Bushaltestellen

Bushaltestellen sind Bestandteil der Strasse. Sie müssen verschiedenen rechtlichen und technischen Vorgaben entsprechen. Besonderes Gewicht liegt auf der Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes.

Bushaltestellen werden entweder als Busbucht ausserhalb der Fahrbahn oder als Fahrbahnhalt direkt auf der Fahrbahn angelegt. Die Anordnung von Bushaltestellen muss auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Verkehrsteilnehmenden ausgerichtet werden, ohne die Verkehrssicherheit einzuschränken. Sie sind gemäss § 80 des Baugesetzes (SAR 713.100) Bestandteile der Strasse, werden nach den gleichen Rechtsgrundlagen erstellt und wie die entsprechenden Strassen finanziert.

Bushaltestellen haben den Bestimmungen gemäss dem Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) und zugehörigen Folgeerlassen zu entsprechen. Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen sind zu beseitigen. Sie sollen den öffentlichen Verkehr grundsätzlich autonom benutzen können. Bestehende Anlagen sind bis Ende 2023 entsprechend anzupassen. Wo geradliniges Anfahren und Abfahren möglich ist, ist grundsätzlich ein niveaugleicher Einstieg zu gewährleisten und die Haltekante mit 22 cm Höhe auszuführen, in allen anderen Fällen mit 16 cm Höhe.

Die Empfehlungen Bushaltestellen sind ein Leitfaden für die Planung, Projektierung und Ausführung von Bushaltestellen an Kantons- und Gemeindestrassen. Sie basieren auf kantonalen Empfehlungen und Merkblättern zu verschiedenen Themengebieten wie Sicht, Kreisverkehrsplätze, Zweiradverkehr etc.

Die Planung und Erstellung der Buswartehäuser inklusive Möblierung liegt im Kanton Aargau in der Kompetenz der Gemeinde. Das separate Dokument "Empfehlungen zu Unterständen an Bushaltestellen" bietet eine detaillierte Arbeitshilfe für die Planung und Erstellung von Buswartehäusern.

Empfehlungen Bushaltestellen (PDF, 22 Seiten, 1.3 MB)

Rechtliche Grundlagen