Finanzen

Der Kanton Aargau ist für die Planung, Steuerung und Finanzierung der Sonderschulen, Heime und Werkstätten zuständig.

Zur Sicherstellung eines bedarfsgerechten Angebots für Menschen mit besonderen Betreuungsbedürfnissen schliesst die Abteilung SHW mit anerkannten privat- und öffentlich-rechtlichen Einrichtungen Leistungsvereinbarungen (Rahmen- und Leistungsvertrag) ab. Mit Bewilligung der Abteilung SHW können Klienten Leistungen auch in ausserkantonalen Einrichtungen beziehen.

Der Kanton trägt zusammen mit den Gemeinden die anfallenden Kosten, soweit sie nicht von den Betroffenen oder ihren Eltern getragen werden. Dabei umfasst die Leistungsvereinbarung gemäss § 24 des Betreuungsgesetzes die in den Leistungsverträgen vereinbarten Kosten der anerkannten Einrichtungen. Der Kanton vergütet den anerkannten Einrichtungen die Kosten direkt, wobei 40 Prozent der Kosten den Gemeinden nach Massgabe der Bevölkerungszahl weiter verrechnet werden .

Budget

Gestützt auf das Informationsschreiben, das die anerkannten Einrichtungen im Kanton Aargau im August erhalten, müssen sie das Budget des Folgejahres mit den zur Verfügung gestellten Formularen bis am 31. Oktober der Abteilung SHW zur Kenntnisnahme einreichen.

Budget einreichen

Anerkannte Einrichtungen für Menschen mit besonderen Betreuungsbedürfnissen reichen der Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten jährlich Ende Oktober ihre Budgets zur Prüfung vor. Dieses ist Grundlage für die Leistungsverträge zwischen Kanton und Einrichtungen.

Voraussetzungen

Diese Vorgaben gelten für anerkannte Einrichtungen gemäss § 6 Betreuungsgesetz.

Ablauf

  • Schritt 1
    Die Einrichtung wird Ende August von der Abteilung SHW mit dem Informationsschreiben über die Vorgaben orientiert.
  • Schritt 2
    Die Einrichtung reicht das Budget für das Folgejahr mit den entsprechenden Formularen zur Prüfung termingerecht physisch und elektronisch an die Abteilung SHW ein.
  • Schritt 3
    Mitte Dezember wird der Leistungsvertrag zur Gegenzeichnung an die Einrichtung versandt.
  • Schritt 4
    Die Einrichtung erhält gleichzeitig mit dem Leistungsvertrag eine Rückmeldung zum Budget.

Benötigte Unterlagen

Betriebsabrechnungsbogen (siehe Formulare & Online-Dienstleistungen) mit den entsprechenden Angaben zum Budget der Einrichtung

Fristen & Termine

Budgeteingabe bis 31. Oktober

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Zurzeit sind keine Formulare verfügbar.

Leistungsabgeltung

Die Leistungsabgeltung bezieht sich auf diejenigen Leistungen, welche in der Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton und den anerkannten Einrichtungen festgehalten sind.

Die Richtlinien zur Leistungsabgeltung und der Rechnungslegung detailliert enthalten Erklärungen für die Umsetzung.

Ergänzend zu diesen Richtlinien können in den Leistungsverträgen einrichtungsspezifische Vorgaben und Abmachungen festgehalten werden.

Informationsanlass

Am 28. November und 12. Dezember 2018 fanden drei Schulungen zum Thema Betriebsabrechnungsbogen (BAB) sowie den Infrastrukturkosten statt.

Antrag um Weiterfinanzierung von krankheits- und unfallbedingten Abwesenheiten einreichen

Die im Aargau anerkannten Einrichtungen für Kinder und Jugendliche und Erwachsene mit besonderen Betreuungsbedürfnissen haben ab 1. Januar 2017 für Klientinnen und Klienten mit krankheits- und unfallbedingten Abwesenheiten, die länger als 30 Tage dauern, der Abteilung SHW einen Antrag für die Weiterfinanzierung bis zu max. 90 Tagen einzureichen. Ziel von Betreuungsleistungen während der Abwesenheit ist es, die Re-Integration der betreuten Person in die Einrichtung im Anschluss an einen Spital- oder Reha-Aufenthalt sicherzustellen.

