Lebensraumaufwertungen für Wassertiere

Fliessgewässer gehören weltweit zu den am stärksten gefährdeten Ökosystemen. Auch in der Schweiz wurden viele von ihnen begradigt, kanalisiert, eingedolt und mit künstlichen Gewässersohlen versehen. Schwellen, Abstürze und Dämme bilden unüberwindbare Hindernisse für Wassertiere. Die Funktionsfähigkeit von Fliessgewässern ist vielerorts eingeschränkt und die Artenvielfalt dezimiert.

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Die chemische Gewässerqualität konnte in den letzen Jahren stark verbessert werden. Die naturfremde Gewässermorphologie wurde immer mehr als Problem erkannt, was sich auch im Gewässerschutzgesetz (Art. 4): "Revitalisierung von Gewässern" und im Bundesgesetz über die Fischerei (Art. 7) niedergeschlagen hat: "die Kantone sind aufgefordert, Lebensräume zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen."

Die Sektion Jagd und Fischerei führt in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen Aufwertungsprojekte durch. Der Anstoss für Aufwertungsmassnahmen kann auch von Fischereivereinen, Privatpersonen, Gemeinden oder anderen Organisationen stammen. Das Merkblatt Lebensraumaufwertungen für Wassertiere gibt die Rahmenbedingungen für einen Projektantrag vor. Das ausgefüllte Antragsformular samt Beilagen kann der Sektion Jagd und Fischerei zur Prüfung eingesendet werden. Die Konkretisierung und Ausführung des Projekts läuft dann in Zusammenarbeit mit der Sektion Jagd und Fischerei und anderen kantonalen Fachstellen. Zudem wird in diesem Rahmen die Finanzierung des Projekts geregelt.

Für besonders gefährdete Arten wie die einheimischen Flusskrebse oder den Lachs werden gezielte Verbesserungsmassnahmen im Rahmen der Artenschutzprojekte durchgeführt.

Mehr zum Thema

Projektantrag (PDF, 2 Seiten, 46 KB)

Berichte

Bericht UMWELT AARGAU: "Lebensraumaufwertungen für Fische, Krebse und Muscheln" (PDF, 4 Seiten, 813 KB)

Broschüre der Schweizerischen Fischereiberatungsstelle zur Revitalisierung von Fliessgewässern (PDF, 12 Seiten, 706 KB) (öffnet in einem neuen Fenster)