Stiftungsurkunde Königsfelden

Stiftungsurkunde der Königin Elisabeth für das Doppelkloster Königsfelden, ausgestellt in Wien, 29. Sept. 1311

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Pergament, deutsch, mit Thronsiegel der Königinwitwe; Signatur U.17/0020a. Lit.: G. Boner, in: Gesammelte Beiträge S. 100 ff.; J. Gut, Memorialorte der Habsburger, in: Vorderösterreich S. 105 f.

Elisabeth, einst römische Königin, stiftet zusammen mit ihren fünf Söhnen, den Herzögen von Österreich und Steiermark, zum Seelenheil ihres Gatten König Albrechts und aller ihrer Vorfahren ein Frauenkloster und Männerkloster des Franziskanerordens in ihrem Land zu Schwaben im "Argeu" im Kirchspiel "Windisch". Sie stattet das Frauenkloster mit dem Kirchensatz Staufen aus und bestimmt, dass die Minderbrüder keine Gewalt über das Kirchengut des Frauenklosters haben dürfen und dass die Äbtissin die Klostergeschäfte zu führen hat. Der Kirchensatz Staufen war die eine in der langen Reihe von wahrhaft fürstlichen Donationen.

"Königsfeld", d.h. das Feld zwischen Brugg und Windisch, wo am 1. Mai 1308 König Albrecht von seinem Neffen Johann und dessen Anhängerschaft ermordet worden ist.