Sonderschulen & Behindertenbetreuung

Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die aufgrund von Behinderungen, sozialen oder familiären Notlagen besondere Betreuungsbedürfnisse haben, stehen im Kanton Aargau verschiedene Angebote zur Verfügung.

Eine Behinderung entsteht aus einer oder mehreren länger dauernden körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung, die es einer Person erschweren, am gesellschaftlichen Leben und Alltag (Arbeit, Bildung, Kultur, Freizeit, Sport usw.) teilzunehmen. Eine Beeinträchtigung kann angeboren sein, durch einen Unfall oder eine Krankheit verursacht werden. Derartige Beeinträchtigungen können besondere Betreuungsbedürfnisse erfordern.

Auch können Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene in sozialen oder familiären Notlagen sozialpädagogische Betreuung benötigen.

Im Kanton Aargau stehen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit besonderen Betreuungsbedürfnissen in bewilligten und anerkannten Einrichtungen verschiedene Angebote zur Verfügung. Die Möglichkeiten reichen von Schulung über Beschäftigung bis hin zu Betreuung in ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen.

Betreuung für Menschen mit Behinderungen

Mit der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) hat der Bund den Kantonen am 1. Januar 2008 die wichtige Aufgabe übertragen, adäquate Angebote für erwachsene Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen zu gewährleisten. Invalide Personen sollen Zugang zu einer Einrichtung beziehungsweise Institution haben, sofern die Personen dies wünschen und darauf angewiesen sind.

Nationales und internationales Übereinkommen

Im Rahmen der UNO-Behindertenrechtskonvention (öffnet in einem neuen Fenster) und dem Behindertengleichstellungsgesetz wird die Selbstbestimmung und Selbstbefähigung sowie die Teilhabe an der Gesellschaft angestrebt. Die Gesetzgebung hat zum Ziel, dass Menschen mit Behinderungen ihre Rechte im selben Masse ausüben können wie Menschen ohne Behinderungen.

Die UN-Behindertenrechtskonvention wurde im April 2014 von der Schweiz ratifiziert und ist im Mai 2014 in Kraft getreten.

Ihr Anliegen ist die Förderung der Chancengleichheit der Menschen mit Behinderungen und die Verhinderung jeder Form von Diskriminierung in der Gesellschaft.

Schweizerische EidgenossenschaftEidgenössisches Departement des Innern

Die UN-Behindertenrechtskonvention setzt den Fokus auf die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft.

Mehr zum Thema

Ombudsstelle

Für Menschen mit Behinderungen, die im Kanton Aargau ein Angebot für Betreuung, Wohnen oder Förderung in Anspruch nehmen gibt es eine unabhängige und neutrale Ombudsstelle (öffnet in einem neuen Fenster).

Rechtliche Grundlagen