Auf 1'150 Strassenkilometern kreiselnd unterwegs im Aargau

Blick auf einen Kreisel (Ausschnitt)
Kanton Aargau, 2013

Wer auf den Aargauer Kantonsstrassen unterwegs ist, dem fallen die Kreisel zwangsläufig auf: Mit ihren individuellen Ausprägungen tragen sie zu einer attraktiven Gestaltung des öffentlichen Raums bei. Kreisel sind deshalb mehr als reine Verkehrsinfrastrukturen.

Für die Gestaltung der Kreiselinnern sind im Aargau die Gemeinden zuständig. Ihnen ist es überlassen, was sie im Kreisel aufstellen. Spannend sind die Geschichten, wie eine Kreiselgestaltung zustande kommt. Ist es der Gemeinderat, der über die Gestaltung entscheidet? Übernimmt eine Kommission diese Aufgabe? Wie läuft dieser Prozess ab und wie wird letztlich das Objekt realisiert?

Das Buch "(K)Reise durch den Aargau" ist nach Regionen und innerhalb der Regionen alphabetisch nach Gemeinden gegliedert. Zur Einleitung gibt es einen Text vom Aargauer Schriftsteller Andreas Neeser sowie "Gedanken zur (aargauischen) Kreiselkultur" der Journalistin und Architektin Inge Beckel.

Dokumentation aller Kreisel auf dem Kantonsstrassennetz

Jeder der 149 Kreisel (Stand: Januar 2013) auf dem Kantonsstrassennetz wird mindestens mit einer Luftaufnahme – aufgenommen mit einer ferngesteuerten Drohne – sowie einer kurzen technischen und gestalterischen Beschreibung dokumentiert. Anhand ausgewählter Kreisel werden spezielle Themen aufgegriffen Dabei stellt die Auswahl keine Wertung dar, da jeder gestaltete Kreisel etwas Besonderes ist. Vielmehr ging es darum, möglichst jeden Bezirk zu berücksichtigen.

Fünf Kreisel sind ausführlich beschrieben:

  • Der kurz vor Herausgabe des Buchs soeben neu erstellte "Herzkreisel" in Fislisbach eine fotografische und textliche Entstehungsgeschichte der ganzen "Kreisel-Genesis".
  • Der Kreisel Gais in Aarau, bei dem mehrere Gestalter gemeinsam im Rahmen eines Wettbewerbs zusammenfanden, wird als Synthese aus einem Gespräch mit den damaligen Kreateuren dargestellt.
  • Der "Eulenkreisel" in Widen des international renommierten, zwischenzeitlich verstorbenen Künstlers Bruno Weber wird mit "Seitenblicken" auf sein Gesamtwerk, den Bruno Weber Skulpturenpark, geschildert.
  • Der Kreisel Kistenfabrik in Hallwil, verkehrstechnisch eine besondere Herausforderung, musste er doch Strasse und Bahn miteinander regeln, wird durch die Lupe des Kantonsingenieurs betrachtet, der in seinem Beitrag noch weitere wichtige verkehrstechnische Themata zum Kreiselbau streift.
  • Der Thommen-Kreisel in Kaiseraugst schliesslich ist ein Beispiel von Public Private Partnership, das zeigt, wie eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Gemeinwesen und Privatindustrie spannende Resultate zeugen kann, ohne den Lokalbezug, wie hier zu Historie und Industriegeschichte, zu verlieren.

Weitere 15 Kreisel werden fotografisch und im Kontext der Entstehung ausführlicher beschrieben; die übrigen Kreisel sind mit einer kurzen Illustration, technischen Angaben und einer Luftbildaufnahme aus dem kantonalen Archiv dargestellt.

Die Zahl der Kreisel ist weiter am Wachsen. So stellt dieses Buch eine Momentaufnahme dar. Es zeigt aber eine spannende und vor allem abwechslungsreiche Reise durch den Aargau.

Das Buch "(K)Reise durch den Aargau" ist erhältlich im Buchhandel.

  1. Foto des "Dino-Kreisels" in Frick
    Foto "Dino-Kreisel" in Frick
  2. Beschreibung des "Dinokreisels" in Frick
    Beschreibung des "Dino-Kreisels" in Frick
  3. Beispiel einer Inhaltsseite
    Bespiel Inhaltsseite
  4. Montage des "Herzkreisels" in Fislisbach
    Montage des "Herzkreisels" in Fislisbach
  5. Foto des "Pegasus-Kreisels" in Bremgarten
    Foto des "Pegasus-Kreisels" in Bremgarten
  6. Beschreibung des "Pegasus-Kreisels" in Bremgarten
    Beschreibung des "Pegasus-Kreisels" in Bremgarten