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Mücke und die Nacht im Marmeladenglas

Ein Figurentheater von Die Nachbarn – ab 6 Jahren

Foto: Ingo Höhn
Foto: Ingo Höhn

Mücke, der eigentlich gar nicht Mücke heisst, geht nicht gern zur Schule. In seiner Klasse mag ihn keiner und seit sie ihn mit der neuen Schülerin Nelly gesehen haben, ist alles noch schlimmer. Wirklich schlimm ist es aber, wenn es Nacht wird, die Albträume Mücke in seinem Zimmer besuchen und er am liebsten gar nicht mehr schlafen möchte. Alles ändert sich, als Mücke eines Nachts etwas Geheimnisvolles, nämlich die kleine Nacht, unter seinem Bett findet und sie kurzerhand in ein Marmeladenglas einsperrt. Mücke ahnt nicht, wie sehr er damit die ganze Welt auf den Kopf stellt. Doch zum Glück ist da noch Nelly, die Mücke hilft, doch noch die richtigen Entscheidungen zu treffen und seine eigene Stärke zu erkennen.

Ein Figurentheater über Ängste, das Anderssein und eine grosse Freundschaft.

Spielorte

Kellertheater Bremgarten – 1. bis 3. Klasse

DatumZeitAnzahl Plätze
Mo, 29. Oktober 8:45 Uhr ausgebucht
Mo, 29. Oktober 10:30 Uhrausgebucht

Roter Teppich

Do, 18. Oktober – 17:00 Uhr

Adresse

Schellenhausplatz, 5620 Bremgarten

Kosten

Fr. 10.– pro Schülerin oder Schüler (kein Impulskreditgesuch nötig, Ticketkosten bereits unterstützt)

Kontakt

Marianne Richarz, , Tel 078 544 45 20

www.kellertheater-bremgarten.ch (öffnet in einem neuen Fenster)

Odeon Brugg – 1. bis 3. Klasse

DatenZeitAnzahl Plätze
Mo, 22. Oktober10:00 Uhrausgebucht
Mo, 22. Oktober14:00 Uhr60
Di, 23. Oktober10:00 Uhrausgebucht
So, 21. Oktober11:00 UhrÖffentliche Vorstellung

Roter Teppich

Di, 16. Oktobber – 18:00 Uhr

Adresse

Bahnhofplatz 11, 5200 Brugg

Kosten

Fr. 8.– pro Schülerin oder Schüler (kein Impulskreditgesuch nötig, Ticketkosten bereits unterstützt)

Kontakt

Judith Fuchs,, Tel. 056 441 19 16

www.odeon-brugg.ch (öffnet in einem neuen Fenster)

Sternensaal Wohlen – 2. bis 4. Klasse

DatumZeitAnzahl Plätze
Mi, 24. Oktober10:00 Uhrausgebucht
Do, 25. Oktober10:00 Uhrausgebucht
Do, 25. Oktober14:00 Uhrausgebucht
Fr, 26. Oktober10:00 Uhrausgebucht
Fr, 26. Oktober14:00 Uhrausgebucht
So, 28. Oktober10:30 UhrÖffentliche Vorstellung

Roter Teppich

Mo, 17. Oktober – 18:00 Uhr

Adresse

Sternensaal, 5610 Wohlen

Kosten

Fr. 10.- pro Schülerin oder Schüler (kein Impulskreditgesuch nötig, Ticketkosten bereits unterstützt)

Kontakt

Doris Spengler, , Tel. 076 516 04 57

www.sternensaal-wohlen.ch (öffnet in einem neuen Fenster)

Kleine Bühne Zofingen – für 2. bis 4. Klasse

DatumZeitAnzahl Plätze
Mo, 26. November 8:45 Uhrausgebucht
Mo, 26. November 10:30 Uhrausgebucht
Di, 27. November8:45 Uhrausgebucht
Di, 27. November10:30 Uhrausgebucht
Mi, 28. November 8:45 Uhrausgebucht
Mi, 28. November10:30 Uhrausgebucht

Roter Teppich

Mo, 19. November – 18:00 Uhr

Adresse

General Guisan-Strasse 14, 4800 Zofingen

Kosten

Fr. 11.- pro Schülerin oder Schüler (kein Impulskreditgesuch nötig, Ticketkosten bereits unterstützt)

Kontakt

Irene Neuenschwander Spichiger, Tel. 062 751 39

www.kleinebuehnezofingen.ch (öffnet in einem neuen Fenster)

Roter Teppich für Lehrpersonen

Beim Roten Teppich ist die Schauspielerin und Puppenbauerin Priska Praxmarer zu Gast. Sie berichtet über die Arbeitsweise ihrer Produktionsgruppe "Die Nachbarn" und gibt Einblick in die Entwicklung der Figuren für "Mücke".

  • Odeon Brugg – Dienstag, 16. Oktober – 18:00 Uhr
  • Sternensaal Wohlen – Mittwoch, 17. Oktober – 18:00 Uhr
  • Kellertheater Bremgarten – Donnerstag, 18. Oktober – 17:00 Uhr
  • Kleine Bühne Zofingen – Montag, 19. November – 18:00 Uhr

Interview mit Priska Praxmarer

Priska Praxmarer ist Schauspielerin und Figurenbauerin bei dem Theaterensemble "Die Nachbarn". Im Interview gewährt sie einen Einblick in die Arbeit zum Stück "Mücke und die Nacht im Marmeladenglas".

