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U20 Slam Aargau Schulmeisterschaften 2018

Daniela Dill / Lorenz Hegi – Literatur – Sekundarstufe II

Am 22. Februar 2018 fand das Finale der ersten U20-Poetry-Slam-Meisterschaften im KiFF Aarau statt, daran nahmen über 200 Gäste teil. Gekürt wurde die "Aargauer-U20-Poetry-Slam-Meisterin 2018", die nun an den U20-Schweizermeisterschaften antreten kann. An den Aargauer Meisterschaften konnten alle Jugendlichen bis und mit 20 Jahren teilnehmen. Zur Sensibilisierung und Begeisterung können im rahmen von Kultur macht Schule ganzjährig Workshops mit erfahrenen Slammerinnen und Slammern gebucht werden.

Detailinformationen
OrtVier Vorrunden an Schulen in Aarau, Baden und Zofingen
Finale im KiFF, Kultur in der Futterfabrik Aarau
DatenFinale am 22. Februar 2018, 20:00 Uhr
KontaktDaniela Dill, Tel. 079 302 54 25
Webseitewww.danieladill.ch (öffnet in einem neuen Fenster)
Webseite Finalewww.kiff.ch (öffnet in einem neuen Fenster)

Interview mit Daniela Dill, Co-Organisatorin des U20-Slams

Daniela Dill spricht in ein Mikrofon Bild vergrössern
Daniela Dill (© Mirko Kienle)

Im Interview gibt Daniela Dill Einblicke in die diesjährige Meisterschaft. Das nächste Mal finden die U20-Poetry-Slam-Meisterschaften für Schulen voraussichtlich im Januar und Februar 2019 statt.

Die Schülerinnen und Schüler präsentierten eine beachtliche Bandbreite an berührenden, witzigen, grotesken und phantasievollen Themen.

Wie reagierte das Publikum?

Ich hatte den Eindruck, dass das Publikum die Texte schätzte und in der Bewertung sehr fair war. Die Stimmung war an allen Slam-Veranstaltungen gut, in Zofingen hatte es etwas wenig Publikum, auch im Verhältnis zum grossen Saal.

Worüber slammten die jungen Aargauerinnen und Aargauer?

Jugendliche gebene ihre Voten ab Bild vergrössern
© Pearlie Frisch

Die Schülerinnen und Schüler präsentierten eine beachtliche Bandbreite an berührenden, witzigen, grotesken und phantasievollen Themen. Zum Beispiel hat eine Schülerin eine sehr reflektierte Antwort auf die unsinnige und oft von Erwachsenen gestellte Frage: "Wo steckst du in zehn Jahren?" geschrieben oder ein Schüler ging der Frage: "Was ist Glück?" nach. Auch gab es sehr ernsthafte Vorträge über persönliche Krisen, poetische Texte über das letzte Lachen eines Clowns oder die Zweifel eines Künstlers im Malprozess. Die lustigen Textvorträge beinhalteten zum Beispiel eine Hasstirade gegen Weihnachtsbeleuchtungs-Neurotiker, über die Schule und was man wirklich lernt oder über den Umgang mit benachteiligenden Körpermerkmale.

Wie performten die Aargauer Nachwuchs-Slammerinnen und Slammer am Finale im KiFF?

ein Jugendlicher slammt gestikulierend auf der Bühne Bild vergrössern
© Pearlie Frisch

Die Schluss-Veranstaltung war für die Finalistinnen und Finalisten ein Erlebnis, weil das KiFF ein attraktiver Veranstaltungsort mit öffentlichem Publikum ist, ein "richtiger" Slam auf einer richtigen Bühne, mit DJ, Eintritt und Bewerbung im Programm etc.
Die Schülerinnen und Schüler haben sich auf das Finale vorbereitet, an den Texten gefeilt und die Performance geübt, d.h. da wurde schon ein Unterschied zum Auftritt an den Vorrunden sichtbar. Sie wollten gewinnen und haben gekämpft, alle haben die Teilnahme am Finale ernst genommen. Niemand von den 8 Finalistinnen und Finalisten ist textlich und performativ abgefallen.

Was bringt der U20 Slam den Jugendlichen - und der Slamszene?

Mehrere Slammerinnen und Slammer stehen gemeinsam auf der Bühne Bild vergrössern
© Pearlie Frisch

Im Workshop erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Gelegenheit, mit Profis aus der Slam-Szene Texte zu erarbeiten und eine Performance einzustudieren. Sie können sich ausprobieren und Hemmungen überwinden, vor Publikum zu stehen; sie gewinnen Bühnenerfahrung und merken vielleicht, ob ihnen diese Kunstform zusagt oder nicht. Ein Schüler, der eine solide Performance hatte, winkte nach der Veranstaltung dankend ab: "Es war schon cool mitzumachen, aber das ist nicht mein Ding." Während andere Schülerinnen und Schüler Feuer gefangen haben und bereits auf öffentlichen Schweizer Slam-Bühnen unterwegs sind, wie zum Beispiel der Badener Kanti-Schüler Manuel Bonaglia, der am 9. März 2018 im Basler Literaturhaus beim U20-Finale teilnimmt. Für die Slam-Szene bedeutet die U20-Meisterschaft natürlich Nachwuchsförderung und Erhalt, sowie Bereicherung und Belebung der Slam-Szene.

Was nimmst du aus dieser U20-Slam-Runde mit für die Austragung im 2019?

Mehrer Slammerinnen und Slammer stehen gemeinsam auf der Bühne Bild vergrössern
© Pearlie Frisch

Die vielseitige Begeisterung der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrpersonen, die ihrerseits auch viel Engagement in die Meisterschaft investiert haben, motiviert für eine weitere Durchführung der Aargauer U20-Meisterschaften. Es gibt Verbesserungsmöglichkeiten in der Kommunikation mit den Schulen, insbesondere in der Bewerbung um die Durchführung für die Workshops. Deshalb wollen wir früher mit der Organisation beginnen, damit wir mehr Schulen, im Idealfall auch Berufsschulen, für die Teilnahme gewinnen können.

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