Sauerländer

Der Sauerländer Verlag prägte mit seinen Zeitungen und Zeitschriften die frühen Jahre des Kantons Aargau. Sauerländer hatte als Lehrmittelverlag einiges Gewicht und publizierte unvergessliche Kinder- und Jugendbuchklassiker.

"Die rote Zora und ihre Bande" oder "Die Schwarzen Brüder" von Lisa Tetzner und Kurt Held, "Alle Jahre wieder saust der Presslufthammer nieder" von Jörg Müller und die Grimm-Märchenbücher von Felix Hoffmann: Der Aarauer Sauerländer Verlag hat im 20. Jahrhundert eine ganze Reihe von Kinder- und Jugendbuchklassikern herausgebracht. Nicht weniger bekannt war Sauerländer für seine Lehrmittel, Fachbücher und Fachzeitschriften.

Zugang über Online-Katalog

Sammlung Sauerländer (öffnet in einem neuen Fenster)

Verlagsgeschichte

Portrait
Portrait H. R. Sauerländer

Gegründet wurde der Sauerländer Verlag 1807 von Heinrich Remigius Sauerländer, der in den ersten Dekaden eng mit dem einflussreichen Staatsmann und Publizisten Heinrich Zschokke zusammenarbeitete. Zschokkes erfolgreiche Zeitschriften, Erzählungen und Novellen bildeten die wirtschaftliche Basis, auf der Sauerländer seinen Verlag aufbauen konnte.

Bestandesübernahme

2004 übergab die Familie Sauerländer das Buch- und Firmenarchiv des Verlages dem Kanton Aargau. Damit sind in der Aargauer Kantonsbibliothek und im Staatsarchiv Aargau neben den Firmenunterlagen, Jugend-, Schul- oder Fachbüchern, Broschüren, Zeitungen und Zeitschriften des Verlags 4'000 Autorendossiers und 100 Dossiers zu Zeitschriften von 1800 bis 2005 zugänglich.

Das gemeinsame Internetprojekt www.sauerlaender200.ch (öffnet in einem neuen Fenster) der Kantonsbibliothek und des Staatsarchivs bietet Einblick in ausgewählte Dokumente des Archivs, das zwei Jahrhunderte Wirtschafts-, Bildungs-, Medien- und Kulturgeschichte umfasst.