Schauspielerin mit gelber Perücke im Dialog mit einer Jungen-Figur Bild vergrössern
Foto: Ingo Höhn

Figuren beflügeln die Fantasie der Zuschauenden. Sie schaffen einen anderen, direkteren Zugang zur Identifikation als dies menschliche Darstellende tun.

Priska PraxmarerSchauspielerin und Figurenbauerin

Wie seid ihr zum Stoff von "Mücke" gekommen?

Bei der Entwicklung der Geschichte von "Mücke und die Nacht im Marmeladenglas“ legten wir das Augenmerk auf den Umgang mit der Angst und den daraus folgenden Auswirkungen. Wir wollten uns mit der Angst vor der Nacht, vor dem anders als die Anderen sein, dem Ausgeschlossen werden befassen. Dabei liessen wir uns unter anderem von zwei Kinderbüchern inspirieren. Jöns Mellgrens "Elsa und die Nacht“ erzählt von der traurigen Elsa, die den Tod ihres Freundes nicht überwinden kann. In ihrer Verzweiflung hält sie die Nacht gefangen und verursacht ein grosses Durcheinander. Durch die Nacht, die ihr zuhört, findet Elsa am Ende Trost und den verlorenen Schlaf wieder. Das zweite Buch war Philippe Waechter‘s "Rosi und die Geisterbahn“. Die Geschichte erzählt von Rosi, einer ängstlichen, kleinen Häsin, die sich im Laufe der Geschichte ihren Ängsten stellt. Sie konfrontiert sich, obwohl ihr das Hasenherz dabei bis zum Hals schlägt, in der Geisterbahn mit ihrer Monsterangst und vertreibt diese und somit auch ihre Albträume.

Warum macht ihr Figurentheater?

Die Idee, die Nacht als Wesen auftauchen zu lassen, hat uns besonders gut gefallen. Im Figurenspiel ist dies möglich, weil es eine wunderbare Erweiterung der Darstellungsmöglichkeiten beim Erzählen einer Geschichte erlaubt. Es gibt nichts, was Figuren nicht könnten: fliegen, sich verbiegen, jegliche Formen und Grössen annehmen, sich in ihre Bestandteile auflösen, andere Wesen fressen oder eben eine Nacht sein.

Figuren beflügeln die Fantasie der Zuschauenden. Sie schaffen einen anderen, direkteren Zugang zur Identifikation als dies menschliche Darstellende tun. Wir können Figuren nicht nicht ernst nehmen. Dies geht den Kindern und auch den Erwachsenen im Publikum gleich. Funktioniert eine Figur, ist es wirklich schwierig, sich bewusst zu machen, dass dies nur bewegtes Material ist.

Neben dem Bespielen der Figuren ist natürlich auch genau das Bauen einer solchen ein spannender, schöner und immer wieder herausfordernder Prozess. Was macht einen Charakter aus, mit welchen Materialen lässt sich die Idee umsetzen, wie wird das innere Bild zu einem bespielbaren Wesen? Und wenn eine Figur fertig ist, dann gibt es tatsächlich ein Wesen mehr auf Erden. Zauberei!

Was treibt dich persönlich immer wieder an, für die Zielgruppe Kinder zu produzieren?

Ich möchte Theater für alle Altersgruppen machen, weil mich nun mal alle Altersgruppen interessieren. Wenn wir mit Die Nachbarn ein Kinderstück entwickeln, ist uns daran gelegen, dass sich auch die Erwachsenen darin angesprochen fühlen. Es ist die Erzählform, die in einem Kindertheaterstück kindergerecht sein soll, gleichzeitig aber auch Erwachsenen gerecht werden kann. Ich denke, der Inhalt einer guten Geschichte interessiert Gross und Klein. Und eigentlich befassen wir uns ja ein Leben lang immer wieder mit denselben Themen und Emotionen. Mal mehr mal weniger kompliziert.

Was hat euch bei der Arbeit besonders herausgefordert oder am besten gefallen?

Sich beim Kreieren einer eigenen Geschichte von verschiedenen Vorlagen inspirieren zu lassen, ist nicht ohne. Man verliebt sich da und dort in Details oder Passagen und neigt dazu, zu viele Nebenschauplätze oder Themen einfliessen lassen zu wollen. Dies ist uns tatsächlich auch passiert. Die Geschichte hatte zu Beginn die Schwäche, dass zu viel angeschnitten wurde, was nicht wirklich von Relevanz war. Daher zogen wir uns nach der Premiere nochmals in den Proberaum zurück, um dem Weniger-ist-Mehr gerecht zu werden und die Entwicklung der Hauptfigur Mücke mehr in den Fokus zu rücken. Wir sind sehr froh, dass uns dies gelungen ist. Nochmals Änderungen an einer fertigen Geschichte vorzunehmen, bringt schnell alles durcheinander und kann auch schief gehen.

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