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Revision Lohnsystem Lehrpersonen und Schulleitungen Volksschule

Das Lohnsystem der kantonal besoldeten Lehrpersonen sowie der Schulleitenden an der Volksschule wird per 1. Januar 2022 revidiert.

Das Lohnsystem der Lehrpersonen und der Schulleitung Volksschule wird grundsätzlich revidiert. Nach dem Beschluss des Grossen Rats wird das neue Lohnsystem, das auf einer analytischen Funktionsbewertung basiert, auf den 1. Januar 2022 eingeführt.

Ausgangslage und Eckpunkte

Das aktuell eingesetzte Lohnsystem für die Lehrpersonen und Schulleitungen wurde 2005 eingeführt und 2011 revidiert. Dieses Lohnsystem weist einige Schwächen auf, wie zum Beispiel die marktferne Lohnentwicklung für junge Lehrpersonen, eine zu geringe Funktionsdifferenzierung sowie die Anbindung des Lohnverlaufs ausschliesslich an das Lebensalter. Dazu kommt, dass die aktuell eingesetzte Bewertungsmethodik ABAKABA nicht mehr weiterentwickelt wird. Ausserdem war das Lohnsystem seit der Inkraftsetzung der betreffenden gesetzlichen Grundlagen immer wieder Gegenstand von gerichtlichen Auseinandersetzungen.

Aufgrund dieser Ausgangslage hat der Regierungsrat beschlossen, das heutige Lohnsystem (Vektorenmodell) der Lehrpersonen sowie der Schulleitenden Volksschule abzulösen und durch eine Funktionsbewertungsmethodik zu ersetzen. Der Grosse Rat hat diesem Vorhaben zugestimmt. Ein modernes, für den Lehrbereich geeignetes Funktionsbewertungsinstrument wird in Zukunft die Marktfähigkeit der Löhne im Kanton Aargau sicherstellen.

Eckpunkte

Das künftige Lohnsystem basiert auf folgenden Grundlagen:

  • Die Funktionsbewertungsmethodik ermöglicht transparente und nachvollziehbare Bewertungen der Lehrpersonenfunktionen.
  • Das Lohnsystem der Lehrpersonen hält juristischen Massstäben stand und hält die Grundsätze der Gleichstellung und Gleichbehandlung ein.
  • Die Berufserfahrung wird bei der Festlegung der einzelnen Löhne berücksichtigt.

Inhalte

Die Basis für das beschlossene Lohnsystem bildet eine analytische Funktionsbewertung. Sämtliche im Lohndekret Lehrpersonen geregelten Funktionen wurden mit einer wissenschaftlich anerkannten Methodik bewertet und in die künftige Funktionsstruktur eingeordnet.

Künftiger Lohnverlauf

Der Lohnverlauf folgt im künftigen Lohnsystem nicht mehr entlang dem Lebensalter, sondern entlang von sogenannten Erfahrungsstufen. Für die Ermittlung der Erfahrungsstufe ist neu sowohl die berufliche als auch die ausserberufliche Erfahrung massgebend. Die Einreihung aller Lehrpersonen, die im Aargauer System sind, steigt jährlich um eine Erfahrungsstufe an.

Im künftigen Lohnsystem steigt die Lohnentwicklung von jüngeren Lehrpersonen und Schulleitenden relativ stark an und flacht mit zunehmenden Erfahrungsjahren ab. Das Lohnmaximum wird nach 32 Erfahrungsstufen erreicht.

Überführung in neues Lohnsystem

Alle Lehrpersonen und Schulleitenden, die bereits im Aargauer Lohnsystem sind, werden auf den 1.1.2022 nach einer einheitlichen Vorgehensweise ins neue Lohnsystem überführt. Für Mitarbeitende, welche nach der Überführung ins neue Lohnsystem einen tieferen Lohn erhalten würden, wird - sofern sie seit mindestens fünf Jahren im Kanton Aargau an der entsprechenden Schulstufe unterrichtet haben - ein Besitzstand gewährt.

Wettbewerbsfähigkeit wird deutlich verbessert

Die Löhne des aktuellen Lohnsystems sind in vielen Funktionen gegenüber den umliegenden Kantonen nicht mehr konkurrenzfähig. Mit dem neuen Lohnsystem werden insgesamt jährlich rund 63 Millionen Franken mehr für die gesamte Lohnsumme zur Verfügung stehen. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit der Löhne deutlich verbessert. Dank des steileren Anstiegs der Lohnentwicklung in den ersten Berufsjahren profitieren insbesondere die jüngeren Lehrpersonen.