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Finanzen

Der Kanton Aargau ist für die Planung, Steuerung und Finanzierung der Sonderschulen, Heime und Werkstätten zuständig.

Zur Sicherstellung eines bedarfsgerechten Angebots für Menschen mit besonderen Betreuungsbedürfnissen schliesst die Abteilung SHW mit anerkannten privat- und öffentlich-rechtlichen Einrichtungen Leistungsverträge (Rahmen- und Jahresvertrag) ab. Mit Bewilligung der Abteilung SHW können Klienten Leistungen auch in ausserkantonalen Einrichtungen beziehen.

Der Kanton trägt zusammen mit den Gemeinden die anfallenden Kosten, soweit sie nicht von den Betroffenen oder ihren Eltern getragen werden. Dabei umfasst die Leistungsvereinbarung gemäss § 24 des Betreuungsgesetzes die in den Leistungsverträgen vereinbarten Kosten der anerkannten Einrichtungen. Der Kanton vergütet den anerkannten Einrichtungen die Kosten direkt, wobei 40 Prozent der Kosten den Gemeinden nach Massgabe der Bevölkerungszahl weiter verrechnet werden.

Budget

Gestützt auf das Informationsschreiben, das die anerkannten Einrichtungen im Kanton Aargau im August erhalten, müssen sie das Budget des Folgejahres mit den zur Verfügung gestellten Formularen bis am 31. Oktober der Abteilung SHW zur Kenntnisnahme einreichen.

Budget einreichen

Anerkannte Einrichtungen für Menschen mit besonderen Betreuungsbedürfnissen reichen der Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten jährlich Ende Oktober ihre Budgets zur Prüfung vor. Dieses ist Grundlage für die Leistungsverträge zwischen Kanton und Einrichtungen.

Voraussetzungen

Diese Vorgaben gelten für anerkannte Einrichtungen gemäss § 6 Betreuungsgesetz.

Ablauf

  • Schritt 1
    Die Einrichtung wird Ende August von der Abteilung SHW mit dem Informationsschreiben über die Vorgaben orientiert.
  • Schritt 2
    Die Einrichtung sendet das Budget für das Folgejahr in der vorgegebenen Form zur Prüfung bis Ende Oktober elektronisch der Abteilung SHW. Die elektronische Zustellung ist ausreichend.
  • Schritt 3
    Mitte Dezember wird der Leistungsvertrag zur Gegenzeichnung an die Einrichtung versandt. Gleichzeitig erhält die Einrichtung eine Rückmeldung zum Budget.

Benötigte Unterlagen

Betriebsabrechnungsbogen (siehe Formulare & Online-Dienstleistungen) mit den entsprechenden Angaben zum Budget der Einrichtung

Fristen & Termine

Budgeteingabe bis 31. Oktober

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Hinweise zum Budget 2022

  • Der im Auftrag von CURAVIVA überarbeitete Kontenrahmen steht mit der neuen BAB-Version zur Verfügung. Er tritt für die anerkannten Einrichtungen ab Rechnungsjahr 2022 in Kraft.
  • Für das Budget 2022 darf deshalb ausschliesslich die neue BAB-Vorlage verwendet werden.
  • Hinweise zur Verwendung des überarbeiteten BAB finden Sie in der Wegleitung.

Leistungsabgeltung

Die Leistungsabgeltung bezieht sich auf diejenigen Leistungen, die in der Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton und den anerkannten Einrichtungen festgehalten sind.

Antrag um Weiterfinanzierung von krankheits- und unfallbedingten Abwesenheiten einreichen

Die im Aargau anerkannten Einrichtungen für Kinder und Jugendliche und Erwachsene mit besonderen Betreuungsbedürfnissen haben ab 1. Januar 2017 für Klientinnen und Klienten mit krankheits- und unfallbedingten Abwesenheiten, die länger als 30 Tage dauern, der Abteilung SHW einen Antrag für die Weiterfinanzierung bis zu max. 90 Tagen einzureichen. Ziel von Betreuungsleistungen während der Abwesenheit ist es, die Re-Integration der betreuten Person in die Einrichtung im Anschluss an einen Spital- oder Reha-Aufenthalt sicherzustellen.

