Siedlungsentwicklung und Freiraum

Bei der hochwertigen Siedlungsentwicklung nach innen ist das Bereitstellen von attraktiven öffentlichen Begegnungs- und Erholungsräumen ein entscheidender Faktor, um die geforderte Qualität umzusetzen. Studien zeigen, Menschen wohnen gerne in der Nähe von Zentren, Freiräumen und naturnahen Naherholungsgebieten.

Die öffentlichen und halböffentlichen Freiräume spielen im Alltag der Bevölkerung eine wichtige Rolle. Täglich werden sie genutzt: Die Dreiradfahrt auf der Quartierstrasse, die Mittagspause im Schatten eines Parkbaums, der Fussmarsch zur Schule oder zum Dorfladen, das Feierabendbier auf dem Dorfplatz, die Sandburg auf dem Spielplatz. Attraktive Freiräume werden nachweislich besser genutzt, was den Ort lebendiger macht. Mit den meisten räumlich-relevanten Planungen wird die Freiraumqualität beeinflusst. Es gilt deshalb, die bauliche Entwicklung als Chance für das Aufwerten von Freiräumen in der Gemeinde zu nutzen.

In Ergänzung zu den Freiräumen in der Siedlung leistet auch die siedlungsnahe Landschaft einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität. Insbesondere wenn sie mit dem Velo oder zu Fuss gut erreichbar ist und einen strukturreichen regionaltypischen Charakter aufweist. Wenn der Spaziergang direkt vor der eigenen Haustür gestartet werden kann, hilft dies den motorisierten Freizeitverkehr zu reduzieren. Die Agglomerationspärke gemäss kantonalem Richtplan (Kapitel L 2.1 Pärke) haben zum Ziel, die siedlungsnahen Landschaften für die Alltagserholung zu aktivieren. Dies unter Berücksichtigung der vorhandenen Landschafts- und Naturwerte sowie dem Wald und den landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Die Projektleiterin Siedlungsentwicklung und Freiraum (FSF) erarbeitet Fachgrundlagen und unterstützt die kantonalen Fachstellen, Regionalplanungsverbände und Gemeinden bei der Entwicklung und Durchführung von Projekten zur Förderung von Freiräumen in der Siedlung und siedlungsnahen Erholungsräumen.

Empfehlungen und Grundlagen

Faktenblätter und Siedlungsportraits