verschiedene Angaben zum Grundwasser finden sich in den Grundwasserdaten (© Kanton Aargau)

Auf der interaktiven Karte können an zahlreichen Messstellen Informationen zur Grundwasserfasssung, zum Grundwasserstand und zur Grundwasseranalyse abgerufen werden.

Grundwasserdaten (öffnet in einem neuen Fenster)

Datenerhebung und Bearbeitung der Grundwasserdaten:
Departement Bau, Verkehr und Umwelt,
Abteilung für Umwelt,
Sektion Grundwasser, Boden und Geologie,
in Zusammenarbeit mit den Brunnenmeistern.

Grundwasser-Schutzzonen

Schutzzonenreglemente von Grund- und Quellwasserfassungen müssen alle 15 Jahre überarbeitet werden. Für die Überarbeitung ist der Gemeinderat zuständig. Die Abteilung für Umwelt prüft und genehmigt das Reglement. Es stehen zwei Musterreglemente und Vorlagen für die Erstellung des Gefahrenkatasters zur Verfügung.

Kantonaler Nutzungsplan "Schutz der Thermalquellen Bad-Schinznach"

Der Entwurf des kantonalen Nutzungsplans für den Schutz der Thermalquellen Bad Schinznach wurde vom 16. April bis 15. Mai 2018 bei den Gemeindeverwaltungen Schinznach-Bad, Bözberg, Brugg, Habsburg, Hausen, Holderbank, Lupfig, Schinznach, Veltheim, Villnachern und Zeihen öffentlich publiziert. Das Verfahren richtet sich nach §10, Abs. 5 des Gesetzes über Raumentwicklung und Bauwesen (Baugesetz, BauG) vom 19. Januar 1993. Die Unterlagen sind nachfolgend als PDF verfügbar:

Die Thermalquellen von Schinznach-Bad gehören zu den Heilwässern im Kanton Aargau, die in der Kantonsverfassung einen Schutzstatus geniessen. Um einen nachhaltigen Schutz der Thermalquellen zu gewährleisten, wurde deren Einzugsgebiet bemessen und in Abhängigkeit des Risikos in drei Schutzbereiche unterteilt. Im Gegensatz zu konventionellen Grundwasser-Schutzzonen besteht in den Thermenschutzbereichen kein generelles Bauverbot. Bohrungen und Tiefbauten sind jedoch nur unter Einhaltung von Sicherheitsvorschriften möglich, in Abhängigkeit der Lage der Thermalwasser-führenden Gesteinsschicht von der Oberfläche.

Die Schutzbereiche sind in Thermalschutzzone 1 (TS1), TS2a, TS2b, TS3 sowie den Thermalwasserzuströmbereich (TZ) unterteilt. Dabei umfasst die TS1 die höchsten Schutzziele. TS2a fokussiert den Schutz auf die Schotter-Grundwässer. Im TS2b liegt der sensible Bereich in den tektonischen Strukturen (Überschiebungen und Brüche). Die TS3 schützt im Wesentlichen den tieferen Bereich um die Thermalwasserfassung. Der Thermalwasserzuströmbereich beschreibt den vermuteten Zuströmbereich der Thermalquellenfassung, beinhaltet aber keine explizit ausgeschiedenen Schutzmassnahmen – es gelten die vorhandenen Gesetzgebungen (Gesetz über die Nutzung des tieferen Untergrundes und die Gewinnung von Bodenschätzen (GNB) sowie das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz: GSchG)).