Voraussetzungen

Folgende Voraussetzungen für eine Weiterfinanzierung müssen gegeben sein:

  • Die Abwesenheit erfolgt aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls und ist durch ein beigelegtes ärztliches Zeugnis ausgewiesen.
  • Der Wiedereintritt in die Einrichtung ist geplant.
  • Die Einrichtung spricht sich rechtzeitig mit dem Spital / der medizinisch-pflegerischen Einrichtung ab und plant während der Abwesenheit Betreuungsleistungen für die betreute Person und deren Umfeld, sofern der Gesundheitszustand der betroffenen Person es zulässt.
  • Die Betreuungsleistungen sind in einem Betreuungsplan übersichtlich dargestellt.
  • Der Betreuungsplan ist der Abteilung SHW bis spätestens zum 30. Abwesenheitstag zuzustellen.
  • Nach dem Wiedereintritt der betreuten Person legt die Einrichtung Rechenschaft ab über die tatsächlich erbrachten Leistungen. Bezugspunkt der Rechenschaftslegung ist der eingereichte Betreuungsplan.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, wird dem Antrag, unter Vorbehalt der tatsächlich erbrachten Leistung, stattgegeben.

Ablauf

  • Schritt 1
    Einreichen des Antrags bis zum 30. Abwesenheitstag
  • Schritt 2
    Rückmeldung seitens der Abteilung SHW bis zum 60. Abwesenheitstag (Vorentscheid)
  • Schritt 3
    Finanzierung bis max. 90 Abwesenheitstage
  • Schritt 4
    Nach Wiedereintritt: Einreichen des Rechenschaftsberichts innerhalb von einem Monat
  • Schritt 5
    Prüfung des Rechenschaftsberichts durch die Abteilung SHW
  • Schritt 6
    Rückmeldung seitens der Abteilung SHW an die Einrichtung.

Benötigte Unterlagen

  • Ärztliches Zeugnis
  • Betreuungsplan
  • Allfällige weitere Unterlagen
  • Rechenschaftsbericht

Fristen & Termine

Bis spätestens am 30. Abwesenheitstag

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Monats- und Quartalsabrechnung einreichen

Aargauer Einrichtungen sowie ausserkantonale Einrichtungen stellen gegenüber der Abteilung SHW monats- oder quartalsweise Rechnung für inner- oder ausserkantonal platzierte Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und erwachsene Menschen mit besonderen Betreuungsbedürfnissen.

Voraussetzungen

Die kantonale Zugehörigkeit des Wohnsitzes des betreuten Menschen mit besonderen Betreuungsbedürfnissen muss beim Eintritt in die Einrichtung dahingehend geklärt sein, dass der Kanton Aargau deren Finanzierung übernimmt.

Ablauf

  • Schritt 1
    Die Einrichtung reicht die Abrechnung mit dem entsprechenden Formular inklusive der benötigten Unterlagen termingerecht an die Abteilung SHW ein.
  • Schritt 2
    Die Abteilung SHW prüft die Abrechnung.
  • Schritt 3
    Die Abteilung SHW stellt der Einrichtung die geprüfte Rechnung mit entsprechendem Begleitbrief zu.
  • Schritt 4
    Die Überweisung des berechneten totalen Kantonsbeitrags zu Gunsten der Einrichtung wird vorgenommen.

Benötigte Unterlagen

  • Abrechnungen pro Aargauer Einrichtung (für innerkantonal platzierte Aargauer Erwachsene und Kinder/Jugendliche sowie Betreute mit ausserkantonalem Wohnsitz).
  • Quartalsweise/monatliche Einzelrechnungen für ausserkantonal platzierte Aargauer Betreute.
  • Allfällige, von den Eltern eingereichte, Abrechnungen Schülertransportkosten

Fristen & Termine

Einreichen der Rechnung der abgelaufenen Periode bis spätestens vor Ablauf der darauffolgenden Abrechnungsperiode.

