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Stuckdecken im Pfarrhaus Laufenburg

Das Laufenburger Pfarrhaus entstand 1738/39 im Auftrag des Pfarrers Franz Joseph Ringler und der Säckinger Fürstäbtissin Maria Josepha von Liebenfels, die hälftig für Bau und Unterhalt des Pfarrhauses zuständig waren. Wie sich dies in den bauzeitlichen Stuckdecken niederschlug, wird im Aufsatz "Das Laufenburger Pfarrhaus und seine stuckierten Decken" herausgearbeitet. Er erschien in der Ausgabe 2017 der Jahresschrift "Vom Jura zum Schwarzwald".

Pfarrhaus Laufenburg. Ecksaal im Obergeschoss. Wappen der Äbtissin Maria Regina von Ostein, die dem Stift Säckingen von 1693–1718 vorstand. Bild vergrössern
Pfarrhaus Laufenburg. Ecksaal im Obergeschoss. Wappen der Äbtissin Maria Regina von Ostein, die dem Stift Säckingen von 1693–1718 vorstand. © Kantonale Denkmalpflege Aargau

Das über der Altstadt Laufenburgs thronende katholische Pfarrhaus, ein von Deutschordensbaumeister Johann Caspar Bagnato geplantes Bauwerk, entstand 1738/39 im Auftrag des damaligen Laufenburger Pfarrers Franz Joseph Ringler und der Fürstäbtissin des Stifts Säckingen, Maria Josepha von Liebenfels. Beide Parteien waren hälftig für den Bau und den Unterhalt des Pfarrhauses zuständig. Eingeleitet von der Baugeschichte des Pfarrhauses und den zahlreichen Renovierungen des 19. und 20. Jahrhunderts widmet sich der von Kunstdenkmäler-Inventarisatorin Edith Hunziker verfasste Aufsatz "Das Laufenburger Pfarrhaus und seine stuckierten Decken" insbesondere den Stuckdecken aus den 1740er-Jahren, die sich im Obergeschoss des Pfarrhauses erhalten haben.

Pfarrhaus Laufenburg. Ansicht von Osten. Die Stuckdecken aus der Bauzeit um 1740 befinden sich im Obergeschoss, das durch hohe Fensteröffnungen als Beletage ausgezeichnet ist. Bild vergrössern
Pfarrhaus Laufenburg. Ansicht von Osten. Die Stuckdecken aus der Bauzeit um 1740 befinden sich im Obergeschoss, das durch hohe Fensteröffnungen als Beletage ausgezeichnet ist. © Kantonale Denkmalpflege Aargau

Der Ecksaal der Äbtissinnen von Säckingen

Besonders aufschlussreich ist die Stuckierung im fast quadratischen rheinseitigen Ecksaal. An der Decke erscheinen hier die stuckierten Wappen von vier Säckinger Fürstäbtissinnen: Über dem Eingang als erstes jenes von Maria Josepha von Liebenfels (reg. 1734–1753), die zusammen mit Pfarrer Ringler 1738 als Bauherrin des Pfarrhauses auftrat. Es folgen im Uhrzeigersinn die Wappen ihrer drei Vorgängerinnen Maria Magdalena von Hallwyl (reg. 1730–1734), Maria Barbara von Liebenfels (reg. 1718–1730) und Maria Regina von Ostein (reg. 1693–1718). Die Wappenschilde sind mit einem Abtsstab hinterlegt und von einer Fürstenkrone überhöht. Damit wird verdeutlicht, dass die Vorsteherinnen des Stifts Säckingen den Rang von Fürstäbtissinnen innehatten. Im Zentrum jedoch ist das Auge Gottes dargestellt. Es steht für die göttliche Vorsehung, der sich die Äbtissinnen mit ihren rundum gruppierten Wappen sinnbildlich unterordneten.

Pfarrhaus Laufenburg. Ecksaal im Obergeschoss mit zentralem Auge Gottes und vier Äbtissinenwappen in den Ecken. Oben im Bild mit dem Flügel jenes von Maria Josepha von Liebenfels. Bild vergrössern
Pfarrhaus Laufenburg. Ecksaal im Obergeschoss mit zentralem Auge Gottes und vier Äbtissinenwappen in den Ecken. Oben im Bild mit dem Flügel jenes von Maria Josepha von Liebenfels. © Kantonale Denkmalpflege Aargau
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