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Schiesslärm

Im Kanton Aargau ist die Lärmsanierung der 300-Meter-Schiessanlagen abgeschlossen. Die Gemeinden sind für den Vollzug des Schiesslärms zuständig. Das Kompetenzzentrum Lärm der Abteilung für Umwelt berät Gemeinden und Private bei weiterführenden Fragen.

Eine Person liegt in einem Schiesstand und hält ein Gewehr im Anschlag.
Schiessen verursacht Lärm (© Kanton Aargau)

Seit der grossen Sanierungsrunde im Jahre 2000, in der im Kanton Aargau Schiessanlagen stillgelegt, saniert und teilweise zusammengelegt wurden, hat die Belastung durch den zivilen Schiesslärm stark abgenommen.

Was ist Schiesslärm?

Schiesslärm setzt sich aus drei verschiedenen Lärmarten zusammen, dem Mündungsknall, dem Geschossknall und den Geräuschen, die beim Aufprall des Projektils entstehen. Die Lärmereignisse sind impulsartig und weisen einen hohen Schalldruck auf.

  • Mündungsknall: Der Mündungsknall entsteht durch Dekompression des im Gewehrlauf befindlichen Gasdrucks unmittelbar nach der Schussabgabe, wenn das Projektil die Waffe verlässt. Der Mündungsknall breitet sich ab der Front des Schützenhauses in alle Richtungen aus.
  • Geschossknall: Das Geschoss erreicht auf seiner Flugbahn höhere Geschwindigkeiten als der Schall. Dadurch wird der Überschallknall erzeugt, dieser wird Geschossknall genannt. Da der Geschossknall erst entsteht, wenn das Projektil die Überschallgeschwindigkeit erreicht, befindet sich der Bereich des Geschossknalls mehrere Meter vom Schützenhaus Richtung Ziel entfernt.
  • Aufprall: Auch beim Aufprall des Projektils auf der Zielscheibe entsteht Lärm, dieser ist aber gegenüber den anderen beiden Lärmarten vernachlässigbar.
Auf dem Foto ist ein Schiesstand zu sehen, an dem Schallschutzblenden angebracht wurden. Diese verhindern, dass sich der Lärm seitlich weniger stark ausbreitet. Bild vergrössern
Schiessstand mit Schallschutzblenden zwischen den Lagern (© Kanton Aargau)

Die Abteilung für Umwelt hat Anfangs 2018 mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt die zivilen 300-Meter-Schiessanlagen mittels Schiesslärmmodell der EMPA (sonARMS) modelliert. Nach aktuellem Stand der Auswertung besteht bezüglich Lärmschutz kein unmittelbarer Handlungsbedarf mehr.

Die erstellten Lärmkarten sind insbesondere für raumplanerische Fragen von grossem Nutzen. Sie vereinfachen die Beurteilung von Schiesslärm bei Neueinzonungen, bei der Erschliessungsplanung und bei der Beurteilung von Neubauprojekten. Die Modellierungen können effektiv für die Umsetzung allfälliger weiterer baulicher beziehungsweise betrieblicher Massnahmen herangezogen werden.

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