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Archiv Siegerprojekte

2018: Aus dem Projektpool hat die Jury zwei Projekte zur Umsetzung vorgeschlagen.

"Ansiedlung von Flussseeschwalben auf gewässernahen Flachdächern im Kanton Aargau"

Das Projekt des Ökobüros Orniplan aus Zürich verfolgt das Ziel, die Flussseeschwalbe in der Schweiz wieder anzusiedeln. Die Flussseeschwalbe ist in der Schweiz auf künstliche Nisthilfen, insbesondere Brutplattformen- und flösse sowie künstlich aufgeschüttete Kiesinseln, angewiesen. Geeignete Standorte für wasserseitige Installationen sind fast überall schwierig zu finden und nur mit grossem Aufwand zu unterhalten. Es soll deshalb ein Inventar aller potenziell als Brutstandort der Flussseeschwalbe geeigneter Flachdächer im Kanton Aargau erstellt und auf einigen der am besten geeigneten Flachdächern Ansiedlungsversuche mit sozialer Attraktion durchgeführt werden. Die dabei gemachten Erfahrungen sollen helfen, das Potenzial von Siedlungsrändern im Hinblick auf die Förderung der bedrohten Flussseeschwalbe (Einrichten eines Netzwerks von Brutstandorten) sowie in Hinsicht auf den Erlebniswert (Sensibilisierung der Bevölkerung) zu beurteilen und gegebenenfalls eine Ausweitung der Massnahmen zu planen.

"BiM Biodiversität im Mehler Feld"

Karte Aufwertungsgebiet Möhlinerfeld Bild vergrössern
© Natur- und Vogelschutz Möhlin

Dieses Projekt wurde vom Verein für Natur- und Vogelschutz aus Möhlin eingereicht. Das Möhliner Feld (lokal Melher Feld genannt) ist im Aargauischen Fricktal eine der grösseren Flächen mit noch wenig überbautem, offenem Kulturland. Auf den fruchtbaren Lössböden wird intensiv Landwirtschaft betrieben, schwerpunktmässig Ackerbau. Im Projekt BiM soll mit einem breiten Fächer von Massnahmen die Aufwertung der Landschaft und die Förderung der Artenvielfalt gestärkt werden. Fünf Schirmarten, wie Feldlerche, Steinkauz, Kreuzkröte, Wildbienen und seltene Ackerflora auf Löss, stehen stellvertretend für verschiedene Lebensräume und Strukturen in der Feldflur. Mit den Schirmarten sollen die Landwirte vor Ort motiviert werden, verschiedene Fördermassnahmen umzusetzen, die sich gegenseitig ergänzen und sich möglicherweise kumulieren.

2017: Aus dem Projektpool hat die Jury zwei Projekte zur Umsetzung vorgeschlagen:

"Quellendokumentation Aargau – Gemeinsam auf den Spuren naturnaher Quellen"

Das Projekt der Gewässerschutzorganisation Aqua Viva aus Schaffhausen und dem Atelier für Umweltfragen (UNA AG) aus Bern verfolgt das Ziel, ein Inventar aller nicht gefassten Quellen im Kanton Aargau zu erstellen. Naturnahe, ungefasste Quellen sind einzigartige Lebensräume, deren Bedeutung viel zu wenig bekannt ist. Bei der Inventarisierung sollen deshalb Schulklassen eingebunden werden, um schon früh das Bewusstsein und Wissen über diese vielfältigen Lebensräume zu fördern. "Die Erfassung durch Kinder und die Ausarbeitung eines entsprechenden Umweltpädagogik-Moduls ist beispielhaft. Diese neuartige Herangehensweise zur Umweltsensibilisierung hat die Jury überzeugt", erklärt Dr. Norbert Kräuchi, Leiter der Abteilung Landschaft und Gewässer des BVU und Jurymitglied.

