Neue Ressourcierung Volksschule

Die heute geltende Bereitstellung, Bewilligung und Finanzierung von Pensen für Lehrpersonen und Schulleitungen an der Volksschule soll durch eine neue, pauschalierte Ressourcierung abgelöst werden.

Beauftragt durch Regierungsrat und Parlament strebt das Departement Bildung, Kultur und Sport mit dem Projekt "Neue Ressourcierung Volksschule" an, die Ressourcenzuteilung an die Schulen zu vereinfachen, die Verwendung der Ressourcen zu flexibilisieren und damit den Gestaltungsraum der Schulen zu erhöhen. Um diese Ziele zu erreichen, wird die Einführung einer differenzierten Schülerinnen- und Schülerpauschale angestrebt. Die Einführung einer Pauschale ist eng mit der Frage verknüpft, wie gross der Gestaltungsraum der einzelnen Schulen sein soll, beziehungsweise welche kantonalen Rahmenbedingungen weiterhin gelten sollen. Damit verbunden ist auch die Frage der Chancengerechtigkeit.

Ziele

Mit dem Projekt "Neue Ressourcierung Volksschule" soll

  1. eine Vereinfachung und Vereinheitlichung der Ressourcenstruktur erreicht werden.
  2. Weiter vergrössert das Vorhaben den Handlungsspielraum beim Einsatz der Unterrichtslektionen erheblich und begünstigt, dass Unterrichtslektionen so eingesetzt werden, dass sie einen möglichst grossen pädagogischen Nutzen entwickeln.
  3. Gleichzeitig soll die Planbarkeit für den Kanton wie auch für die Schulen verbessert werden.
  4. Auch soll der administrative Aufwand auf Seiten Schulen und Kanton reduziert werden.

Inhalt / Massnahmen

Von der Pauschale zum Kontingent

Zur Zielerreichung will der Regierungsrat eine differenzierte Schülerinnen- und Schülerpauschale einführen. Die Pauschalen aller Schülerinnen und Schüler fliessen in das jährliche Ressourcenkontingent der Schule. Mit diesem erhalten die Schulen den Gestaltungsraum, um unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben und der Bildungsrechte der Schülerinnen und Schüler ein angemessenes, sachgerechtes und möglichst wirkungsvolles Schulangebot bereitstellen zu können.

Zuweisung aufgrund objektiver, statistischer Werte

Lokale Rahmenbedingungen wie beispielsweise die Schulgrösse oder der Anteil fremdsprachiger Kinder führen an Schulen zu unterschiedlichem Bedarf an Ressourcen. Dieser variable Bedarf soll in Zukunft nicht mehr jährlich individuell ausgewiesen und antragsbasiert zugeteilt, sondern standardisiert nach demselben Modell für alle Schulen berechnet werden. Aus Sicht des Regierungsrats führt dieser Systemwechsel zu einer gerechteren Zuteilung der Ressourcen.

Interview nach der Medienkonferenz

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Zeitplan

WannWas
7. Juni – 7. September 2018Freiwillige Anhörung
Frühling 2019Entscheid Regierungsrat über die flächendeckende Umsetzung
Schuljahr 2020/21Gestaffelte, flächendeckende Einführung