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Individueller Betreuungsbedarf

Im Kanton Aargau werden seit dem 1. Januar 2017 anerkannte Einrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderung nach den effektiv erbrachten Betreuungsleistungen entschädigt. Um die dafür nötigen Grundlagen zu erhalten, wird der Individuelle Betreuungsbedarf (IBB) der in diesen Einrichtungen betreuten Personen erhoben. Damit werden die Leistungen zwischen Einrichtungen vergleichbar und die Finanzierung transparent.

Der über das Jahr gemittelte Betreuungsaufwand wird mit einer standardisierten Erhebung anhand verschiedener Indikatoren erfasst und in Punkten quantifiziert. In Kombination mit der Beurteilung der Hilflosigkeit durch die IV (HE-Stufe) ergibt sich daraus eine Gesamteinstufung des Betreuungsbedarfs.

Die Einrichtungen informieren ihre Klientinnen und Klienten und deren gesetzliche Vertreter über die IBB-Erhebung und kommunizieren die resultierende Einstufung. Zur Unterstützung stehen folgende Merkblätter zur Verfügung:

Merkblätter

Für Sozialbehörden und gesetzliche Vertretungen sind Informationen zum individuellen Betreuungsbedarf auf einem Merkblatt zusammengefasst.

Für Klientinnen und Klienten steht ein Merkblatt IBB in leichter Sprache zur Verfügung.

Individuellen Betreuungsbedarf erheben

Die im Aargau anerkannten Einrichtungen, welche Wohn-, Arbeits- und Tagesstrukturplätze für Erwachsene mit besonderen Betreuungsbedürfnissen anbieten, haben den individuellen Betreuungsbedarf der betreuten Personen auszuweisen. Die Erfassung des individuellen Betreuungsbedarfs (IBB) erfolgt über die Web-Applikation CONNET. Dort ist auch eine detaillierte Wegleitung abrufbar.

Im Extranet unter Schulungsanlässen befinden sich Schulungsvideos zur Erhebung des individuellen Betreuungsbedarfs (IBB)

Meldungen im Erwachsenenbereich

Meldung von Eintritten, Austritten und Mutationen einreichen

Für alle Aargauer Betreuten in einer Aargauer Erwachseneneinrichtung müssen die Eintritte, Mutationen und Austritte im CONNET erfasst werden.

Voraussetzungen

Für alle erwachsenen Personen in einer Aargauer Einrichtung mit besonderen Betreuungsbedürfnissen müssen die Eintritte, Mutationen und Austritte im CONNET erfasst werden. Die Web-Applikation CONNET wird über folgenden Link geöffnet: https://connet.ag.ch (öffnet in einem neuen Fenster) (vorgängige Registrierung über "Mein Konto" erforderlich).

Bei Eintritten und Mutationen von ausserkantonalen Personen ist zudem das "Gesuch um Kostenübernahmegarantie (KüG) in 4-facher Ausführung bei der Abteilung SHW einzureichen.

Die Finanzierung von Personen in sozialer Notlage (Personen, welche sich in einem Verfahren bei der IV-Stelle der SVA Aargau befinden) meldet uns die Einrichtung den Eintritt mit den nötigen Unterlagen im CONNET.

Ablauf

Erfassen Sie den Eintritt, die Mutation oder den Austritt im CONNET und laden Sie die nötigen Formulare hoch. Bei Eintritten von ausserkantonalen Klientinnen und Klienten ist das Gesuch um Kostenübernahmegarantie (KüG) der Abteilung SHW nach der Erfassung im CONNET postalisch in 4-facher Ausführung zuzustellen.

Benötigte Unterlagen

Die benötigten Unterlagen finden Sie im Handbuch CONNET für Einrichtungen. Das Handbuch ist direkt in der Web-Applikation CONNET hinterlegt.

Fristen & Termine

Vorgängig oder umgehend nach dem Ereignis.

