Beitrag an Betriebskosten beantragen

Das Kulturgesetz ermöglicht die Zusprechung von Betriebsbeiträgen an kulturelle Institutionen von mindestens kantonaler Bedeutung.

Voraussetzungen

  1. herausragender Beitrag zu einem kulturell anregenden Lebensraum
  2. inhaltliche Einzigartigkeit im Kanton oder darüber hinaus
  3. gesellschaftliche Relevanz
  4. herausragende Qualität:
    • eigenständige Handschrift oder Ausrichtung
    • unverwechselbares Profil
    • Ambitioniertheit und Innovationswille
    • kontinuierliche, über Jahre bewiesene Qualität oder
    • ausgewiesenes Qualitätspotential
  5. ausgewiesene Professionalität mit mindestens 300 Stellenprozenten und einem Jahresumsatz von mindestens Fr. 400'000.–
  6. Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Kulturinstitutionen
  7. mindestens kantonales Publikum
  8. Publikumsorientierung:
    • Mischung aus bewährten und experimentellen Darbietungsformen für verschiedene Zielpublikas
    • qualifizierte Kulturvermittlung
    • qualifiziertes Marketing

Ablauf

  • Schritt 1: Institutionen von mindestens kantonaler Bedeutung reichen das Gesuchsdossier in vierfacher Ausführung termingerecht an die Kommission für Kulturfragen, Departement BKS, Abteilung Kultur, Bachstrasse 15, 5001 Aarau ein. Zugleich ist das Dossier elektronisch an die Abteilung Kultur, zu senden.
  • Schritt 2: Die Kommission für Kulturfragen prüft die Gesuche (inklusive Evaluationsbesuche) und empfiehlt dem Regierungrat ausgewählte Institutionen zur Unterstützung mit Betriebsbeiträgen.
  • Schritt 3: Der Regierungsrat spricht die Beiträge an die Betriebskosten.
  • Schritt 4: Die Betriebsbeiträge werden an Leistungsvereinbarungen geknüpft. Nach einer Regellaufzeit von drei Jahren wird die Regierung die Erreichung der Ziele überprüfen und auf ein erneuertes Gesuch hin gegebenenfalls die Verträge erneuern.

Benötigte Unterlagen

Kopierfähiges Dossier sowie elektronische Gesuchseingabe mit folgenden Elementen:

  • Beschreibung der Institution; Tätigkeit, Trägerschaft, Geschichte, Zukunftspläne
  • Detaillierter Nachweis der kantonalen Bedeutung gemäss § 4 der Verordnung zum neuen Kulturgesetz mit Ausführungen zu sämtlichen Kriterien
  • Die Gesuchsteller müssen aufzeigen, welches die Betriebskosten sind (z.B. Personalkosten Betrieb, Administration und Sachaufwand Betrieb, Miete, Marketing)
  • Businessplan, finanzielle Entwicklung der letzten 3 Jahre sowie Budget- und Finanzierungsplan für die kommenden 3 Jahre, falls vorhanden: aktueller Revisionsbericht des vergangenen Jahres

Fristen & Termine

Eingabefristen für Beiträge ab 2019: 9. Februar 2018

Kosten

Keine

Formulare & Online-Dienstleistungen

Keine

Rechtliche Grundlagen

Mehr zum Thema

Beiträge an Betriebskosten 2017 bis 2019:

  • argovia philharmonic (2 x Fr. 337'000.–, 1 x Fr. 390'000.–)
  • KiFF (2 x Fr. 168'000.–, 1 x Fr. 195'000.–)
  • Künstlerhaus Boswil (2 x Fr. 295'000.–, 1 x Fr. 345'000.–)
  • Murikultur (2 x Fr. 126'000.–, 1 x Fr. 145'000.–)

Beiträge an Betriebskosten 2016 bis 2017/18:

  • Schweizer Kindermuseum (1 x Fr. 129'000.–,
    1 x Fr. 126'000.–)
  • Stapferhaus Lenzburg (1 x Fr. 301'000.–, 2 x Fr. 295'000.–)
  • tanz&kunst königsfelden (1 x Fr. 151'000.–, 2 x Fr. 147'000.–)

Beiträge an Betriebskosten 2015 bis 2017*:

  • FANTOCHE - Internationales Festival für Animationsfilm (2 x Fr. 350'000.–, 1 x Fr. 400'000.–)
  • Museum Langmatt (3 x 200'000.–)

* Im Rahmen der Entlastungsmassnahmen 2016 wurden die beschlossenen Beiträge 2016/17 um 15% gekürzt.