Navigation

Sprunglinks

zurück

Piezo Instrumente

Actioncy – Medienkunst & Film – 3. bis 9. Klasse, Sekundarschule II

Aus verschiedenen Ausgangsmaterialien suchen die Schülerinnen und Schüler ihre Lieblingsklänge heraus und bauen diese zu einem akustischen Soundsetting zusammen. Sie kreieren damit ihr eigenes elektronisches Instrument. Mit einem Piezo können sie die Klänge elektronisch über ein Mischpult verstärken, an verschiedenen Stationen ausprobieren und während dem Experimentieren immer weiterentwickeln. In einem kleinen Schlusskonzert präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihr Instrument.

Hinweis:

Actioncy bietet zudem die beiden Angebote Graphiton Workshop und GIF Workshop an.

Detailinformationen
OrtSchulhaus
Datennach Vereinbarung
Kosten / DauerFr. 900.– für einen Halbtag (mit Impulskredit Fr. 450.–), inklusive Material
Gruppengrösseeine Schulklasse
Kontakt/AnmeldungLivia Müller, Tel. 079 531 35 33,

Interview mit Livia Müller, Actioncy

Livia Müller gibt Einblick in die Vermittlungsangebote von Actioncy und wie durch handwerkliche Aktivitäten ein kreativer Umgang mit modernen Technologien vermittelt wird.

Junge Frau mit braunen Haaren Bild vergrössern
© Livia Müller

Bei den Workshops ist es uns wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur einen fertigen Bausatz zusammenbauen, sondern die Möglichkeit haben, mit der Technik zu experimentieren, um individuelle Objekte, Geräte, Maschinen, Visuals oder Instrumente zu entwickeln.

Livia MüllerActioncy

Ihre Vermittlungsangebote bewegen sich zwischen den Disziplinen der Bildenden Kunst, Medienkunst, Physik und Musik. Worin sehen Sie das Potenzial dieses interdisziplinären Ansatzes für Schülerinnen und Schüler?

Indem man in der Vermittlung verschiedene Perspektiven auf den gleichen Sachverhalt aufzeigen kann, ist es für die Schülerinnen und Schüler möglich, übergreifende Zusammenhänge zu erkennen, ihre eigene Alltagswelt mit unterschiedlichsten Mitteln und Methoden zu erforschen und darauf basierend neue Ideen oder Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Neben Interdisziplinarität spielen auch transdisziplinäre Denkweisen immer mehr eine Rolle. So ist die mechatronische Kunst, in der wir uns mit unseren Workshops bewegen, ein Gebiet, in dem verschiedene Sichtweisen gefragt sind und so können sich alle Teilnehmenden der Workshops einbringen.

Gibt es einen Vorteil bei der Integration von modernen Technologien in der Kulturvermittlung für Schülerinnen und Schüler?

Für mich sind Technologien in erster Linie Werkzeuge. Es ist toll, viele verschiedene zur Auswahl zu haben, die man je nach Projekt unterschiedlich einsetzen kann. Besonders spannend finde ich es persönlich, mit alltäglichen Technologien zu arbeiten. Arbeitet man beispielsweise über das eigene Smartphone oder den Laptop, kann man an die Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler anknüpfen und gleichzeitig den Umgang und die Verwendung des Werkzeugs mit ihnen analysieren. Über die Reflexion der eigenen Verhaltens- und Umgangsweisen mit Technologien können beispielsweise historische, gesellschaftliche oder kulturelle Zusammenhänge erschlossen und untersucht werden.

Was erwartet Schulklassen beim Besuch eines Ihrer drei Vermittlungsangebote? Was lernen Schülerinnen und Schüler dabei?

Im Graphiton Workshop bauen Schülerinnen und Schüler einen eigenen kleinen Synthesizer und im Piezo – Instrumente Workshop ein individuelles, elektronisch verstärktes Instrument. Beim GIF Workshop erstellen sie auf Plattformen und in Bildbearbeitungsprogrammen eigene kleine Kurzanimationen, die als GIFs über das Internet geteilt werden können. Bei den Workshops ist es uns wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur einen fertigen Bausatz zusammenbauen, sondern die Möglichkeit haben, mit der Technik zu experimentieren, um individuelle Objekte, Geräte, Maschinen, Visuals oder Instrumente zu entwickeln. Neben der Schulung von handwerklichen, technischen und gestalterischen Fähigkeiten ist es uns auch wichtig, die Schülerinnen und Schüler mit gesellschaftlichen Zusammenhängen zu konfrontieren. So befassen wir uns in den Workshops beispielsweise auch mit der Thematik der Nachhaltigkeit und dem Potenzial und den Problemen der aktuellen technologischen Entwicklungen.

Bei Actioncy experimentieren Sie mit verschiedensten Medien und bringen dabei analoge Kunstverfahren mit zeitgenössischen Technologien zusammen. Worin sehen Sie das Potenzial dieses Ansatzes für die Kunst?

In Moment geschieht die technologische Entwicklung so rasant, dass kaum Zeit bleibt, diese auch mal kritisch zu betrachten oder Chancen und Risiken abzuwägen. Hier sehe ich eine Chance für die Kunst, diese Themen auf spielerische Weise zu untersuchen. Mit der technologischen Entwicklung ist es inzwischen auch normal, dass Kunstwerke nicht mehr dazu verpflichtet sind, passiv und ruhig im Raum zu stehen oder starr an einer Wand zu hängen, sondern sie können sich auch aktiv bewegen, sich akustisch mitteilen oder sogar interaktiv mit den Betrachterinnen und Betrachter in Kontakt treten. Damit kann ein völlig neues und interessantes Verhältnis zwischen Kunstwerk, Publikum und der Umgebung entstehen.

Inwiefern vermögen Ihre Vermittlungsangebote die gestalterischen Möglichkeiten von modernen Technologien neu aufzuzeigen?

Wir möchten die Technik als normales Werkzeug in den Alltag integrieren und somit einen selbstverständlichen Umgang damit etablieren. So kann eine rote Kugel auf ein Papier mit Farbe gemalt, mit Faden gestickt, aus Ton geformt und glasiert werden oder es wird mit Licht in Form einer roten LED ein Punkt in den Raum gesetzt. In unseren Workshops fördern wir den spielerischen Umgang mit Technologie und damit auch ein Bewusstsein für den kreativen Umgang damit. Auf dieser Basis ist es möglich, aktuelle technologische Entwicklungen zu erforschen, zu hinterfragen aber sich auch aktiv an der Weiterentwicklung zu beteiligen. Vom User zum Entwickler!

zurück
Nach Oben