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Bei stationären Einrichtungen (Wohneinrichtungen) sind zusätzlich folgende Formulare einzureichen:

Kostenübernahmegarantie (KüG) beantragen

Anerkannte Erwachseneneinrichtungen im Kanton Aargau, die erwachsene Menschen mit einer Behinderung aus anderen Kantonen betreuen oder beschäftigen, müssen für diese Klienten eine gültige Kostenübernahmegarantie (KÜG) des zuständigen Wohnkantons haben. Die KÜG ist über die Abteilung SHW einzuholen.

Voraussetzungen

Aargauer Erwachseneneinrichtungen, die eine Anerkennung nach Betreuungsgesetz haben, werden von der Abteilung SHW auch auf der Liste B (Einrichtungen für erwachsene invalide Personen) der Interkantonalen Vereinbarung für Soziale Einrichtungen (IVSE) geführt. Für erwachsene Personen mit Behinderungen, die ihren Wohnsitz nicht im Kanton Aargau haben, müssen die Einrichtungen eine gültige Kostenübernahmegarantie (KÜG) haben. Nimmt die Einrichtung eine ausserkantonale Person auf, bevor eine KÜG vorliegt, trägt sie das finanzielle Risiko.

Für das Einholen einer KÜG ist das von der Abteilung SHW bereit gestellte Formular "Gesuch um Kostenübernahmegarantie" zu verwenden. Das vollständig ausgefüllte KÜG-Gesuchformular muss der Abteilung SHW als IVSE-Verbindungsstelle eingereicht werden, die es der IVSE-Verbindungsstelle des Wohnkantons weiterleitet. Trifft die KÜG bei der Abteilung SHW ein, leitet die Abteilung SHW sie der Erwachseneneinrichtung weiter oder nimmt gegebenenfalls mit der Einrichtung Kontakt auf, wenn der Wohnkanton die KÜG nicht erteilt.

Ablauf

  • Schritt 1
    Die Einrichtung erfasst in CONNET den Neueintritt oder die Verlängerung des Aufenthalts über die bestehende Kostenübernahmegarantie (KüG) aus und füllt das von der Abteilung SHW bereit gestellte aktuelle KüG-Gesuchsformular aus und druckt es vierfach aus. Die Einrichtung beachtet die Termine und weiteren Voraussetzungen im Dokument "Erläuterungen zum Ausfüllen und Einreichen des KÜG-Gesuchs".
  • Schritt 2
    Das KÜG-Gesuch ist der betroffenen Person bzw. ihrer gesetzlichen Vertretung zur Unterschrift vorzulegen.
  • Schritt 3
    Die Einrichtung unterzeichnet das vollständig ausgefüllte und mit der Unterschrift der betroffenen Person bzw. ihrer gesetzlichen Vertretung versehene KÜG-Gesuch und reicht es der Abteilung SHW in vierfacher Ausführung ein.
  • Schritt 4
    Die Abteilung SHW leitet der Aargauer Einrichtung die vom Wohnkanton erteilte KÜG (diese enthält die Angabe, wie lange die KÜG gültig ist und wie die Einrichtung gegenüber der betreuten Person und dem Wohnkanton Rechnung stellen muss) weiter oder nimmt mit der Einrichtung Kontakt auf, wenn der Wohnkanton die KÜG ablehnt.
  • Schritt 5
    Mutationen und Austritte von ausserkantonalen Betreuten sind im Connet zu erfassen. Die Abteilung SHW als Verbindungsstelle des Kantons Aargau leitet die Meldungen an die Verbindungsstelle des zuständigen Wohnkantons weiter.

