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Reform Berufsfachschulen

Der Regierungsrat beschloss Ende Februar 2019 das künftige Standortkonzept Berufsfachschulen und setzt damit die Reform Berufsfachschulen um. Mit der Bildung von Kompetenzzentren sichert er langfristig die Qualität der beruflichen Grundbildung. Die Erarbeitung erfolgte in den letzten 15 Monaten unter Einbezug der Schulen, Trägerschaften, Standortgemeinden und Berufsverbände.

Seit dem Jahr 2011 wird auf politischer Ebene über eine Erneuerung der Berufsschullandschaft diskutiert. Der Regierungsrat hat die Thematik im Mai 2017 im Rahmen der Gesamtsicht Haushaltsanierung mit dem Modul "Reform Berufsfachschulen" wiederaufgenommen. Unterstützung erhielt er aus dem Grossen Rat mit der Überweisung einer Motion (öffnet in einem neuen Fenster), die eine möglichst baldige Schaffung von Kompetenzzentren bei den gewerblich-industriellen und den kaufmännischen Berufsfachschulen forderte.

Ziele

Es besteht Handlungsbedarf in Bezug auf Kompetenzzentren, Berufszuteilungen, Schulraum und Finanzen. Hintergrund ist die Entwicklung der Berufsfelder, der Lernendenzahlen, der Wirtschaft und Berufsbildung sowohl der letzten Jahre wie auch die zu erwartenden künftigen Entwicklungen.

Mit dem Reformmodul soll im Bereich der Berufsfachschulen für den Kanton eine Entlastung in der Höhe von 5 Millionen Franken realisiert werden. Konkret sollen die Bildung von Kompetenzzentren mit grösseren Abteilungen und einer besseren beruflichen Durchlässigkeit sowie der Abbau von ungenutzten Raumreserven geprüft werden. Zudem soll die Berufsbildung "fit für die Zukunft" getrimmt werden, um in Zeiten des Wandels (Digitalisierung, Industrie 4.0) robuster und flexibler zu sein. Durch die strukturellen Verbesserungen soll die Qualität der Ausbildung nachhaltig verbessert werden.

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Umsetzung

Der Regierungsrat hat die Reform Berufsfachschulen Ende Februar 2019 mit der Veröffentlichung des künftigen Standortkonzepts Berufsfachschulen in eigener Kompetenz umgesetzt. Dies war möglich, da weiterhin alle im Richtplan erfassten Standorte Berufsfachschulen unterhalten. Das neue Standortkonzept Berufsfachschulen wird auf das Schuljahr 2020/2021 umgesetzt und löst das alte Standortkonzept STABILO aus dem Jahr 2001 ab.

Eckwerte der Umsetzung

Die wichtigsten Eckwerte des neuen Standortkonzepts Berufsfachschulen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Gewerblich-Industrielle Berufe: Konzentration auf fünf Standorte entlang der Hauptverkehrsachsen

Gewerblich-Industrielle Berufe

Die aktuell sieben GI-Berufsfachschul-Standorte werden auf fünf Standorte entlang der Hauptverkehrsachsen konzentriert:

  • Zofingen
  • Aarau
  • Lenzburg
  • Brugg
  • Baden

Die GI-Standorte Rheinfelden (BZF Rheinfelden) und Wohlen (BBZ Freiamt) werden bei der Berufszuteilung nicht mehr berücksichtigt. Die Schule für Gestaltung (SfGA Aarau) bleibt vorderhand als eigenständige Schule bestehen.

Kaufmännische Berufe/Detailhandel: Zusammenführung auf vier KV-Zentren und drei Detailhandel-Standorte

Kaufmännische Berufe/Detailhandel

Kaufmännische Berufe

Die aktuell sieben KV-Berufsfachschulen werden auf vier Zentren zusammengeführt. Die neue KV-Landschaft besteht somit aus drei grossen Zentren:

  • Ost in Baden (mit Aussenstandorten Brugg und Bad Zurzach)
  • Süd in Wohlen
  • West in Aarau

sowie einem kleinen, regionalpolitisch begründeten Standort Nord in Rheinfelden.

Das KV Lenzburg Reinach und der KV-Bereich des BW Zofingen werden bei der Berufszuteilung nicht mehr berücksichtigt.

Detailhandel

Der Detailhandel verbleibt in Baden, Aarau und Rheinfelden.

Gesundheits- und Sozialberufe: BFGS neu mit zwei Aussenstandorten

Gesundheits- und Sozialberufe

Die Ausbildung der Gesundheits- und Sozialberufe erfolgt weiterhin mit dem Schwerpunkt an der BFGS in Brugg. Aufgrund der räumlichen Auslastung der BFGS Brugg sind aber – unter der Trägerschaft der BFGS – neu Aussenstandorte in Lenzburg (Fachangestellte Betreuung; im KV-Schulhaus) und Rheinfelden (Fachangestellte Gesundheit) geplant.

Landwirtschaftliche Berufe: Verbleib an der Liebegg

Landwirtschaftliche Berufe

Die Ausbildung der landwirtschaftlichen Berufe verbleibt unverändert am Landwirtschaftlichen Zentrum LIEBEGG Gränichen.

Zeitplan

WannWas
Ende Februar 2019Entscheid Standortkonzept Regierungsrat
10.08.2020Vollständige Umsetzung im Schuljahr 2020/2021
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