Voraussetzungen

Folgende Voraussetzungen für eine Weiterfinanzierung müssen gegeben sein:

  • Die Abwesenheit erfolgt aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls und ist durch ein beigelegtes ärztliches Zeugnis ausgewiesen.
  • Der Wiedereintritt in die Einrichtung ist geplant.
  • Die Einrichtung spricht sich rechtzeitig mit dem Spital / der medizinisch-pflegerischen Einrichtung ab und plant während der Abwesenheit Betreuungsleistungen für die betreute Person und deren Umfeld, sofern der Gesundheitszustand der betroffenen Person es zulässt.
  • Die Betreuungsleistungen sind in einem Betreuungsplan übersichtlich dargestellt.
  • Der Betreuungsplan ist der Abteilung SHW bis spätestens zum 30. Abwesenheitstag zuzustellen.
  • Nach dem Wiedereintritt der betreuten Person legt die Einrichtung Rechenschaft ab über die tatsächlich erbrachten Leistungen. Bezugspunkt der Rechenschaftslegung ist der eingereichte Betreuungsplan.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, wird dem Antrag, unter Vorbehalt der tatsächlich erbrachten Leistung, stattgegeben.

Ablauf

  • Schritt 1
    Einreichen des Antrags bis zum 30. Abwesenheitstag
  • Schritt 2
    Rückmeldung seitens der Abteilung SHW bis zum 60. Abwesenheitstag (Vorentscheid)
  • Schritt 3
    Finanzierung bis max. 90 Abwesenheitstage
  • Schritt 4
    Nach Wiedereintritt: Einreichen des Rechenschaftsberichts innerhalb von einem Monat
  • Schritt 5
    Prüfung des Rechenschaftsberichts durch die Abteilung SHW
  • Schritt 6
    Rückmeldung seitens der Abteilung SHW an die Einrichtung.

Benötigte Unterlagen

  • Ärztliches Zeugnis
  • Betreuungsplan
  • Allfällige weitere Unterlagen
  • Rechenschaftsbericht

Fristen & Termine

Bis spätestens am 30. Abwesenheitstag

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Monats- und Quartalsabrechnung einreichen

Aargauer Einrichtungen sowie ausserkantonale Einrichtungen stellen gegenüber der Abteilung SHW monats- oder quartalsweise Rechnung für inner- oder ausserkantonal platzierte Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und erwachsene Menschen mit besonderen Betreuungsbedürfnissen.

Voraussetzungen

Die kantonale Zugehörigkeit des Wohnsitzes des betreuten Menschen mit besonderen Betreuungsbedürfnissen muss beim Eintritt in die Einrichtung dahingehend geklärt sein, dass der Kanton Aargau deren Finanzierung übernimmt.

Ablauf

  • Schritt 1
    Die Einrichtung reicht die Abrechnung mit dem entsprechenden Formular inklusive der benötigten Unterlagen termingerecht an die Abteilung SHW ein.
  • Schritt 2
    Die Abteilung SHW prüft die Abrechnung.
  • Schritt 3
    Die Abteilung SHW stellt der Einrichtung die geprüfte Rechnung mit entsprechendem Begleitbrief zu.
  • Schritt 4
    Die Überweisung des berechneten totalen Kantonsbeitrags zu Gunsten der Einrichtung wird vorgenommen.

Benötigte Unterlagen

  • Abrechnungen pro Aargauer Einrichtung (für innerkantonal platzierte Aargauer Erwachsene und Kinder/Jugendliche sowie Betreute mit ausserkantonalem Wohnsitz).
  • Quartalsweise/monatliche Einzelrechnungen für ausserkantonal platzierte Aargauer Betreute.
  • Allfällige, von den Eltern eingereichte, Abrechnungen Schülertransportkosten

Fristen & Termine

Einreichen der Rechnung der abgelaufenen Periode bis spätestens vor Ablauf der darauffolgenden Abrechnungsperiode.

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Meldungen im Kinder- und Jugendbereich

Meldung von Eintritten, Austritten und Mutationen einreichen

Anerkannte Aargauer Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen haben Eintritte, Austritte und Mutationen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen dem Kanton zu melden.

Voraussetzungen

Für alle Aargauer Kinder und Jugendlichen, welche in eine Aargauer Kinder- und Jugendeinrichtung gemäss Interkantonaler Vereinbarung für Soziale Einrichtungen (IVSE) Bereich A oder D eintreten, muss von der Einrichtung eine Eintrittsmeldung ausgefüllt werden.

Bei Änderung z.B. von Adresse, Namen, genutztes Angebot etc. muss eine Mutationsmeldung und bei Austritt eine Austrittsmeldung ausgefüllt werden.