Fristen & Termine

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Zusatzleistungen

Die Zusatzleistungen dienen der Schaffung einer angemessenen Betreuungssituation und der Stabilisierung und Entwicklung von Person und System. Sie sind zeitlich befristet auf maximal ein Jahr mit der Möglichkeit auf Verlängerung. Um sicher zu stellen, dass die zusätzlichen Gelder auf Grundlage eines Massnahmenplans optimal im Sinne des Leistungsauftrages für die betroffene Person eingesetzt werden, behält die Abteilung SHW sich vor, die Notwendigkeit von Zusatzleistungen periodisch vor Ort zu überprüfen. Die Einrichtungen können für Vorabklärungen und bei der Antragstellung Hilfe durch Fachstellen in Anspruch nehmen.

Zusatzleistungen beantragen

Reichen die aktuellen Begleit- und Betreuungsmöglichkeiten bei erwachsenen Menschen mit geistiger und/oder psychischer Behinderung und stark herausfordernden Verhaltensweisen mit Wohnsitz im Aargau nicht aus, können Einrichtungen Zusatzleistungen beantragen.

Voraussetzungen

Erwachsene Menschen mit geistiger und/oder psychischer Behinderung und stark herausfordernden Verhaltensweisen mit Wohnsitz im Kanton Aargau, welche nicht in der Wohngruppe Intensivbetreuung der Stiftung FARO oder der Stiftung Lebenshilfe eintreten möchten.

Stark herausfordernde Verhaltensweisen zeigen sich in schwerwiegenden Selbst-, Fremd-, Sachgefährdungen und -verletzungen, Stereotypien, Tics, extremen Zwängen, heftigen Erregungszuständen etc. Stark herausfordernde Verhaltensweisen können das professionelle Betreuungssystem herkömmlicher Wohngruppen überfordern.

Folgende Massnahmen müssen bereits überprüft worden sein:

  • Inwieweit kann durch eine ambulante psychiatrisch-medizinische Versorgung und/oder durch einen vorübergehenden Klinikaufenthalt eine angemessenere Wirkung erzielt werden und diagnostische Grundlagen für die weitere Betreuung schaffen, die vorbeugend auf eine Umplatzierung wirkt?
  • Inwieweit können Anpassungen der Infrastruktur, des Begleit- und Betreuungssettings sowie von agogischen Handlungskonzepten in der bestehenden Einrichtung ausreichen, um den Verbleib der Klientin / des Klienten in der Einrichtung zu gewährleisten?

Es muss begründet werden, weshalb ein Begleit- und Betreuungssetting mit dem Individuellen Betreuungsbedarf IBB in der aktuellen Einrichtung nicht zielführend ist. Die Zusatzleistungen werden zu den bereits erfolgten IBB-Einstufungen bewilligt. Um einen Antrag einzureichen, ist eine vorangehende Prüfung der Massnahmen im Rahmen des IBB-Systems unabdingbar.

Ablauf

  • Schritt 1
    Der Antrag für Zusatzleistungen muss durch die Einrichtungsleitung gestellt werden.
  • Schritt 2
    Der Antrag wird zur Prüfung bei der Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten (SHW) eingereicht.
  • Schritt 3
    Die Bewilligung für Zusatzleistungen wird aufgrund der eingereichten Unterlagen von der Abteilung SHW gefällt. Zur Beurteilung können Dritte beigezogen werden.
  • Schritt 4
    Die Finanzierung von Zusatzleistungen tritt in Kraft, sobald der Antragsteller/ die Antragstellerin die Vorbereitungen der angekündigten personellen, fachlichen, baulichen und weiteren Massnahmen abgeschlossen hat.
  • Schritt 5
    Die Leistungen werden mit Berichten der Einrichtungen zum Verlauf von Zielsetzungen und Massnahmen überprüft. Die Berichte werden zur Halbzeit respektive vor dem Abschluss von Zusatzleistungen bei der Abteilung SHW eingereicht.

Benötigte Unterlagen

  • Antrag inkl. Massnahmenplan und Kostenaufstellung sowie Einverständniserklärung zur Prüfung von Zusatzleistungen und zur Datenbekanntgabe
  • Berichte

Fristen & Termine

Individuelle Bewilligungsperiode für 6–12 Monate.

