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Innovationsfonds Mobilitätsmanagement

Der Kanton Aargau unterstützt Pilotprojekte, die einen innovativen Beitrag für einen effizienten und nachhaltigen Verkehrsmitteleinsatz leisten. Der neue Innovationsfonds Mobilitätsmanagement ist eine Erweiterung des bisherigen Förderangebots "Projektanträge Mobilitätsmanagement", mit welchem seit 2014 beispielsweise die Projekte PubliRide Baden, carvelo2go und Kollibri finanziell unterstützt wurden.

Der Kanton Aargau reagiert mit einem neuen Innovationsschwerpunkt auf die sich im Umbruch befindende Mobilität. Digitalisierung, automatisiertes Fahren, neue Sharing-Konzepte, multimodale Mobilitätsplattformen aber auch der zunehmende Online-Handel werden unsere Lebensweise und damit auch die künftige Mobilität grundlegend verändern. Seit 2014 besteht bei der Abteilung Verkehr (AVK) das Verfahren "Projektanträge Mobilitätsmanagement". Dieses wird aufgrund des neuen Innovationsschwerpunkts erweitert. Zusätzlich zu den bisherigen beitragsberechtigten Gesuchstellern (Transportunternehmen/A-Welle) können ab 2019 auch weitere relevante Akteure im Kanton Aargau (öffentliche Hand, Wirtschaft, Mobilitätsbranche, Forschung) vom Innovationsfonds profitieren. Der jährliche Eingabetermin für Beitragsgesuche ist jeweils der 28. Februar.

Alle wichtigen Fragen zum Innovationsfonds Mobilitätsmanagement finden Sie hier.

Wer kann ein Beitragsgesuch stellen?

Beitragsberechtigt für Finanzierungsbeiträge aus dem Innovationsfonds Mobilitätsmanagement sind die folgenden Akteure im Kanton Aargau:

  • Transportunternehmen (TU) mit Tätigkeitsbereich im Kanton AG / A-Welle

  • Gemeinden

  • Regionen / Regionalplanungsverbände

  • Innovative Unternehmen (zum Beispiel aus der Mobilitätsbranche, Energieversorgungsbranche, Wohnwirtschaft, Software-Entwicklung)

Welche Art von Projekten wird unterstützt?

  • Grundsätzlich können Projekte eingereicht werden, die einen innovativen Beitrag an die Steigerung eines effizienten und nachhaltigen Verkehrsmitteleinsatzes leisten.

  • Unterstützt werden insbesondere Pilotprojekte und Initiativen zur Umsetzung und Vermarktung von zukunftsgerichteten Mobilitätslösungen für die Zielgruppe Verkehrsteilnehmende im Kanton Aargau.

  • Projekte werden vor allem dann als wirkungsvoll eingeschätzt, wenn sie in enger Kooperation mit Körperschaften der öffentlichen Hand erfolgen und von diesen finanziell oder personell unterstützt werden.

  • Partnerschaftliche Projekte, zum Beispiel in Form von Arbeitsgemeinschaften zwischen TU oder zwischen TU, Wirtschaft und Forschung, werden als besonders wirkungsvoll beurteilt.

  • Projekte, die sich räumlich auf verkehrserzeugende Standorte [das heisst Kernstädte, Wohnschwerpunkte (WSP), Wirtschaftliche Entwicklungsschwerpunkte (ESP) von kantonaler und regionaler Bedeutung sowie Bahnhofsgebiete, Vorzugsgebiete Spitzentechnologie, Standorte für Nutzungen mit hohem Verkehrsaufkommen] beziehen, werden prioritär behandelt.

Welche Projekte haben keine Aussicht auf Beiträge?

  • Mobilitätsberatungen von Unternehmen und Gemeinden

  • Projekte wie Studien, Vorabklärungen, Businesspläne etc. ohne Umsetzungsanteil

  • Präsenz der TU mit Kernangebot öV und Minimalstandards MM an Mobilitätstagen, Gewerbeausstellungen etc.

  • Sachkosten (zum Beispiel Mobiliar etc.) und Infrastrukturbeiträge

  • Betrieb (Regelbetrieb) von etablierten Mobilitätsangeboten

Welche Mittel stehen zur Verfügung?

  • Die Projektunterstützung erfolgt, sofern ausreichende Mittel verfügbar sind. Die AVK beteiligt sich mit maximal bis zu 50 Prozent an den ausgewiesenen Gesamtkosten eines Projekts.

Welche Beurteilungskriterien kommen zum Einsatz?

  • Ziele (Innovationscharakter des Projekts im Kanton AG, Messbarkeit der Ziele, Bezug zur Gesamtverkehrsstrategie mobilitätAARGAU)

  • Wirkung (potenzielle Multiplikatorwirkung des Projekts gegenüber Verkehrsteilnehmenden, Wissenstransfer zum Zielpublikum)

  • Organisation und Ressourcen (Vorgehensweise, Projektplanung, Arbeitsteilung unter den Projektnehmern, Fachkompetenz und Erfahrung)

  • Finanzierungsbeiträge Dritter (Anteil an Gesamtprojektkosten; differenziert nach Eigenleistungen und Cash-Beiträgen; Bezeichnung, ob in Aussicht gestellt oder schon zugesichert)

Wer beurteilt die Beitragsgesuche?