Ablauf

  • Schritt 1
    Füllen Sie das entsprechende Formular vollständig aus und senden es zusammen mit den benötigten Unterlagen unterschrieben an Departement BKS, Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten, Bahnhofstrasse 29, 5001 Aarau.
    • Für ausserkantonale Kinder und Jugendliche ist keine Eintrittsmeldung auszufüllen, sondern eine Kostenübernahmegarantie zu beantragen. (siehe "Kostenübernahmegarantie beantragen")
    • Bei ausserkantonalen Kinder und Jugendlichen benötigt die Abteilung SHW die Mutations- bzw. Austrittsmeldung in zweifacher Ausführung. Ein Exemplar wird als Information an den Wohnkanton weitergeleitet.

Benötigte Unterlagen

  • Bei Eintritten
    • Abklärungsbericht einer anerkannten Fachstelle (Ausnahme: Spitalsonderschulung und Notfallplatzierung)
    • Beschluss der zuweisenden Behörde (Ausnahme: Spitalsonderschulung)

Fristen & Termine

Jeweils umgehend nach Ereignis (Ein-/Austritt/Mutation)

  • Eintrittsmeldungen sollten vor allem vor Eingabe der Quartalsrechnungen immer sofort nach erfolgtem Eintritt an die Abteilung SHW geschickt werden mit dem Vermerk, dass fehlende Unterlagen nachgereicht werden.

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Kostenübernahmegarantie (KüG) beantragen

Kostenübernahmegarantien sichern die Finanzierung des Aufenthalts einer ausserkantonalen Person in einer IVSE-anerkannten Einrichtung. Die Gesuche müssen bei der IVSE-Verbindungsstelle des Standortkantons vor Eintritt eingereicht werden. Die Gültigkeit beginnt mit dem Datum der Erteilung der Kostenübernahmegarantie durch den Wohnsitzkanton.

Voraussetzungen

Für Kinder und Jugendliche, welche in einer Aargauer Kinder- und Jugendeinrichtung gemäss Interkantonaler Vereinbarung für Soziale Einrichtungen (IVSE) Bereich A wohnen werden und ihren zivilrechtlichen Wohnsitz (bei stationärem Aufenthalt) in einem anderen Kanton als dem Kanton Aargau begründen, muss keine Eintrittsmeldung ausgefüllt werden. Stattdessen ist, wenn immer möglich vor Eintritt, ein Gesuch für die Kostenübernahmegarantie (KüG) auszufüllen.

Ablauf

  • Schritt 1
    Füllen Sie das Formular "Gesuch für Kostenübernahmegarantie (KüG)" vollständig aus
  • Schritt 2
    Schicken Sie das unterzeichnete KÜG in vierfacher Ausführung an die IVSE-Verbindungsstelle des Kantons Aargau: Departement Bildung, Kultur und Sport, Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten, Bahnhofstrasse 29, 5001 Aarau
  • Schritt 3
    Die Abteilung SHW kontrolliert und unterzeichnet das vierfach eingereichte Gesuch als IVSE-Verbindungsstelle des Kantons Aargau und sendet drei Exemplare an die IVSE-Verbindungsstelle des Wohn- bzw. Aufenthaltskantons.
  • Schritt 4
    Die vom Wohn- bzw. Aufenthaltskanton erstellte Kostenübernahmegarantie wird nach Erhalt durch die IVSE-Verbindungsstelle des Kantons Aargau an Sie weitergeleitet.

Fristen & Termine

Vor Eintritt in die Einrichtung bzw. vor Ablauf der bestehenden Kostenübernahmegarantie

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Meldungen im Erwachsenenbereich

Meldung von Eintritten, Austritten und Mutationen einreichen

Für alle Aargauer Betreuten in einer Aargauer Erwachseneneinrichtung muss bei Eintritt eine Eintrittsmeldung und für Austritte und Mutationen aller Betreuten eine Austritts- bzw. Mutationsmeldung ausgefüllt werden.

Voraussetzungen

Für alle Aargauer erwachsenen Personen mit besonderen Betreuungsbedürfnissen, welche in eine Aargauer Einrichtung für Erwachsene gemäss Interkantonaler Vereinbarung für Soziale Einrichtungen (IVSE) Bereich B eintreten, muss eine Eintrittsmeldung vorgenommen werden. Bei Eintritten von ausserkantonalen Personen ist die Dienstleistung "Kostenübernahmegarantie beantragen" zu befolgen.

Bei Änderung z.B. von Adresse, Rentenstatus oder Hilflosengrad, genutztes Angebot etc. muss eine Mutationsmeldung und bei Austritt eine Austrittsmeldung ausgefüllt werden.