"Nisthilfen im Siedlungsraum – eine Feuerwehrübung"

Dieses Projekt wurde vom Verein Naturwerk aus Windisch eingereicht und durchgeführt. Es ist im Bereich Natur im Siedlungsraum angesiedelt und steht ganz im Zeichen der Förderung von gebäudebrütenden Vogelarten. Dank der Nutzung von Synergien aus Feuerwehrcorps und lokalen Naturschutzvereinen sollen als Teil einer öffentlichen Feuerwehrübung Nisthilfen für Segler und Mehlschwalben an Gebäuden angebracht werden. Dem immer knapper werdenden Lebensraum für diese Arten wird dadurch entgegengetreten und die Feuerwehr bestärkt ihr Ansehen in der Öffentlichkeit Dank dem Engagement für den Naturschutz.
Leitfaden - Feuerwehrübungen für Vögel (PDF, 4.8 MB)

2016: Aus dem Projektpool hat die Jury zwei Projekte zur Umsetzung vorgeschlagen:

"Eine Idee, viele Nutzer"

Das Projekt "Eine Idee, viele Nutzer" hat die landschaftliche und ökologische Aufwertung von zwei Seitentälern der Gemeinde Gränichen für unterschiedliche Interessensgruppen zum Ziel. Der vorhandene hohe Naturwert der Landschaft soll durch Anpflanzungen von Hecken, Reduktion des Wegenetzes, Verkehrsberuhigung und die Schaffung von Wildtierkorridoren gesteigert werden. Die Projektinitiative geht von der Gemeinde sowie der Landschaftskommission Gränichen aus.

"Parklabor"

Parklabor Bild vergrössern
© kampagnenforum

Das "ParkLabor" ist ein Park, der gemeinsam mit der Bevölkerung entsteht und sich laufend an deren Bedürfnisse anpasst, eine Mischung aus ThinkTank, Praxisprojekten, Gärten, Kultur und Begegnungsort. Die Grünfläche soll Lebensqualität, Naherholung, Naturerlebnisse und Gemeinschaftssinn als positive Antwort auf die zunehmende Entfremdung der Menschen von der Natur und den Verlust an Biodiversität bieten. Ziel ist es, auf einer freien Fläche einen naturnahen Park zu gestalten und dafür die Zusammenarbeit und die Partizipation mit der ansässigen Bevölkerung (Menschen und Organisationen) zu suchen. Innovativ ist der Umgang mit ungenutzten Flächen im Baugebiet. Es soll ein Vorzeigeprojekt zur Nachahmung unter Berücksichtigung der Kombination von Kultur und Natur entstehen.

Die Projektinitiative geht von denen Organisation FachFrauen Umwelt sowie Kampagnenforum aus.

2015: Aus dem Projektpool hat die Jury vier Projekte zur Umsetzung vorgeschlagen:

"Wiesellandschaft Aargau" – Vernetzung von Tieren und Menschen

Übersichtskarte der Wieselförderprojekte im Kanton Aargau Bild vergrössern
@ WIN Wieselnetz

Wiesel und Hermelin können sich auf neue Lebensraumqualität im Seetal, Fricktal und Studenland Bachsertal freuen: Das Projekt "Wiesellandschaft Aargau" verbessert mit neuen Struktur- und Vernetzungselementen der typischen Landschaft nicht nur die Lebensbedingungen dieser Kleinsäuger, sonder stärkt auch den Landschaftscharakter.

WIN Wieselnetz (öffnet in einem neuen Fenster)

"Stein und Wein"

Natureinsatz zur Aufwertung von Rebbaugebieten Bild vergrössern
@ Jurapark Aargau

Das Projekt "Stein und Wein Jurapark" kombiniert die beiden Projektideen "Kompetenzzentrum für freiwillige Arbeitseinsätze" und "Stein und Wein". Ziel ist die Verbindung einer höheren Landschaftsqualität in Rebbaugebieten mit dem Aufbau einer selbsttragenden Koordinationsstelle für praktische Arbeitseinsätze im Jurapark. Firmen, Schulen oder weitere Freiwillige beteiligen sich künftig beim Wiederaufbau von Trockenmauern und weiteren wertvollen Strukturelementen für wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten und tragen somit aktiv zur Erhaltung und Aufwertung dieser attraktiven Kulturlandschaft bei.

