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Die Wörterfabrik

Ein Theater mit Musik nach dem Bilderbuch "Die grosse Wörterfabrik" von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo – ab 4 Jahren

Foto: Ingo Höhn
Foto: Ingo Höhn

Im Land der Wörterfabrik muss man Worte kaufen und in den Kopf packen, bevor man sie sagen kann. Es rattern die Maschinen: Worte klingen und verklingen. Kaputte Wörter werden repariert, ein Wort wandert ins Museum, das längste Wort wird gefunden, ein T wird geschärft. In dieser Fabrik schuften Oskar, Marie und Paul. Miteinander sprechen sie kaum, denn sprechen ist teuer. Paul liebt Marie, kann ihr das aber nicht sagen, weil er keine Worte hat.

Wie lassen sich Gefühle ausdrücken, wenn nicht die richtigen Worte da sind? Die Wörterfabrik ist ein sinnlich philosophisches Theatererlebnis voller ungehörter Klänge mit Klavier, Schlagzeug, Kontrabass, Stimme & unzähligen weiteren Instrumenten.

Spielorte

ThiK Theater im Kornhaus Baden – für Kindergarten, 1. / 2. Klasse

DatenZeitAnzahl Plätze
Mo, 26. November10:00 Uhrausgebucht
Di, 27. November10:00 Uhrausgebucht
Di, 27. November14:00 Uhr54
Mi, 28. November10:00 Uhr13
Do, 29. November10:00 Uhrausgebucht
Sa, 24. November15:00 UhrÖffentliche Vorstellung
So, 25. November11:00 UhrÖffentliche Vorstellung

Roter Teppich

Mo, 12. November – 18:00 Uhr

Adresse

Kronengasse 10, 5400 Baden

Kosten

Fr. 10.– pro Schülerin oder Schüler (kein Impulskreditgesuch nötig, Ticketkosten bereits unterstützt)

Kontakt

Nadine Tobler, , Tel. 056 209 01 33

www.thik.ch (öffnet in einem neuen Fenster)

Theater Tuchlaube Aarau – für Kindergarten, 1. / 2. Klasse

DatumZeitAnzahl Plätze
Di, 4. Dezember10:00 Uhr ausgebucht
Mi, 5. Dezember10:00 Uhrausgebucht
Fr, 7. Dezember10:00 Uhr12
Sa, 8. Dezember17:00 UhrÖffentliche Vorstellung
So, 9. Dezember11:00 UhrÖffentliche Vorstellung

Roter Teppich

Mo, 19. November – 18:00 Uhr

Adresse

Metzgergasse 18, 5000 Aarau

Kosten

Fr. 8.– pro Schülerin oder Schüler (kein Impulskreditgesuch nötig, Ticketkosten bereits unterstützt)

Kontakt

Nina Curcio, , Tel 062 834 80 40

www.tuchlaube.ch (öffnet in einem neuen Fenster)

Roter Teppich für Lehrpersonen

Die Musikerin Isa Wiss berichtet von der Umsetzung des Bilderbuchs für die Bühne: Von Freuden, Zwickmühlen und Ahas. Sie gibt einen singenden Einblick in den Fabrikalltag sowie Anregungen zur Vor- und Nachbereitung des Theaterbesuchs.

  • ThiK Baden – Montag, 12. November – 18:00 Uhr
  • Theater Tuchlaube Aarau – Montag, 19. November – 18:00 Uhr

Theaterpädagogisches Begleitmaterial Die Wörterfabrik (PDF, 8 Seiten, 1.5 MB)

Kurzeinführung in der Klasse

Zur Vorbereitung auf den Theaterbesuch bieten Nina Curcio für die Vorstellungen im Theater Tuchlaube Aarau und Anita Zihlmann für die Vorstellungen im ThiK Baden halbstündige Stückeinführungen im Klassenzimmer an. Dabei wird der Stückinhalt thematisiert, aber auch die Entstehung der Inszenierung und die beteiligten Künstler vorgestellt. Zudem werden die Schülerinnen und Schüler auf den Theaterbesuch im Allgemeinen vorbereitet und erhalten Anregungen für das Nachgespräch. Die Reservation kann direkt mit der Buchung des Theaterbesuchs gemacht werden.

Von klappernden Maschinen und kostbaren Wörtern

Probebühne mit Instrumenten, einer Musikerin und der Kostümbildnerin Bild vergrössern
Foto: Anita Zihlmann

Anita Zihlmann, Projektkoordinatorin Theaterfunken, hat Ende August eine Probe in der Wörterfabrik besucht und berichtet aus dem Kleintheater Luzern.

Eintauchen in die Fabrik

Nieselregen empfängt mich in meiner ehemaligen Heimatstadt Luzern. Zum Glück ist der Weg ins Kleintheater, wo die "Equipe Wiss" zurzeit probt, nicht weit. Ich betrete das Theater, aus welchem mir harmonische und leichte, klappernde und kratzende Töne vom Flügel entgegenklingen. Die Musikerinnen und Musiker positionieren ihre Instrumente, spielen sich warm und richten Sitzgelegenheiten und Bühnenelemente in die richtige Position. Ich stehe mitten in der Wörterfabrik, wo mich Isa Wiss, die "Chefin der Fabrik", und Corsin Gaudenz, der Regisseur, begrüssen.

Windspiel, Ballone, Geigenbogen

Hinter der Bühne erklingt ein Glocken-Windspiel, im Saal sind leise Stimmern und das Geräusch von Ballonen, die aufgeblasen werden, zu hören. Dann verschwinden alle einen kurzen Augenblick, um danach in ihren Kostümen – braune Arbeiter-Overalls zurückzukommen. Der Bassist bekommt von der Kostümbildnerin noch einen Haken angenäht, um seinen Geigenbogen zu fixieren, der Drummer eine Frisur. Inzwischen ist auch der Lichtdesigner eingetroffen. Ein letzter Schluck Wasser, Kaffee oder ein Halsbonbon – dann geht’s los:

Macht und Ohnmacht

"Das isch mini Fabrik ..." singt die Chefin und stellt ihre Fabrikarbeiterin Marie und die Mitarbeiter Paul und Oskar vor. Das Ensemble spielt einen Durchlauf, die in den letzten Tagen und Wochen geprobten Szenen werden aneinandergereiht und wenn möglich nicht unterbrochen. Zusammen mit den Protagonistinnen und Protagonisten tauche ich ein in die Welt der Wörterfabrik, wo alle Wörter kostbar sind, weil man sie kaufen muss. Ausser der steinreichen Chefin vermag keiner viele Worte zu verlieren, weshalb vor allem Klänge, Töne und Lieder die Szenen beleben. Ich erfahre, wie Worte hergestellt, bestellt und ausgeliefert werden und erlebe, wie die Menschen in der Fabrik zusammen schaffen, leben und träumen.

Beschwingte Vorfreude

Mit Ausnahme von zwei kurzen Unterbrüchen hat sich das Ensemble durch das Stück gespielt. Dabei ist es gelungen, Stimmungen und Atmosphäre zu schaffen und die Geschichte zu erzählen. Nach einer kurzen Pause setzt sich das Ensemble zusammen, um den Durchgang und offene Fragen zu besprechen. Auch die Meinungen, ersten Eindrücke und Unklarheiten der Kostümbildnerin und des Lichtdesigners und mir werden entgegengenommen und diskutiert.

Beeindruckt und erfüllt von schönen Klängen und ungehörigen Tönen verlasse ich die Probe und freue mich auf die Premiere.

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