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Agglomerationsprogramme Verkehr und Siedlung

Die Erarbeitung der Agglomerationsprogramme wird breit abgestützt. Sie basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Kanton, den in den Agglomerationen tätigen Regionalplanungsverbänden und den Agglomerationsgemeinden.

Die Agglomerationsprogramme werden vom Kanton aufgegleist und geführt. Erarbeitet werden sie mit den Gemeinden und Regionalplanungsverbänden. Die Umsetzung erfolgt in den Regionen und Gemeinden.

Der Kanton Aargau ist an der Erarbeitung eines eigenständigen und dreier grenzüberschreitender Agglomerationsprogramme Verkehr und Siedlung beteiligt:

Detaillierte Übersicht der Agglomerationsprogramme im Kanton Aargau, Karte (PDF, 1 Seite, 305 KB)

Agglomerationsprogramme 4. Generation

Die Erarbeitung der Agglomerationsprogramme 4. Generation hat im 2. Quartal 2019 begonnen. Am 15. Juni 2021 müssen sie spätestens beim Bund eingereicht sein. Nach Prüfung durch den Bund und Abschluss des parlamentarischen Verfahrens ist die Umsetzung der Projekte im Zeitraum 2024 bis 2028 vorgesehen.

Agglomerationsprogramme 3. Generation

Die Agglomerationsprogramme der dritten Generation (Finanzierungsperiode 2020–2023) wurden per 31. Dezember 2016 beim Bund eingereicht. Im Herbst 2019 folgte der Bundesbeschluss zur Freigabe der Mittel. Anschliessend wurden die Leistungsvereinbarungen allseitig unterschrieben, so dass die Umsetzung der Projekte beginnen kann. Das Ziel der dritten Generation ist die Konsolidierung der ersten und zweiten Generation.

Agglomerationsprogramme 2. Generation

Die Agglomerationsprogramme der zweiten Generation (Finanzierungsperiode 2015–2018) wurden per Ende Juni 2012 beim Bund eingereicht und im Februar 2014 folgte der Bundesbeschluss. Die Leistungsvereinbarungen sind allseitig unterschrieben. Die Umsetzung der Projekte hat begonnen.

Agglomerationsprogramme 1. Generation

Die Agglomerationsprogramme der ersten Generation (Finanzierungsperiode 2011–2014) wurden per Ende 2007 beim Bund eingereicht. Eine Vielzahl der mit Beschluss des Bundesparlaments unterstützten Projekten zur Verbesserung der Infrastruktur des Agglomerationsverkehrs sind bereits fertig umgesetzt oder aktuell in der Umsetzung.

Ziele der Agglomerationsprogramme

Die ganzheitliche Betrachtung von Verkehr, Siedlungsentwicklung und Umweltauswirkungen sowie deren Koordination untereinander im Agglomerationsprogramm bezweckt eine nachhaltige Entwicklung. Nach den Vorstellungen des Bundes werden im Rahmen einer nachhaltigen Gesamtsicht folgende Ziele verfolgt:

  • Sicherstellen, dass der Verkehr ganzheitlich betrachtet wird und dass die einzelnen Verkehrsträger aufeinander abgestimmt und miteinander verknüpft werden
  • Sicherstellen einer mit der Siedlungsentwicklung koordinierten Mobilität
  • Verbessern der Siedlungsqualität, Lenken der Siedlungsentwicklung nach innen sowie Strukturierung und Begrenzen der räumlichen Ausdehnung der Siedlungsgebiete
  • Fördern der Standortattraktivität für die Wirtschaft
  • Reduzieren der Umweltbelastungen (zum Beispiel Luft- und Lärmbelastungen) und des Energieverbrauchs
  • Verbessern der Zugänglichkeit des Verkehrssystems für Menschen, die einen erschwerten Zugang haben
  • Stärken der Agglomeration in einem partizipativen und partnerschaftlichen Prozess

Glossar

Agglomerationsprogramm

Planungsinstrument zur langfristigen Abstimmung von Verkehrs- und Siedlungsentwicklung in städtisch geprägten Gebieten. Es wird gemeinsam von Gemeinden, Regionalplanungen und Kanton erarbeitet und beim Bund zur Prüfung eingereicht.

Bundesbeitrag

Der Bund kann Massnahmen aus dem Infrastrukturbereich mit 30 bis 50 Prozent mitfinanzieren.

Zukunftsbild

Karte, welche die Agglomeration hinsichtlich Verkehrs- und Siedlungsentwicklung im Jahr 2040 darstellt.

Generation

Circa alle 4 Jahre kann eine Agglomeration ein Agglomerationsprogramm beim Bund einreichen. 2010 wurde das erste Programm und somit die 1. Generation beim Bund eingereicht. Im 2021 wird bereits das vierte Agglomerationsprogramm und somit die 4. Generation eingereicht.

A-Massnahme

Konkrete Massnahme, die beim Bund zur Mitfinanzierung beantragt wird.
A-Massnahmen der 4. Generation werden 2024–2028 realisiert.

B-Massnahme

Massnahme, die noch in Planung ist. Diese wird weiter bearbeitet, um in der nächsten Generation der Agglomerationsprogramme als A-Massnahme eingereicht zu werden.

C-Massnahme

Grössere Vorhaben, die noch nicht räumlich abgestimmt sind. Sie dienen dazu anzuzeigen, in welche Richtung die Massnahmen in Zukunft gehen.