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Kanton Aargau

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Haustechnik

Aktive Energienutzung aus Umwelt und erneuerbarer Energie

Umgebungsluft ist in beliebigen Mengen vorhanden und kann problemlos als Wärmequelle genutzt werden. Die Jahresarbeitszahl einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ist abhängig von der Vorlauf- und Quellentemperatur (Luft) und beträgt 2.5 bis 3.0 (d.h. mit 1 kWh Antriebsenergie erreicht man 2.5 bis 3.0 kWh Heizenergie).

Die Arbeitszahl bezeichnet das Verhältnis zwischen erzeugter Energie in Form von Heizarbeit (kWh) und der eingesetzten elektrischen Arbeit (kWh) inklusive aller Komponenten in einem festgelegten Zeitraum (in der Regel ein Jahr: Jahresarbeitszahl).

Die im Erdreich gespeicherte Energie lässt sich auf einfache Art nutzen, sei es mit einer oder mehreren vertikalen Erdwärmesonden, die bis rund 150 m tief vorgetrieben werden. Die Bewilligung zur Nutzung von Erdwärme wird vom Kanton erteilt. Bei der Sole-Wasser-Wärmepumpe werden Arbeitszahlen von 3.0 bis 3.5 erreicht.

Bei Fragen zur Nutzungsbewilligung von Wärmepumpen wenden Sie sich bitte an die Abteilung für Umwelt.

Dank seiner im Jahresverlauf nahezu konstanten Temperatur ist Grundwasser als Wärmequelle für eine Wärmepumpen-Heizung geeignet. Aber auch Oberflächenwasser aus Seen, Flüssen, Bächen sowie Abwasser können als Energiequelle genutzt werden. Die Bewilligung zum Betrieb einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe wird vom Kanton erteilt. Bei Wasser-Wasser-Wärmepumpen werden Arbeitszahlen von 3.5 bis 4.5 erreicht.

Bei Fragen zur Nutzungsbewilligung von Wärmepumpen wenden Sie sich bitte an die Abteilung für Umwelt.

Rund 4 m² Kollektorfläche genügen, um 50–70 % des Jahresbedarfs einer 4-köpfigen Familie zu decken. Bei Nebel oder Bewölkung sorgt das Heizsystem oder ein Elektroheizstab für die zusätzlich nötige Erwärmung. Die Installation eines Sonnenkollektor-Wassererwärmers wird von spezialisierten Firmen innerhalb eines Tages durchgeführt. Im Aargau werden thermische Sonnenkollektoranlagen finanziell gefördert. Eine Kompaktanlage, fertig installiert, kostet etwa zwischen Fr. 9'000.– und 12'000.–.

Heizungssystem

Mit einer gut gedämmten Gebäudehülle kann eine kleinere Heizung installiert werden. In jedem Fall ist die Heizung möglichst knapp zu dimensionieren. Überdimensionierte Heizungen haben einen schlechten Wirkungsgrad und eine höhere Störanfälligkeit.

Die Sonne sollte für die Wassererwärmung (Sonnenkollektoren auf dem Dach) unbedingt genutzt werden. Allenfalls kann sie zusätzlich einen Beitrag zur Heizungsunterstützung leisten. Kann eine Solaranlage erst zu einem späteren Zeitpunkt angebracht werden, so sind nach Möglichkeit die notwendigen Vorinstallationen auszuführen. Sinnvoll sind insbesondere der Einbau einer Steigleitung für den Anschluss des Kollektors und die Verwendung eines Boilers mit einem Anschluss für eine Solaranlage.

Für die Nutzung von Abwärme (z. B. aus Kehrichtverbrennungsanlagen) sind Fernwärmeleitungen erforderlich. Solche Wärmenetze stehen vor allem in städtischen Gebieten zur Verfügung und sollten genutzt werden.

Holzpellets werden aus Sägereiabfällen hergestellt und enthalten keinerlei Zusatzstoffe. Eine Holzpelletheizung arbeitet vollautomatisch und benötigt kaum Unterhaltsaufwand. Es genügt, den Aschekübel ungefähr alle zwei Monate zu leeren. Die Verbrennung von Holzpellets ist CO2-neutral. Verwenden Sie nur Geräte mit dem Qualitätssiegel von Holzenergie Schweiz (www.holzenergie.ch (öffnet in einem neuen Fenster)) und geprüfte Qualitätspellets.

Waldschnitzel eignen sich vor allem für grössere Anlagen oder für eine Quartierheizung, Holzschnitzelheizungen sind CO2-neutral, weil beim Nachwachsen der Bäume gleich viel CO2 der Atmosphäre entzogen wurde wie bei der Verbrennung ausgestossen wird.


Heizöl und Erdgas sind fossile Brennstoffe, welche bei der Verbrennung das Treibhausgas CO2 erzeugen. Wird Heizöl oder Erdgas als Energieträger gewählt, so sollte ein Kondensationskessel eingebaut werden, welcher über einen besseren Wirkungsgrad verfügt.

Wärmepumpen

Wärmepumpen nutzen die Umgebungswärme, benötigen dafür aber Strom. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Differenz zwischen der Temperatur der Wärmequelle und der benötigten Heiztemperatur ist, desto weniger elektrische Energie wird benötigt. Eine Wärmepumpenheizung braucht weder einen Kamin noch einen Tank, und die Kontrolle der Feuerung ist nicht nötig (Einsparung von Raum- und Unterhaltskosten).

  • Luft / Wasser
  • Erdsonde / Wasser
  • Grundwasser / Wasser

Komfortlüftung

Moderne Bauten haben eine hohe Luftdichtigkeit. Darum ist richtiges Lüften sehr wichtig. Mit einer Komfortlüftung wird das Lüften automatisiert, womit eine hohe Luftqualität erreicht wird und Feuchtigkeitsschäden vermieden werden. Das Öffnen der Fenster ist weiterhin möglich, jedoch zur Gewährleistung einer guten Luftqualität nicht mehr nötig. Eine Komfortlüftung ist aber keine Klimaanlage mit Kühlung und Befeuchtung der Luft.

Systemzeichnung Komfortlüftung© Trägerschaft EnergieSchweizBild vergrössern

Wie funktioniert eine Komfortlüftung?

Bei der Komfortlüftung wird die Luft über einen Wärmetauscher in die Wohn- und Schlafräume geführt. Ein Wärmetauscher entnimmt der Abluft die Wärme und übergibt diese an die Zuluft. Die Abluft wird in den Nassräumen und in der Küche abgesogen. So wird die ganze Wohnung kontinuierlich durchlüftet. Weil die Luftmengen sehr gering sind, entstehen bei korrekter Ausführung keine Strömungsgeräusche, und es ist auch kein Luftzug spürbar.

Mehr zum Thema

Die Gesamtbroschüren "Neubauten mit tiefem Energieverbrauch" und "Gebäude erneuern - Energieverbrauch halbieren" können unter nachstehendem Link bezogen werden.

Broschüren

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