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Villigen

Burgruine Besserstein

Blick auf die Ruine Bild vergrössern
© Kanton Aargau; Foto: Béla Polyvàs

Die Burgruine Besserstein liegt auf dem Geissberg in einer weitläufigen, prähistorischen Befestigungsanlage, in der sie das das spornartige Ende des Bergrückens einnimmt. Die Burg befand sich im Besitz des Klosters Murbach im Elsass und war als Lehen an die Grafen von Habsburg ausgegeben. Vermutlich wurde die Burg im späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert erbaut und bereits um 1300 aufgegeben. Die Anlage bestand auf der Angriffsseite aus einem breiten Graben. Dahinter folgte eine Schildmauer mit eingebundenem Turm. Im Schutz dieser Befestigungswerke lagen Wohn- und Wirtschaftsgebäude.

Die Burg wurde 2008 teilweise erforscht und konserviert.

Infotafel (PDF, 1 Seite, 447 KB)

Der Picknickplatz mit Feuerstelle bei der Ruine Bild vergrössern
© Kanton Aargau; Foto: Béla Polyvàs

Besucherinformationen

In Villigen führt von der Kirche ein markierter Wanderweg in rund 30 Minuten steil hinauf zur Burg.

Die Ruine, überwachsen mit Sträuchern und Bäumen Bild vergrössern
© Kanton Aargau; Foto: Béla Polyvàs

Wallanlage auf dem Geissberg

Die WAllanlage auf dem Geissberg bei VIlligen. Bild vergrössern
© Kanton Aargau; Foto: Béla Polyvàs

Das Vorfeld der Burgruine Besserstein auf dem Geissberg wird durch einen langen, fast schnurgeraden Wall abgeriegelt. Mit 180 m Länge ist es die längste derartige Befestigung im Aargau. Er grenzt eine über 5 Hektar grosse Fläche vom übrigen Plateau ab.

Aus der Nähe der Burgruine sind spätbronzezeitliche Funde bekannt (um 1000 v. Chr.). Auf dem Plateau siedelten also damals schon Menschen. Auch bei vielen anderen Aargauer Burgen kamen bei archäologischen Ausgrabungen spätbronzezeitliche und andere prähistorische Funde ans Licht. Die Menschen suchten offensichtlich immer wieder die gleichen Schutzlagen auf.

Aus der Vorgeschichte oder dem Frühmittelalter?

Dagegen ist der - traditionell als prähistorisch bezeichnete - Wall auf dem Geissberg einzigartig. Weder im Mittelalter noch in der Spätbronzezeit finden sich gute Vergleichsbeispiele. Gegen ein bronzezeitliches Alter spricht unter anderem seine gute Erhaltung: 3000 Jahre Wind und Wetter, Baumwürfe und Maulwürfe hätten ihn sicher stärker eingeebnet.

Eine neuere Interpretation betrachtet ihn daher als frühmittelalterliche Befestigung. Im 9. und 10. Jahrhundert wurden an vielen Orten eilig Fluchtburgen errichtet, in denen sich die Bevölkerung einer Region vor den Ungarn in Sicherheit brachte. Und für eine solche frühe mittelalterliche Fluchtburg wäre die Anlage auf dem Geissberg mit seinen senkrechten Felswänden hervorragend geeignet.

DIe Wallanlage auf dem Geissberg. Bild vergrössern
© Kanton Aargau; Foto: Béla Polyvàs

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