  • Die Beurteilung erfolgt durch die AVK Sektion Verkehrsplanung (VP) in Abstimmung mit der AVK Sektion öffentlicher Verkehr (öV) und ist abschliessend.

  • Es besteht kein Anspruch auf Unterstützung, auch wenn die Kriterien erfüllt sind.

  • Aus einer für ein Projekt erteilten Beitragszusage der AVK Sektion Verkehrsplanung können weder durch die einreichende Stelle noch durch Dritte Folgeansprüche abgeleitet werden

Wie läuft der Prozess ab?

  • Eingabetermin jährlich auf den 28. Februar (Datum Poststempel)

  • Beurteilung durch AVK VP (in Abstimmung mit AVK öV) und ggf. Gespräche mit Gesuchstellern bis Mitte April

  • Definitive Beitragszusage ("Bestellung") bis 30. April

  • Auszahlung Beitrag gemäss Antrag, frühestens jeweils 31. Mai.
    Bei Beiträgen über 10‘000 Franken werden Teilzahlungen in Abhängigkeit der erbrachten Leistungen vereinbart.

  • Bericht zur Projektumsetzung gemäss Antrag beziehungsweise bis Ende Februar des Folgejahrs.

Welche Unterlagen müssen eingereicht werden?

  • Gesuchsteller, Bezeichnung der projektverantwortlichen Person

  • Projektbeschrieb 1 bis 6 A4-Seiten (Ziel, Zielgruppe, Inhalt, Projektorganisation inklusive genaue Bezeichnung weiterer Projektpartner etc.)

  • Projektlaufzeit, wichtigste Meilensteine, erwartete Ergebnisse

  • Gesamtkosten Projekt (ggf. unterteilt in Investitions- und Betriebskosten); beantragter Beitrag

  • Finanzierungsbeiträge Dritter (Bezeichnung der Dritten sowie deren Anteile an Gesamtprojektkosten; differenziert nach Eigenleistungen und Cash-Beiträgen; Bezeichnung, ob in Aussicht gestellt oder schon zugesichert)

  • Geplante Berichterstattung an AVK VP

Pilotprojekte

Schulhausplatz Baden – PubliRide: Plattform für Fahrgemeinschaften

Während der Neugestaltung des Schulhausplatzes in Baden stellten badenmobil und PostAuto mit PubliRide eine Plattform für Fahrgemeinschaften zur Verfügung. Fahrgemeinschaften helfen, die Verkehrsprobleme während der Bauzeit zu vermindern. Bei 100 Fahrgemeinschaften von je zwei Personen können umgerechnet 400 Meter Stau vermieden werden. Das Projekt PubliRide Baden dauerte von Juli 2015 bis Ende 2017. Es wurde vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) im Rahmen des Dienstleistungszentrums für innovative und nachhaltige Mobilität UVEK sowie von der Abteilung Verkehr des Kantons Aargau unterstützt.

Tür-zu-Tür Shuttle "Kollibri"

Seit 18. Oktober 2018 testet PostAuto im Raum Brugg zusammen mit den Partnern AMAG und SBB das einjährige Pilotprojekt "Kollibri". Der Tür-zu-Tür Shuttle erfüllt individuelle Mobilitätswünsche zu einem attraktiven Preis und bündelt ähnliche Fahrten. Fahrgäste können den Kleinbus via App bestellen und den Start- und Zielort innerhalb des Bediengebiets auswählen. Die Abfahrts- und Ankunftszeit ist bei der Buchung sichtbar, abgerechnet wird via Kreditkarte. Für den täglichen Betrieb sind neben der AMAG die beiden lokalen Taxi-Unternehmen "Brugger Taxi" und "Taxi 24" verantwortlich. Das neue Angebot "Kollibri" wird in Kooperation mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) und dem Kanton Aargau durchgeführt.

carvelo2go in Baden

Mit einem elektrischen Lastenvelo (eCargo-Bike) lässt sich von Kindern über Einkäufe bis hin zu Werkzeug alles transportieren. Dank der grossen Ladefläche und der Unterstützung durch einen Elektromotor können die Lastenvelos im urbanen Raum in vielen Fällen das Auto ersetzen. carvelo2go wurde 2015 im Rahmen der Schweizer Lastenrad-Initiative carvelo der Mobilitätsakademie des TCS und des Förderfonds Engagement Migros lanciert und an ersten Standorten in der Schweiz getestet. Seit Juni 2016 können in der Region Baden an mehreren Standorten elektrische Lastenvelos gemietet werden. Die Einführung von carvelo2go in Baden wurde durch den Kanton Aargau unterstützt. Seit 2017 können auch in Aarau an mehreren Standorten elektrische Lastenräder gemietet werden.

badenmobil, car4velo (öffnet in einem neuen Fenster)

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