Ostaargauer Strassenentwicklung (OASE)

Die Bevölkerung im Ostaargau wächst im Vergleich zum Rest des Kantons überproportional und damit auch der Verkehr. Das Gesamtkonzept Ostaargauer Strassenentwicklung "OASE" schafft die Voraussetzungen, um die Mobilität von morgen bewältigen zu können.

Weichen stellen für die Mobilität von morgen

Baden/Wettingen und Brugg/Windisch leiden unter dem hohen Verkehrsaufkommen auf der Strasse und das Untere Aaretal bemängelt die schlechte Strassenanbindung an die Zentren und die Autobahn A1/A3. Das Gesamtkonzept "OASE" stellt die Weichen dafür, dass dies in Zukunft nicht so bleibt.

Aufgrund der Situations- und Verkehrsanalysen richten sich die Massnahmen in Baden eher auf den Ziel- und Quellverkehr zur Kernstadt aus, in der Region Brugg dagegen mehr auf die Entlastung vom Durchgangsverkehr. Von beidem profitiert auch das Untere Aaretal in Form einer besseren Anbindung. Die Umfahrungen in Baden und Brugg/Windisch unterstützen eine zuverlässigere Zufahrt auf die Autobahn.

"OASE" ist nicht einfach ein Strassenprojekt, sondern ein Gesamtkonzept. Anhand fundierter Prognosen zur Siedlungsentwicklung wurde analysiert, wo in der Region die Nachfrage nach Mobilität in Zukunft wie hoch ist. Dabei zeigt sich, dass insbesondere die künftig ausgebauten Kapazitäten auf der Schiene eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der höheren Nachfrage spielen. Die "OASE"-Strasseninfrastruktur-Massnahmen schaffen darüber hinaus in den Regionen Baden und Brugg notwendige Spielräume für den Fuss- und Radverkehr. Das Resultat ist nicht nur weniger Strassenverkehr in den Zentren, sondern auch mehr Sicherheit, städtebauliche Attraktivität und Lebensqualität.

Das Gesamtkonzept ist das Ergebnis eines umfangreichen Verfahrens, in dem die betroffenen Regionen aktiv partizipiert haben. Rund hundert Lösungsideen kamen zusammen und wurden punkto Machbarkeit, verkehrliche Wirkung, Nachhaltigkeit sowie Zielerfüllung beurteilt. Die ausgewählten Massnahmen versprechen auf lange Sicht den höchsten Nutzen.

Am 27. Juni 2017 hat der Grosse Rat die Richtplananpassung Ostaargauer Strassenentwicklung (OASE) auf Stufe Zwischenergebnis inklusive neues Richtplankapitel M 1.2 "Regionales Gesamtverkehrskonzept Ostaargau" beschlossen.

Botschaft an den Grossen Rat (öffnet in einem neuen Fenster)

Weiteres Vorgehen bis Richtplananpassung Festsetzung

Das Gesamtkonzept wird über alle relevanten Themenbereiche stufengerecht weiterentwickelt. Ziel ist gemeinsam die beste Strassenvariante pro Raum festzulegen und die vollständige räumliche Abstimmung des Gesamtkonzepts nachzuweisen. Dabei sind unter anderem diese OASE-Konzeptteile zu berücksichtigen: Fuss- und Radverkehr, öffentlicher Verkehr, Stadt- und Freiraum, Mobilitätsmanagement, flankierende Massnahmen, Strassenvariante. 2018 soll die interne Vernehmlassung bei den kantonalen Fachstellen stattfinden. Anschliessend startet die Behördenvernehmlassung gefolgt von der öffentlichen Anhörung/Mitwirkung zur Richtplananpassung Festsetzung im 2019.

Ist die vollständige räumliche Abstimmung nachgewiesen, soll das Dossier "Richtplananpassung Ostaargauer Strassenentwicklung (OASE), Stufe Festsetzung inklusive Richtplankapitel M 1.2 Regionales Gesamtverkehrskonzept Ostaargau, Anpassung des Kantonsstrassennetzes" dem Grossen Rat zum Beschluss vorgelegt werden.