Kosten

Keine Kosten angegeben

Formulare & Online-Dienstleistungen

Intensivbetreuung

Wohngruppen mit Intensivbetreuung umfassen in der Regel vier Personen, die über einen längeren Zeitraum in einem IBB-finanzierten stationären Wohnangebot nicht angemessen betreut werden können. Diese Wohngruppen in den Stiftungen FARO und Lebenshilfe verfügen über ein spezifisch auf diese Klientel angepasstes Leistungsangebot. Insbesondere die Infrastruktur, der Begleit- und Betreuungsschlüssel und die fachliche Qualifikation der Mitarbeitenden sind abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der betroffenen Personen und gewährleisten die Sicherheit aller Beteiligten. Sie sind zeitlich befristet auf maximal eineinhalb Jahre mit der Möglichkeit auf Verlängerung.
Bei Schulabgängerinnen und -abgängern oder bei einem Wechsel der Institution, arbeiten die abgebende und die aufnehmende Einrichtung eng zusammen.

Intensivbetreuung beantragen

Reichen die Begleit- und Betreuungsmöglichkeiten einer Einrichtung bei erwachsenen Menschen mit geistiger und/oder psychischer Behinderung und stark herausfordernden Verhaltensweisen mit Wohnsitz im Aargau nicht aus, kann ein Eintritt in die Wohngruppen mit Intensivbetreuung bei den Stiftungen FARO und Lebenshilfe beantragt werden.

Voraussetzungen

Erwachsenen Menschen mit geistiger und/oder psychischer Behinderung und stark herausfordernden Verhaltensweisen mit Wohnsitz im Kanton Aargau steht das Angebot Intensivbetreuung zur Verfügung.

Folgende Massnahmen müssen bereits überprüft worden sein:

  • Inwieweit kann durch eine ambulante psychiatrisch-medizinische Versorgung und/oder durch einen vorübergehenden Klinikaufenthalt eine angemessenere Wirkung erzielt werden und diagnostische Grundlagen für die weitere Betreuung schaffen, die vorbeugend auf eine Umplatzierung wirkt?
  • Inwieweit können Anpassungen der Infrastruktur, des Begleit- und Betreuungssettings sowie von agogischen Handlungskonzepten in der bestehenden Einrichtung ausreichen, um den Verbleib der Klientin / des Klienten in der Einrichtung zu gewährleisten?
  • Inwieweit kann die Lebenssituation der Klientin, des Klienten mit vorübergehenden Zusatzleistungen verbessert werden?

Ablauf

  • Schritt 1
    Ein Antrag für eine Wohngruppe Intensivbetreuung kann durch die Einrichtungsleitung der abgebenden Einrichtung in Zusammenarbeit mit den Stiftungen Faro oder Lebenshilfe gestellt werden.
  • Schritt 2
    Der Antrag wird zur Prüfung bei der Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten (SHW) eingereicht.
  • Schritt 3
    Der Entscheid für Wohngruppen Intensivbetreuung wird aufgrund der eingereichten Unterlagen von der Abteilung SHW gefällt. Zur Beurteilung wird die Interdisziplinäre neuropsychiatrischen Abklärungsstelle (INA) der Psychiatrischen Dienste Aargau AG beigezogen.

Benötigte Unterlagen

  • Antrag inkl. Massnahmenplan und Kostenaufstellung sowie Einverständniserklärung zur Prüfung von Intensivbetreuung und zur Datenbekanntgabe

Fristen & Termine

Die Wirksamkeit und Notwendigkeit der Intensivbetreuung wird von den Leistungserbringenden alle 1.5 Jahre überprüft. Bei Bedarf reichen die Einrichtungen spätestens drei Monate vor Ablauf der Frist einen Folgeantrag ein.

Kosten

Keine Kosten angegeben

Formulare & Online-Dienstleistungen

Meldungen im Kinder- und Jugendbereich

Meldung von Eintritten, Austritten und Mutationen einreichen

Anerkannte Aargauer Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen haben Eintritte, Austritte und Mutationen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen dem Kanton zu melden.

