Navigation

Sprunglinks

Aue Wasserschloss

Im Auengebiet Wasserschloss (163 ha) nimmt die Aare das Wasser von Reuss und Limmat auf und weitet sich zur grosszügigen Flusslandschaft. Im Wasserschloss lässt sich das auentypische faszinierende Spiel von Wasser und Land, von Licht und Schatten erleben. Das Gebiet ist besonders reich an Laichplätzen: ein Dorado für Frösche.

Der renaturierte Limmatspitz mit neuem Seitenarm Bild vergrössern
Der renaturierte Limmatspitz mit neuem Seitenarm (© Oekovision GmbH, Widen)

Auf kurzer Strecke fliesst im Wasserschloss bei Brugg das Wasser aus 40% der Gesamtfläche der Schweiz zusammen. Die drei Flüsse Aare, Reuss und Limmat bringen im Durchschnitt 555 m3 Wasser pro Sekunde, bei Hochwasser kann die Menge bis viermal grösser werden. Bereits 1989 schützte die Aargauer Regierung diese einmalige Landschaft mit dem Wasserschlossdekret. Seither sind mit dem Renaturierungsprogramm des Auenschutzparks eine ganze Reihe von Aufwertungen erfolgt. Die Ausweitung des Stränglis im Geissenschachen (1994), darf sich sogar rühmen, die erste Renaturierungsmassnahme des Auenschutzparks überhaupt zu sein.

Markante Renaturierungsprojekte im Wasserschloss:

Im Mattenschachen Windisch wurde vom Ackerbau auf extensive Landwirtschaft gewechselt. Bild vergrössern
Im Mattenschachen Windisch wurde vom Ackerbau auf extensive Landwirtschaft gewechselt (© Oekovision GmbH, Widen)
  • Strängli im Geissenschachen aufgeweitet (300 m)
  • Ehemaliger Seitenarm der Aare im Auschachen wiederhergestellt (900 m)
  • Renaturierung des Limmatspitz (5 ha)
  • Neue Laichgewässer für den Laubfrosch (1,5 ha)
  • Altholzinsel im Windischer Schachen (12,5 ha)

Ein Dorado für den Laubfrosch und andere Amphibien

Im Laubfroschbiotop im Brugger Auschachen lebt die einzige Population dieser Amphibienart entlang der Aare von Biel bis zur Rheinmündung Bild vergrössern
Im Laubfroschbiotop im Brugger Auschachen (© Oekovision GmbH, Widen)

Im Auschachen bei Brugg lebt die letzte Laubfroschpopulation zwischen Bielersee und Rheinmündung. In den 90er-Jahren schrumpfte sie dramatisch. Mit Aufwertungsmassnahmen wie Neuschaffung von Tümpeln und Auslichtung der Vegetation gelang die Trendwende: Heute zählt man pro Jahr wieder um die 70 bis 100 Rufer (Laubfroschmännchen). Zu hören sind sie jeweils von April bis Juni. Ein weiteres bedeutendes Laichgewässer sind die Fröschegräben im Windischer Schachen. Die temporär wasserführenden Gräben befinden sich mitten im Wald und bieten einen idealen Lebensraum für Molche und Kröten.

Nach Oben