Bauen auf Altlasten und belasteten Standorten

Bauen auf belasteten Standorten ist meist problemlos möglich! 95 Prozent der belasteten Standorte sind nicht sanierungsbedürftig, d.h. bei Bauvorhaben sind meist keine Sanierungsmassnahmen notwendig. Einzig das projektbedingt anfallende, verunreinigte Aushub- und Abbruchmaterial muss fachgerecht entsorgt werden.

Bagger beim Aushub
Aushub von verunreinigtem Untergrundmaterial (© Kanton Aargau)

Planende und Bauherrschaft bestimmen daher zu einem grossen Teil selber, wie gross die zu entsorgende Aushubmenge und die entsprechenden Entsorgungskosten sein werden.

Eine frühzeitige Abklärung der Belastungssituation und der Einbezug der Bau- und Altlastenbehörden (Gemeinde und Kanton) sind bereits in der Planungsphase sinnvoll. Wenn Mengen, Art und räumliche Verteilung der Schadstoffe bekannt sind, können durch Projektanpassungen Kosten eingespart werden (beispielsweise durch Verzicht auf Untergeschosse in stark belasteten Bereichen).

In der Regel ist der Beizug eines Altlasten-Fachbüros zweckmäßig. Das Fachbüro kann Ihnen helfen, das Baugesuch in Bezug auf die Altlastenproblematik vorzubereiten und zu optimieren.

Problembereiche

Beim Bauen auf belasteten Standorten treten die folgenden drei Problembereiche auf:

  • Die fach- und umweltgerechte Entsorgung von projektbedingt anfallenden, belasteten Abbruch- und Aushubmaterialien muss sichergestellt werden. Mehr dazu finden Sie in den Merkblättern und Checklisten unter "Mehr zum Thema".
  • Bautechnische Massnahmen bei statischen Problemen oder Gasentwicklung auf ehemaligen Deponien (Ablagerungsstandorten) können nötig sein.
  • Ist ein Standort aufgrund einer Umweltgefährdung sanierungsbedürftig, ist gleichzeitig zum Bauprojekt eine Sanierung durchzuführen (betrifft nur ca. 5 % der belasteten Standorte). Die Sanierungsbedürftigkeit würde im Rahmen einer Voruntersuchung festgestellt.

Anhand von Fallbeispielen erhalten Sie Einblick in gängige Fälle aus der Praxis. Die Beispiele lassen sich zwar nicht eins zu eins auf Ihren konkreten Fall anwenden, geben Ihnen aber gewisse Anhaltspunkte für ein mögliches Vorgehen.