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Seengen

Jungsteinzeitliches Haus (Rekonstruktion) im Moos

Rekonstruiertes Pfahlbauhaus von der Seite. Bild vergrössern
© Kanton Aargau; Foto: Béla Polyvàs

Das Pfahlbauhaus wurde im Jahr 1989 vom Rotary-Club Lenzburg in Zusammenarbeit mit Max Zurbuchen gebaut. Vorbild sind Ausgrabungsbefunde aus dem Wauwiler Moos (LU). Nach dem Hochwasser von 1999 versank das Haus teilweise im aufgeweichten Untergrund und musste mit der im Inneren sichtbaren Stützkonstruktion versehen werden. 2003/2004 und 2012/13 wurde jeweils das Dach neu gedeckt und die Wände repariert.

Wie an den meisten Seen des Mittellandes lebten auch am Hallwilersee Menschen in Pfahlbauten. Jungsteinzeitliche Siedlungen lagen in Meisterschwanden-Seerose und Meisterschwanden-Erlenhölzli sowie Beinwil-Aegelmoos, bronzezeitliche Siedlungen ebenfalls im Aegelmoos sowie in Seengen-Riesi – in Sichtweite des Pfahlbauhauses.

Keramikensembl von Seengen-Riesi Bild vergrössern
© Kanton Aargau; Foto: Béla Polyvàs: Keramikset aus der Bronzezeit um 1000 v. Chr.

UNESCO-Welterbe

Die jungsteinzeitlichen Fundstellen in Meisterschwanden wurden durch Hobbyarchäologen zwischen 1920 und 1980 zu grossen Teilen zerstört. Wesentlich besser erhalten sind die Siedlungen von Seengen-Riesi und Beinwil-Aegelmoos. Dieser Tatsache verdanken sie ihre Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes "Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen" (öffnet in einem neuen Fenster).

Infotafel (PDF, 1 Seite, 590 KB)

Blick von vorne aufs rekonstruierte Pfahlbauhaus, im Hintergrund Bäume und Büsche. Bild vergrössern
© Kanton Aargau; Foto: Béla Polyvàs

Besucherinformationen

Römisches Mosaik

Das römische Mosaik in Seengen. Bild vergrössern
© Kanton Aargau; Foto: Béla Polyvàs

Das vor Ort erhaltene Fragment eines Mosaikfussbodens wurde 1936 entdeckt. Es bildete einst den Boden eines der luxuriös ausgestatteten Räume des Herrenhauses.

Der Raum verfügte über einen sogenannten Hypokaust, eine Bodenheizung. Das Mosaik lag auf einem Mörtelgussboden, welcher seinerseits auf kleinen, aus Tonplatten gefügten Säulen ruhte. Von einer ausserhalb des beheizbaren Raumes gelegenen Feuerstelle (praefurnium) gelangte warme Luft in den Hohlraum unter dem Mosaikboden, erwärmte diesen und konnte durch in die Wände eingelassene Tonröhren wieder entweichen. Die heute sichtbaren Hypokaustsäulen unter dem Mosaikboden sind eine Rekonstruktion.

Der heutige Standort des Mosaiks entspricht ungefähr dem ursprünglichen Fundort.

Infotafel (PDF, 672 KB)

Das römische Mosaik ist an Ort und Stelle erhalten. Bild vergrössern
© Kanton Aargau; Foto: Béla Polyvàs

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