Ressourcentrialog

Der Ressourcentrialog ist ein breit abgestützter Dialog über Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze in der Abfallentsorgung und der Ressourcenwirtschaft 2030. Elf Akteure aus Politik, Behörden, Wirtschaft und Gesellschaft haben sich in elf Leitsätzen auf die künftige und nachhaltige Ausrichtung der Schweizer Abfall- und Ressourcenwirtschaft geeinigt.

Die Abfall- und Ressourcenwirtschaft der Schweiz steht in einem Veränderungsprozess. Zunehmend liegt der Fokus auf der stofflichen und energetischen Nutzung des Abfalls als wertvolle Ressource. Damit dieser Wandel gelingt, haben der Kanton Aargau, das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und der Wirtschaftsdachverband economiesuisse auf Initiative von Swiss Recycling und dem Verband der Betreiber der Schweizer Abfallverwertungsanlagen (VBSA) im Jahr 2014 gemeinsam den Ressourcen Trialog lanciert.

Die 2017 veröffentlichten Leitsätze sind richtungsweisend für die aktuellen und künftigen Herausforderungen der Schweizer Abfall- und Ressourcenwirtschaft. Die Ziele: Energie- und Materialeinsatz zur Herstellung von Produkten und Dienstleistungen minimieren, Produktelebensdauer optimieren und Abfälle wo immer möglich vermeiden. Unvermeidbare Abfälle werden noch konsequenter in den Stoffkreislauf zurückgeführt oder nachhaltig verwertet.

Der Begriff "Trialog" steht für eine moderne, strukturierte, fachlich fundierte und zielorientierte Auseinandersetzung zu einem gesellschaftlich bedeutenden Thema. Entstanden ist er auf Initiative des Kantons Aargau im Rahmen der gemeinsamen Suche nach einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Energiepolitik durch Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, getragen vom Verein Energie Trialog Schweiz (öffnet in einem neuen Fenster) in den Jahren 2007 bis 2014.