Navigation

Sprunglinks

Gebietsentwicklung "ESP Sisslerfeld"

Im Gebiet des Entwicklungsschwerpunkts (ESP) Sisslerfeld besteht die Chance, ein wertschöpfungsintensives Arbeitsgebiet von überkantonaler Bedeutung zu realisieren. Damit dies gelingt, planen die Gemeinden Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein, der Regionalplanungsverband Fricktal Regio und der Kanton Aargau basierend auf der Absichtserklärung vom Dezember 2018 gemeinsam und grenzübergreifend die künftige Entwicklung des Gebiets. Ziel ist, die Baureife und Marktfähigkeit künftiger Baufelder im Sisslerfeld herzustellen.

Aktuell wird das Sisslerfeld vielfältig genutzt. So finden sich auf dem Gebiet Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft, Freizeit­einrichtungen und Verkehrs­infrastrukturen. Dazu gehören auch attraktive Natur- und Landschafts­elemente. Das Video zeigt anhand von Satelliten- und Drohnen­aufnahmen die Lage der fünf umliegenden Gemeinden (inkl. Bad Säckingen) und der unterschiedlichen Nutzungsarten.

Um dieses Video anzusehen, benötigen Sie die neueste Version des Flash-Player und aktiviertes JavaScript in Ihrem Browser.

Wichtige Leitlinien für die langfristig angelegte Gebietsentwicklung sind:

  • Das Sisslerfeld wird im Dialog mit den verschiedenen Anspruchsgruppen entwickelt.
  • Die Entwicklung schafft einen Mehrwert für die ansässigen und neuen Unternehmen, Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, Gemeinden, Region und Kanton.
  • Das Sisslerfeld wird schrittweise, zukunftsgerecht, etappiert und mit Augenmass entwickelt.
Schematische Darstellung der Lage des Sisslerfelds und der umliegenden Gemeinden.

Was bisher geschah

Im Frühling 2019 wurde eine Projektorganisation gebildet. Darin sind die betroffenen Gemeinden, der Regionalplanungsverband Fricktal Regio, der Kanton sowie die Stadt Bad Säckingen und der Regionalverband Hochrhein-Bodensee vertreten. Die gemeinsame Gebietsentwicklung soll Planungs-, Investitions- und Rechtssicherheit schaffen.

In einem ersten Schritt haben vier Planungsteams eine Testplanung durchgeführt. In dieser wird aufgezeigt, wie das Gebiet Bau- und Marktreife erreichen und gleichzeitig nachhaltig entwickelt werden kann.

Für die Aufgabenstellung der Testplanung wurden nicht nur fachliche Aspekte, sondern ebenso die Anliegen der Grundeigentümerinnen und Grundegentümer sowie der Bevölkerung in den Gemeinden einbezogen. Die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer brachten im Frühling/Sommer 2019 ihre Anliegen und Absichten ein. Die breite Öffentlichkeit aus An­wohnenden und Beschäftigten im Gebiet wurde am 19. Juni 2019 durch ein öffentliches Forum in die Planung eingebunden. Bis Ende 2019 wurden durch verschiedene Veranstaltungen, Partizipationsmöglichkeiten und fachliche Arbeiten sechs Leitsätze zum Sisslerfeld als Leitplanken für die Gebietsentwicklung definiert.

Die sechs Leitsätze Sisslerfeld

  1. Zukunftsort
    Die gesamtheitliche Entwicklung schafft die Voraussetzung dafür, dass der Begriff Sisslerfeld zu einer Marke für ein nachhaltiges Arbeitsplatzgebiet werden kann.
  2. Kontext
    Das Sisslerfeld soll ein Gebiet sein, das sich gesellschaftlich, wirtschaftlich, ortsbaulich und landschaftlich mit den Gemeinden und der Region verträgt und diese ergänzt.
  3. Vielfalt
    Im Sisslerfeld lassen sich moderne Industrien ansiedeln, aber auch bestehende und neue KMU erhalten eine Zukunft. Hinzu kommen Naherholungsmöglichkeiten und Wohnungen.
  4. Siedlungsqualität
    Im Sisslerfeld entsteht eine optimierte und hochwertige Arbeitslandschaft, die ihr gesellschaftliches und natürliches Umfeld respektiert.
  5. Mobilität
    Die Mobilität im Sisslerfeld wird zukunftsweisend abgewickelt – mit kurzen Wegen und Anpassungsmöglichkeiten an neue Fortbewegungsmittel. Das Sisslerfeld soll keine geschlossene Welt sein, sondern durchlässig und mit seiner Umgebung verwoben.
  6. Offenheit
    Das Sisslerfeld soll keine geschlossene Welt sein, sondern durchlässig und mit seiner Umgebung verwoben.

Testplanung zur Gebietsentwicklung

Die Aufgabe der Testplanung lautete, ein nachhaltiges Zukunftsbild des Sisslerfelds für den Zeithorizont 2040 zu erarbeiten. Vier interdisziplinäre Teams loteten zwischen Januar und September 2020 unter anderem aus, welche Mobilitätsbedürfnisse bei einer vollen baulichen Nutzung entstehen und wie diese umwelt- und siedlungsverträglich abgewickelt werden können. Die Teams zeigten auf, welche Branchen und Angebote zu einem insgesamt attraktiven, breit abgestützten Arbeitsplatzgebiet beitragen können. Sie erarbeiteten Empfehlungen, wie eine Ansiedlung von Unternehmen mit hoher Wertschöpfung pro Fläche und einer hohe Arbeitsplatzdichte gelingen kann.

Im Anschluss an die Schlusspräsentation der Teams im September 2020 startete die Synthesephase. In dieser werden die Vorschläge der Teams durch ein Fachteam bewertet und zu Stossrichtungen für die weitere Gebietsentwicklung verdichtet. Im Juli 2021 wird diese fachliche Synthese durch die Genehmigung des fachlichen Beurteilungsgremiums formell abgeschlossen sein. Im Hinblick auf die Verabschiedung der Synthese erscheint die Ausgabe 2 der "Perspektive Sisslerfeld". Sie informiert über die zentralen Erkenntnisse aus der Testplanung, die nächsten Schritte der Gebietsentwicklung sowie über die geplanten Formate der Bevölkerungsbeteiligung.

Aktuell

Auf dieser Website halten wir Sie über die nächsten Schritte und die aktuellen Erkenntnisse auf dem Laufenden.

  • Der Einbezug von Politik, Eigentümerinnen und Eigentümern und Bevölkerung findet ab Sommer 2021 statt.
  • Die Erkenntnisse aus der Testplanung werden aktuell in einem Synthesebericht mit Stossrichtungen für die Gebietsentwicklung konsolidiert.
  • Die Teams der Testplanung haben im September 2020 ihre Ergebnisse präsentiert.
  • Die Testplanung ist im Januar 2020 gestartet.
    Testplanungsprogramm (PDF, 45 Seiten, 5.2 MB)

Mehr zum Thema

Gebietsentwicklung "ESP Sisslerfeld"

Weitere Informationen zu Testplanungen