Siedlungsentwicklung und Freiraum

In den städtischen Räumen entlang den Entwicklungsachsen muss das Naherholungs- und Freizeitpotenzial besser ausgeschöpft werden. Leute wohnen gerne in der Nähe von Zentren, Freiräumen und naturnahen Naherholungsgebieten. Die Identität der Siedlungen und die Vielfältigkeit der Landschaften müssen dabei erhalten bleiben. Ein Ziel ist es, neben den Freiräumen in den Siedlungen auch die grüne Lunge insbesondere entlang der Flussräume in den dichten, urbanen Siedlungsräumen zu sichern und zu vernetzen sowie gleichzeitig den Freizeitverkehr mit verbesserten Naherholungsmöglichkeiten zu reduzieren.

Natur und vielfältige (Kultur-)Landschaften sind Ausgleichsräume zu den intensiv genutzten Räumen im Siedlungsgebiet und in der Landschaft. Ihre Bedeutung steigt weiter, wenn der Trend zur Verstädterung im Aargau anhält. Neue Standorte von Bauten und Anlagen ausserhalb des Baugebiets sind so abzustimmen, dass sie sich optimal in die Landschaft einfügen und deren Nutzungs- und Schutzfunktionen beachten. Der Natur- und Landschaftsschutz muss eine seiner Wichtigkeit entsprechende Anerkennung gewinnen. Wertvolle Landschaftsräume mit hohem Natur- und Naherholungspotenzial werden gesichert und aufgewertet; die Vernetzung der Lebensräume für Tiere und Pflanzen wird gefördert. In diesem Zusammenhang ist die vermehrte Verbindung von Naturerhalt und Naturerlebnis zu fördern: Um die Akzeptanz des Artenschutzes langfristig zu sichern und um der zunehmenden Naturentfremdung entgegenzuwirken, müssen Räume geschaffen werden, in denen der Mensch mit seinen Bedürfnissen nach Naturerleben und Freizeit in der Natur im Mittelpunkt steht. Damit eine vielfältige Natur erlebbar bleibt, braucht diese daneben Ruhe- und Regenerationsräume.