Voraussetzungen

Für alle Aargauer Kinder und Jugendliche, welche in eine anerkannte Aargauer Kinder- und Jugendeinrichtung eintreten, muss die Einrichtung den Eintritt im CONNET erfassen. Dies gilt auch für Mutationen und Austritte. Die Web-Applikation CONNET wird über folgenden Link geöffnet: https://connet.ag.ch (öffnet in einem neuen Fenster)(vorgängige Registrierung über "Mein Konto" erforderlich).

Ablauf

  • Erfassen Sie die Eintritte, Mutationen und Austritte im CONNET.
    • Für ausserkantonale Kinder und Jugendliche sind die Eintritte, Mutationen und Austritte im CONNET zu erfassen und bei Bedarf ein Gesuch um Kostenübernahmegarantie (KüG) einzureichen. (siehe "Kostenübernahmegarantie beantragen")
    • Bei ausserkantonalen Kindern und Jugendlichen leitet die Abteilung SHW dem Wohnkanton die Meldungen weiter.

Benötigte Unterlagen

  • Bei Eintritten
    • Abklärungsbericht einer anerkannten Fachstelle (Ausnahme: Spitalsonderschulung und Notfallplatzierung)
    • Beschluss der zuweisenden Behörde (Ausnahme: Spitalsonderschulung)

Fristen & Termine

Vorgängig oder umgehend nach dem Ereignis.

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

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Kostenübernahmegarantie (KüG) beantragen

Kostenübernahmegarantien sichern die Finanzierung des Aufenthalts einer ausserkantonalen Person in einer IVSE-anerkannten Einrichtung. Die Gesuche müssen bei der IVSE-Verbindungsstelle des Standortkantons vor Eintritt eingereicht werden. Die Gültigkeit beginnt mit dem Datum der Erteilung der Kostenübernahmegarantie durch den Wohnsitzkanton.

Voraussetzungen

Für Kinder und Jugendliche, welche in einer Aargauer Kinder- und Jugendeinrichtung gemäss Interkantonaler Vereinbarung für Soziale Einrichtungen (IVSE) Bereich A wohnen werden und ihren zivilrechtlichen Wohnsitz (bei stationärem Aufenthalt) in einem anderen Kanton als dem Kanton Aargau begründen, ist der Eintritt oder die Verlängerung im CONNET zu erfassen und der Abteilung SHW das Gesuch um Kostenübernahmegarantie (KüG) einzureichen.

Ablauf

  • Schritt 1
    Die Einrichtung erfasst in CONNET den Neueintritt oder die Verlängerung des Aufenthalts über die bestehende Kostenübernahmegarantie (KüG) aus und füllt das von der Abteilung SHW bereitgestellte aktuelle KüG-Gesuchsformular aus.
  • Schritt 2
    Schicken Sie das unterzeichnete KÜG in vierfacher Ausführung an die IVSE-Verbindungsstelle des Kantons Aargau: Departement Bildung, Kultur und Sport, Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten, Bachstrasse 15, 5001 Aarau
  • Schritt 3
    Die Abteilung SHW kontrolliert und unterzeichnet das vierfach eingereichte Gesuch als IVSE-Verbindungsstelle des Kantons Aargau und sendet drei Exemplare an die IVSE-Verbindungsstelle des Wohn- bzw. Aufenthaltskantons.
  • Schritt 4
    Die vom Wohn- bzw. Aufenthaltskanton erstellte Kostenübernahmegarantie wird nach Erhalt durch die IVSE-Verbindungsstelle des Kantons Aargau an Sie weitergeleitet.

Fristen & Termine

Vor Eintritt in die Einrichtung bzw. vor Ablauf der bestehenden Kostenübernahmegarantie

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Mehr zum Thema

Informationen für Ausserkantonale Einrichtungen

Weitere Informationen für Ausserkantonale Einrichtungen und Detailinformationen zur Kostenübernahmegaratie (KüG) befinden sich hier: Ausserkantonale Einrichtungen