Densbüren

Burgruine Urgiz

Blick auf die Burgruine Urgiz Bild vergrössern
© Kanton Aargau; Foto: Béla Polyvàs

Die Burg, vermutlich eine Gründung des 13. Jahrhunderts, bestand ursprünglich aus einer kleinen Anlage, die von einer Ringmauer und von einem halbkreisförmigen Graben umgeben war. Im 14. Jahrhundert fand eine Erweiterung und befestigungstechnische Verstärkung der Burg statt. Der Burggraben wurde überbaut und aussen mit einer neuen Ringmauer versehen. In diese einbezogen war ein Rundturm mit feindseitig verdickter Mauer, eine Bauweise die im Spätmittelalter als Reaktion auf Wurfmaschinen und Kanonen aufkam. Der neue Burggraben hatte eine Breite von 10 bis 12 Meter und wurde an der Aussenseite über weite Strecken durch eine Futtermauer mit wallartiger Hinterfüllung abgeschlossen. Als weiteres Annäherungshindernis diente ein im Vorgelände der Burg aufgeschütteter Steinwall.

Vom Bischofsbesitz an die Effinger zu den Bernern

Die Burg befand sich im Besitz der Bischöfe von Strassburg. Von diesen hatten die zwischen 1277 und 1315 bezeugten Herren von Uriol die Burg zu Lehen. Wer im 14. Jahrhundert auf der Burg sass, ist unbekannt. Im 15. Jahrhundert gelangte sie an die Effinger von Brugg, kam später an Konrad Rätz von Säckingen und 1475 an Heinrich Hasfurter, dessen Sohn die mittlerweile verlassene Burganlage samt dem Dorf Densbüren 1502 an Bern verkaufte. Die Berner liessen auf der Burgruine im 17. Jahrhundert eine Hochwacht mit Wachthaus errichten.

Der Rundturm und die Grabenfuttermauer der Burg Urgiz sowie das Wachthaus der frühneuzeitlichen Hochwacht wurden 1996/97 konserviert und archäologisch untersucht.

Im Vordergrund Infotafel, im Hintergrund die Ruinen der Burg Urgiz Bild vergrössern
© Kanton Aargau; Foto: Béla Polyvàs

Besucherinformationen

Von Densbüren her der Hauptstrasse folgen und nach Osten abbiegen vor der Abwasserreinigungsanlage. Dann hinauf zum Hof Hinterburg. Die Ruine liegt in westlicher Richtung 400 Meter hinter dem Hof im Wald.

Blick an die Mauern der Burg Urgiz im Wald Bild vergrössern
© Kanton Aargau; Foto: Béla Polyvàs