Die Finanzierung von Personen in sozialer Notlage muss vor Eintritt mit dem Kanton geklärt werden. Dazu sendet die Einrichtung das vom Klienten unterzeichnete Formular "Vollmacht zur Akteneinsicht" an die Abteilung SHW, welche die Finanzierung befristet bewilligen muss.

Ablauf

  • Schritt 1
    Füllen Sie das entsprechende Formular vollständig aus und senden es unterschrieben an das Departement BKS, Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten, Bahnhofstrasse 29, 5001 Aarau. Meldungen von temporären Entlastungs- und Ferienaufenhalten können mit dem Formular "Meldung Temporäres Wohnen Erwachsene" gemeldet werden.
    • Für ausserkantonale Klient/-innen ist keine Eintrittsmeldung auszufüllen.
    • Für ausserkantonale Klient/-innen ist die Mutations- und Austrittsmeldung in zweifacher Ausführung einzureichen.

Benötigte Unterlagen

Allfällige Beilagen, z.B. Kopie der Rentenverfügung oder Zusprache der Hilflosenentschädigung etc.

Fristen & Termine

Jeweils umgehend nach dem Ereignis:

  • Die Eintrittsmeldung ist nach Eintritt auszufüllen, mindestens monatlich und immer vor den Quartalsabrechnungsterminen.
  • Die Mutationsmeldung ist bei jeder Änderung von Adresse, Rentenstatus, Hilflosengrad, genutztes Angebot etc. auszufüllen.
  • Die Austrittsmeldung ist nach Austritt einzureichen.

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Detaillierte Informationen zum Entpacken von ZIP-Dateien finden Sie in der Anleitung Zip Dateien entpacken (PDF, 3 Seiten, 306 KB).

Kostenübernahmegarantie (KüG) beantragen

Anerkannte Erwachseneneinrichtungen im Kanton Aargau, die erwachsene Menschen mit einer Behinderung aus anderen Kantonen betreuen oder beschäftigen, müssen für diese Klienten eine gültige Kostenübernahmegarantie (KÜG) des zuständigen Wohnkantons haben. Die KÜG ist über die Abteilung SHW einzuholen.

Voraussetzungen

Aargauer Erwachseneneinrichtungen, die eine Anerkennung nach Betreuungsgesetz haben, werden von der Abteilung SHW auch auf der Liste B (Einrichtungen für erwachsene invalide Personen) der Interkantonalen Vereinbarung für Soziale Einrichtungen (IVSE) geführt. Für erwachsene Personen mit Behinderungen, die ihren Wohnsitz nicht im Kanton Aargau haben, müssen die Einrichtungen eine gültige Kostenübernahmegarantie (KÜG) haben. Nimmt die Einrichtung eine ausserkantonale Person auf, bevor eine KÜG vorliegt, trägt sie das finanzielle Risiko.

Für das Einholen einer KÜG ist das von der Abteilung SHW bereit gestellte Formular "Gesuch um Kostenübernahmegarantie" zu verwenden. Das vollständig ausgefüllte KÜG-Gesuchformular muss der Abteilung SHW als IVSE-Verbindungsstelle eingereicht werden, die es der IVSE-Verbindungsstelle des Wohnkantons weiterleitet. Trifft die KÜG bei der Abteilung SHW ein, leitet die Abteilung SHW sie der Erwachseneneinrichtung weiter oder nimmt gegebenenfalls mit der Einrichtung Kontakt auf, wenn der Wohnkanton die KÜG nicht erteilt.

Ablauf

  • Schritt 1
    Die Einrichtung füllt das von der Abteilung SHW bereit gestellte aktuelle KÜG-Gesuchformular aus und druckt es vierfach aus. Die Einrichtung beachtet die Termine und weiteren Voraussetzungen im Dokument "Erläuterungen zum Ausfüllen und Einreichen des KÜG-Gesuchs".
  • Schritt 2
    Das KÜG-Gesuch ist der betroffenen Person bzw. ihrer gesetzlichen Vertretung zur Unterschrift vorzulegen.
  • Schritt 3
    Die Einrichtung unterzeichnet das vollständig ausgefüllte und mit der Unterschrift der betroffenen Person bzw. ihrer gesetzlichen Vertretung versehene KÜG-Gesuch und reicht es der Abteilung SHW in vierfacher Ausführung ein.
  • Schritt 4
    Die Abteilung SHW leitet der Aargauer Einrichtung die vom Wohnkanton erteilte KÜG (diese enthält die Angabe, wie lange die KÜG gültig ist und wie die Einrichtung gegenüber der betreuten Person und dem Wohnkanton Rechnung stellen muss) weiter oder nimmt mit der Einrichtung Kontakt auf, wenn der Wohnkanton die KÜG ablehnt.
  • Schritt 5
    Mutations- und Austrittsmeldungen von ausserkantonalen Betreuten sind in zweifacher Ausfertigung der Verbindungsstelle des Kantons Aargau zuzustellen. Diese leitet die Meldungen an die Verbindungsstelle des zuständigen Wohnkantons weiter.