Projekt Stein und Wein (öffnet in einem neuen Fenster)

"Kornelkirschen statt Bananen" – Naschhecken im Kanton Aargau

Naschhecke Bild vergrössern
@ Victor Condrau

Liebe geht durch den Magen - das Projekt "Kornelkirschen statt Bananen" macht mit neu angelegten Naschhecken Lust auf kulinarische Entdeckungen von Früchten einheimischer Wildsträucher. Es soll Gemeinden, Schulen oder Privatpersonen auf den Geschmack bringen, Sträucher mit essbaren Früchten vermehrt auch in Umgebungspflanzungen, im Garten oder an Siedlungsrändern einzusetzen. Ein Arboretum dieser einheimischen Wildsträucher sichert die Erhaltung der Vielfalt und von fast vergessenen Arten – wie beispielsweise der Mispel.

"Schweigen im Walde" – Theater Tuchlaube

Der Schwerpunkt der Carte blanche 2014 "Natur und Kultur" führte zur direkten Zusammenarbeit zwischen dem Theater Tuchlaube und der Abteilung Landschaft und Gewässer: Die Vernetzungsplattform 2015 des Ideen- und Projektpools zum Austausch und zur Entwicklung neuer Projektideen fand am Mittwoch, 25. März 2015, im Vorfeld der Aufführung "Schweigen im Walde" der Theatergruppe CapriCollection statt. Das Theaterstück setzte die Arbeiten des Basler Biologen Adolf Portmann poetisch in Szene. Das Thema Naturerfahrung wurde an der Vernetzungsplattform, in der öffentlichen Theateraufführung und in der anschliessenden Podiumsdiskussion von verschiedenen Seiten beleuchtet und diskutiert.

2014: Aus dem Projektpool hat die Jury zwei Projekte zur Umsetzung vorgeschlagen:

"Aufwertung von Dorfeinfahrten"

Gestaltung von Dorfeinfahrten Bild vergrössern
© Felix Naef

Dieses Projekt umfasst die Aufwertung von Dorf- und Siedlungseinfahrten im Unteren Bünztal mit landschaftstypischen Elementen. Dabei werden Eichen, Linden oder Hochstammobstbäume gepflanzt. Dieses nehmen Geschichte und kulturelle Prägung des Ortes auf. Zusammenwachsende Dörfer sollen wieder einen eigenen Charakter erhalten. Speziell überzeugt hat dieses Projekt durch seinen partizipativen Ansatz. Die Zusammenarbeit von Gemeinden einer ganzen Region wird gefördert aber auch die Bevölkerung soll sich aktiv an dem Aufwertungsprozess beteiligen.

"Igel + Party"

Naturparty zum Austausch über naturnahes Gärtnern Bild vergrössern
© Stadtökologie Baden

Dieses Projekt hat zum Ziel in Baden ein Netzwerk von Grundeigentümerinnen und -eigentümern aufzubauen, welche ein Stück "Biodiversitätsgarten" für die Artenvielfalt anlegen möchten. Das Wissen und die Erfahrung soll an Natur- statt Tupperware-Partys ausgetauscht werden. Zusätzlich soll für Wildbienen und Kleintiere neuer Lebensraum geschaffen werden. Hinter dieser Projektidee stecken ursprünglich drei unabhängige Initianten, die sich im Rahmen des Ideen- und Projektpools für eine Zusammenarbeit gefunden haben. Mit der Umsetzung dieser Idee wird somit nicht nur ein Modellprojekt generiert, das zur Nachahmung anregt, sondern auch das Ziel der Vernetzung zwischen den Mitwirkenden erreicht.

Projekt Igel + Party (öffnet in einem neuen Fenster)