Unterschutzstellung & Subventionen

Der Kanton Aargau setzt sich für eine langfristige Erhaltung seiner Kulturdenkmäler ein. Aus diesem Grund werden Baudenkmäler von kantonaler Bedeutung unter Schutz gestellt. Die bei baulichen Massnahmen auftretenden Mehrkosten werden dabei teilweise durch den Kanton ausgeglichen.

Gestützt auf das Kulturgesetz können Baudenkmäler unter kantonalen Schutz gestellt werden. Über die kantonale Unterschutzstellung eines Denkmals entscheidet das Departement Bildung Kultur und Sport (BKS). Die Kantonale Kommission für Denkmalpflege und Archäologie berät das Departement bei seiner Entscheidung. Das Unterschutzstellungsverfahren erfolgt unter Anhörung der Eigentümer/innen und der Standortgemeinde.

Die vom Kanton unter Schutz gestellten Baudenkmäler sind von den Eigentümerinnen und Eigentümern so zu unterhalten, dass deren Bestand dauerhaft gesichert ist.

Subventionen

Der Kanton Aargau richtet gemäss Verordnung zum Kulturgesetz bei einer baulichen Massnahme an einem kantonalen Schutzobjekt finanzielle Beiträge an die denkmalpflegerischen Mehrkosten aus. Eigentümerinnen und Eigentümer können eine Subventionszahlung beantragen.

Diese Subventionszahlungen, die von der Bedeutung des Objekts sowie dem notwendigen Aufwand und Nutzen der Massnahme abhängen, werden aufgrund des Kostenvoranschlags berechnet und zugesprochen. Nach Einreichen der Bauabrechnung und der verlangten Dokumentation werden die Beiträge ausbezahlt.

Die eingereichte Dokumentation hat gemäss den Vorgaben im Leitfaden zu erfolgen:

Leitfaden Dokumentation (PDF, 2 Seiten, 57 KB)

Subventionsgesuch stellen

Der Kanton Aargau setzt sich für die Erhaltung seiner Denkmalschutzobjekte ein. Er richtet bei baulichen Massnahmen finanzielle Beiträge an denkmalpflegerische Mehrkosten aus.

Voraussetzungen

Das Objekt ist denkmalgeschützt beziehungsweise im Verzeichnis des beweglichen Kulturerbes eingetragen.

Ablauf

  • Schritt 1: Nehmen Sie mit der Kantonalen Denkmalpflege Kontakt auf.
  • Schritt 2: Begehen Sie das Objekt mit dem zuständigen Bauberater.
  • Schritt 3: Reichen Sie das ein schriftliches Gesuch an das Departement Bildung, Kultur und Sport, Kantonale Denkmalpflege, Bachstrasse 15, 5001 Aarau ein. Das Gesuch muss einen Kostenvoranschlag (KV) enthalten.
  • Schritt 4: Die Denkmalpflege berechnet die denkmalpflegerischen Mehrkosten anhand des Kostenvoranschlags.
  • Schritt 5: Die Denkmalpflege legt die Dokumentation fest und spricht den entsprechenden Beitrag an Eigentümer/-in zu.
  • Schritt 6: Nach Abschluss der Bauarbeiten nimmt die Denkmalpflege das Objekt zusammen mit dem Architekt/Bauherr ab.
  • Schritt 7: Die Bauabrechnung wird von der Denkmalpflege geprüft.
  • Schritt 8: Nach Vorliegen der verlangten Dokumentation wird der Subventionsbeitrag ausgezahlt.
  • Schritt 9: Die Dokumentation wird bei der Kantonalen Denkmalpflege archiviert.

Vorgehen bei Unterhaltsarbeiten und Restaurierungen (PDF, 1 Seite, 42 KB)

Benötigte Unterlagen

  • Beschreibung aller baulichen Massnahmen.
  • Kostenvoranschlag (mit Angabe der Baumassnahmen und Liste der Baumaterialien)

Fristen & Termine

Keine Einschränkungen. Jederzeit möglich.

Kosten

Keine Kosten angegeben

Formulare & Online-Dienstleistungen

Es gibt kein standardisiertes Formular Reichen Sie ein schriftliches Gesuch mit allen unter "Benötigte Unterlagen" aufgeführten Unterlagen ein.

Bundesbeiträge

Für überregional herausragende Objekte gelten die Kriterien des Bundes. Eigentümerinnen und Eigentümer reichen bei baulichen Massnahmen wie bei kantonal geschützten Objekten ein Gesuch um eine Subventionszahlung ein. Die Kantonale Denkmalpflege übernimmt dann das Bearbeiten und Einreichen von Beitragsgesuchen an das Bundesamt für Kultur (öffnet in einem neuen Fenster). Nach erfolgter Bewilligung eines Bundesbeitrags und nach Fertigstellung der Arbeiten stellt die Denkmalpflege die erforderliche Beitragsabrechnung mit dem Auszahlungsgesuch an den Bund zu.