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Baugrund und Seismische Baugrundklassen

Für die Errichtung eines Bauwerks ist die Erkundung des Baugrunds von essenzieller Bedeutung. Je nach Tragfähigkeit des Untergrunds kann das Fundament des Bauwerks angepasst werden. Unterschiedliche Tragfähigkeiten des Untergrunds können beispielsweise zu ungleichmässigen Setzungen oder Rissen im Gebäude führen.

Auf dem Bild ist ein schiefstehendes Haus zu sehen.
Schiefes Haus von Beinwil am See. (© Kanton Aargau)

Wichtiger Bestandteil einer Baugrunduntersuchung ist ausserdem die Ermittlung der Grundwasserverhältnisse. Eine Baugrube sollte angemessen gesichert sein und der Einfluss des Grundwassers auf die bodenmechanischen Parameter sowie das Bauwerk sollte untersucht werden. Solche Aufgaben werden von geologischen und geotechnischen Büros übernommen.

Seismische Baugrundklassen

Die Baugrundklassen dienen als Arbeitshilfe für die Anwendung der Tragwerksnormen. Die Karte richtet sich in erster Linie an Fachleute wie Bauingenieure, Architekten oder Geologen.

Kartenausschnitt
Ausschnitt aus der Karte der seismischen Baugrundklassen (© Kanton Aargau)

Die Karte zeigt die Zonen der nach der Baunorm SIA 261, Ausgabe 2003, spezifizierten Baugrundklassen. Die Beschreibung der seismischen Baugrundklassen wurde in der Norm SIA 261, Ausgabe 2014, angepasst. Diese Anpassungen sind in der vorhandenen Karte noch nicht berücksichtigt.

Dank den aktuellen Schweizer Baunormen können die Tragwerke von Gebäuden nach modernen Erdbebenvorschriften bemessen und projektiert werden. Damit wird bei Neubauten hohe Sicherheit mit einem geringen Mehraufwand gewährleistet. Bei bestehenden Bauten ist der Aufwand grösser. Die Erdbebensicherheit wird hier meist im Zusammenhang mit geplanten Renovationen geprüft.

Bei der Karte handelt es sich um eine Hinweiskarte. Das heisst, sie hat keine rechtliche Verbindlichkeit. Sie gibt einen groben Überblick, welche Gebiete im Falle eines Erdbebens einen eher günstigen beziehungsweise eher ungünstigen Untergrund aufweisen.

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