Benötigte Unterlagen

  • Kopie Anmeldung zur Berechnung des individuellen Beitrags
  • Selbstzahlerbestätigung
  • Kopie Einlageblatt 2 der SVA Aargau

Erläuterungen dazu finden sie unter Anmeldung zur Berechnung des individuellen Beitrags .

Fristen & Termine

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Individueller Betreuungsbedarf

Im Kanton Aargau werden seit dem 1. Januar 2017 anerkannte Einrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderung nach den effektiv erbrachten Betreuungsleistungen entschädigt. Um die dafür nötigen Grundlagen zu erhalten, wird der Individuelle Betreuungsbedarf (IBB) der in diesen Einrichtungen betreuten Personen erhoben. Damit werden die Leistungen zwischen Einrichtungen vergleichbar und die Finanzierung transparent.

Der über das Jahr gemittelte Betreuungsaufwand wird mit einer standardisierten Erhebung anhand verschiedener Indikatoren erfasst und in Punkten quantifiziert. In Kombination mit der Beurteilung der Hilflosigkeit durch die IV (HE-Stufe) ergibt sich daraus eine Gesamteinstufung des Betreuungsbedarfs.

Die Einrichtungen informieren ihre Klientinnen und Klienten und deren gesetzliche Vertreter über die IBB-Erhebung und kommunizieren die resultierende Einstufung. Zur Unterstützung stehen folgende Merkblätter zur Verfügung:

Merkblätter

Für Sozialbehörden und gesetzliche Vertretungen sind Informationen zum individuellen Betreuungsbedarf auf einem Merkblatt zusammengefasst.

Für Klientinnen und Klienten steht ein Merkblatt IBB in leichter Sprache zur Verfügung.

Individuellen Betreuungsbedarf erheben

Die im Aargau anerkannten Einrichtungen, welche geschützte Wohn-, Arbeits- und Tagesstrukturplätze für Erwachsene mit besonderen Betreuungsbedürfnissen anbieten haben den individuellen Betreuungsbedarf der betreuten Personen auszuweisen.

Ablauf

Für die Erfassung dieses Betreuungsbedarfs wird das IBB-Instrument der SODK Ost+ZH in seiner neuesten Version verwendet. Es stehen vier unterschiedliche Indikatorenraster zur Verfügung: für Menschen mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung und für solche mit psychischer Beeinträchtigung, jeweils für das Wohnen und die Tagesstruktur (die Formulare sind als Exceldateien unten verfügbar). Mit diesem Instrument wird jährlich per 1. Mai eine Vollerhebung aller Klientinnen und Klienten der betreffenden Einrichtungen durchgeführt. Bei Neueintritten erfolgt zunächst eine provisorische Einstufung, der nach spätestens drei Monaten eine definitive Einstufung nachzureichen ist. Für Personen in teilbetreuten Wohnangeboten oder temporären Entlastungsaufenthalten muss kein IBB-Indikatorenraster ausgefüllt werden. Diese Personen werden separat mit dem Formular "Teilbetreutes Wohnen und temporäre Entlastungsaufenthalte" erfasst.

Die IBB-Einführung und Wegleitung (vgl. unten) gibt Auskunft über die Systematik der Erhebung und das konkrete Vorgehen zum Ausfüllen der Raster und dem Einreichen der daraus erstellten csv-Dateien.

Zusätzlich führt die SHW regelmässig Schulungsanlässe zur IBB-Erhebung durch (vgl. Termine unten).

Fristen & Termine

  • Februar 2019
    Schulung IBB-Erhebung 2019 für die für das Rating zuständigen Personen: 13. Februar 2019 für den Wohnbereich, 20.Februar 2019 für die Tagesstruktur (jeweils 9–12 Uhr).
  • 1. Mai 2019
    Stichtag IBB-Vollerhebung 2019
  • 15. Mai 2019
    Einreichefrist IBB-Vollerhebung 2019

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen