Wedekind-Archiv

Der Teilnachlass des Schriftstellers Frank Wedekind umfasst Briefe, Verlagsverträge, Dramenentwürfe und -fragmente, Prosastücke, Gedichte, Kritiken, Erstausgaben und als besondere Rarität: die Werbetexte, die Wedekind für Julius Maggi geschrieben hat.

Der Nachlass von Frank Wedekind (öffnet in einem neuen Fenster) (Benjamin Franklin Wedekind, 1864-1918) kam unter abenteuerlichen Umständen in die Aargauer Kantonsbibilothek. 1943 brachte Pamela Wedekind den in Berlin gefährdeten Nachlass ihres Vaters nach Zürich in Sicherheit. Von dort wurde der Koffer mit den Manuskripten später nach Lenzburg gebracht, wo Frank Wedekind als eines der Kinder von Schlossbesitzer Friedrich Wilhelm Wedekind und Emilie Wedekind-Kammerer seine Kindheit und Jugend verbracht hatte. Die Kantonsbibliothek übernahm schliesslich den Nachlass und ergänzte ihn mit den Briefen und Gedichtmanuskripten, die sich bereits in ihrer Wedekindsammlung befanden. 1960 einigten sich die Erbgemeinschaft Wedekind, die Stadtbibliothek München und die Aargauer Kantonsbibliothek auf eine Teilung des Wedekind-Nachlasses, worauf ein gewichtiger Teil von Wedekinds literarischem Nachlass an die Stadtbibliothek München ging.

Die Aargauer Kantonsbibliothek konnte ihr Wedekind-Archiv aber in den folgenden Jahrzehnten um wichtige Konvolute erweitern: um eine ganze Reihe von Briefen Wedekinds und nicht zuletzt um die Werbetexte, die Wedekind für den Suppen- und Würzenfabrikanten Julius Maggi geschrieben hatte.

Inventar des Wedekind-Archivs