Baden-Bäderquartier

In einem interdisziplinären Forschungsprojekt wird die 2'000-jährige Geschichte des Bäderquartiers untersucht. Ziel ist die Darstellung der Badener Bäder von den Anfängen bis in die Neuzeit.

Blick auf Baden. Bild vergrössern
Blick auf Baden. Foto Kantonsarchäologie Aargau, Béla Polyvás; © Kanton Aargau

Zwischen 2009 und 2012 führte die Kantonsarchäologie im Vorfeld der Neugestaltung des Badener Bäderquartiers umfangreiche Ausgrabungen und Bauuntersuchungen durch. Diese Untersuchungen ergaben eine Vielzahl neuer Erkenntnisse zur Geschichte des einst grössten und bekanntesten Heilbades der Schweiz. So konnte der Beginn der römischen Heilthermenanlagen von Aquae Helveticae zeitlich und baulich gefasst werden.

Von grosser Bedeutung sind ebenfalls die hochmittelalterlichen Baureste, welche erstmals ein Bild der Bäderstadt nach der ersten Jahrtausendwende und zur Zeit der Habsburger geben.

Interdisziplinäres Forschungsprojekt

Im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts werden von 2013–2019 die Ergebnisse der abgeschlossenen Grabungen wissenschaftlich ausgewertet und in einer Publikation vorgelegt. Ziel der Auswertung ist es, ein zuverlässiges chronologisches Gerüst der Geschichte der Badener Bäder von ihren Anfängen bis in die Neuzeit zu erarbeiten.

Dadurch kann erstmals die bauliche und funktionale Entwicklung des Bäderquartiers in den vergangenen 2'000 Jahren umfassend dargestellt werden.

Allenfalls kann das Forschungsprojekt zum gegebenen Zeitpunkt um die Resultate der noch bevorstehenden, erst mit Baubeginn für die neue Therme erfolgenden Untersuchungen, erweitert werden.

Neue Stadtgeschichte von Baden

Im Verlag hier + jetzt (öffnet in einem neuen Fenster) ist ein Buch zur Stadtgeschichte von Baden erschienen.

Kompakt und verständlich vermittelt das lokal verankerte Autorenteam den neusten Forschungsstand, der auch jüngste archäologische Erkenntnisse zur Bädergeschichte miteinbezieht und die Entwicklung hin zur modernen Stadt zeigt.