Römische Wasserleitung

Noch heute speist die römische Wasserleitung den Springbrunnen vor der Klinik Königsfelden. Die Kantonsarchäologie macht derzeit eine Bestandesaufnahme der römischen Wasserleitung und saniert sie, wo es nötig ist.

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Blick in die römische Wasserleitung. Foto Kantonsarchäologie Aargau, Béla Polyvás; © Kanton Aargau

Die Gemeinden Windisch und Hausen besitzen einen ganz besonderen historischen Schatz − die 2,4 km lange römische Wasserleitung (aquaeductus) von Vindonissa. Der im Grundwassergebiet von Hausen beginnende, unterirdisch verlaufende Kanal belieferte ursprünglich das römische Legionslager mit Trinkwasser.

Die solide gebaute Leitung wurde ab 1310 vom Kloster Königsfelden und bis 1897 von Windisch als Wasserlieferant genutzt. Noch heute speist die römische Leitung den Springbrunnen vor der Klinik Königsfelden − eine einzigartige Situation nördlich der Alpen.

Bestandesaufnahme und Sanierung

Trotz ihrer einzigartigen Stellung innerhalb der römischen Technikgeschichte ist die Wasserleitung von Vindonissa bislang weder ausreichend geschützt noch gründlich erforscht. Dank eines vom Kanton finanzierten Projekts konnte 2010 bis 2013 eine Bestandesaufnahme sowie eine bauliche Sanierung des Monuments erfolgen. Gleichzeitig soll ein Massnahmenkatalog erarbeitet werden, der sicherstellt, dass auch in Zukunft weiterhin "römisches Wasser" nach Königsfelden fliesst.

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Die römische Wasserleitung. Foto Kantonsarchäologie Aargau, Béla Polyvás; © Kanton Aargau