Forschung

Mit einer archäologischen Untersuchung sind zwar Befunde und Funde dokumentiert, doch erst eine Auswertung kann vertiefte Erkenntnisse schaffen. Die Resultate der Forschungsarbeiten erweitern stetig unser Bild der Vergangenheit. Und dies ist bei Weitem nicht vollständig.

Die Vergangenheit scheint bekannt. Römer in Vindonissa, Ritter auf der Habsburg und Pfahlbauer im Hallwilersee. Doch obwohl man in den letzten 100 Jahren der Ausgrabungstätigkeit schon vieles herausgefunden hat, erfahren selbst Archäologen und Archäologinnen immer wieder Neues.

So konnten zum Beispiel erst kürzlich Überreste des Osttors des Legionslagers Vindonissa freigelegt werden. Oder vor ein paar Jahren ein bislang unbekannter römischer Friedhof am Remigersteig in Brugg. In Frick (öffnet in einem neuen Fenster) gruben Mitarbeiter der Kantonsarchäologie eine römische Siedlung aus, von der bislang nur wenig bekannt war. Mithilfe der Prospektion erweitert die Kantonsarchäologie ausserdem Ihr Wissen über die archäologischen Fundstellen, ohne dass diese durch Bodeneingriffe zerstört werden.

Die Erforschung der Vergangenheit geht weiter!

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Das Legionslager Vindonissa und seine Zivilsiedlung im späten 1. Jahrhundert n. Chr. Rekonstruktion von 2016 aufgrund der neusten Forschung (Ausführung: ikonaut/ J. Trumm).

Mehr dazu, wie die Rekonstruktion entstand, und die archäologischen Facts gibts hier (öffnet in einem neuen Fenster).

Forschen mit Partnern

Die Kantonsarchäologie Aargau arbeitet eng mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen in der Schweiz zusammen. Seit 2009 gibt es an der Universität Basel die Vindonissa-Professur (öffnet in einem neuen Fenster), einen Lehrstuhl, der sich hauptsächlich mit der Erforschung der Römer im Aargau beschäftigt. Der Lehrstuhl ist ein Co-Projekt zwischen der Universität Basel und der Kantonsarchäologie. Der Kanton Aargau, der selbst keine Universität besitzt, ist an der Finanzierung der Professur beteiligt.

Ausserdem werden Partnerschaften zu weiteren Interessensgruppen gepflegt:

Forschungsprojekte

Die Kantonsarchäologie Aargau führt selbst Forschungsprojekte durch oder betreut Projekte von Universitäten, internationalen, schweizerischen und lokalen Forschern sowie Historischen Vereinigungen.

Die Resultate werden in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlich.

Wissenschaftliche Strategie

Eine wissenschaftliche Kommission berät die Kantonsarchäologie. Die Forschungsschwerpunkte sind in einer Strategie definiert und ausformuliert.

Die Kantonsarchäologie setzt Schwerpunkte in der Forschung. So soll die hohe Qualität der Forschung in Vindonissa und Kaiseraugst (öffnet in einem neuen Fenster) bestehen bleiben. Daneben werden auch in anderen Bereichen wissenschaftliche Schlaglichter gesetzt. So liegt ein Fokus auf den Themenbereichen UNESCO-Pfahlbauten, mittelbronzezeitliche Landsiedlungen und Frühmittelalter. Weitere Schwerpunktthemen sind die Spätlatènezeit, die Frühe Neuzeit (1500−1800) mit ihren Stein- und Holzbauten sowie die römischen Inschriften.

Mehr zum Thema

Über Vindonissa

Vindonissa-Professur

Seit 2009 gibt es an der Universität Basel einen Lehrstuhl, der sich mit der Erforschung der Römer im Aargau beschäftigt.